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EFRINGEN-KIRCHEN (vl). Bei einem Brand
beim Aussiedlerhof Arber auf den Britschenhöfen ist am späten Sonntagabend eine
Lagerhalle vollständig ausgebrannt.
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf
mindestens 200 000 Euro. Für Dieter Arber war es ein Schlag, dennoch war er gestern
vor allem über eines froh: dass keine Menschen dabei verletzt wurden und dass auch
kein Tier zuschaden kam. Als Brandursache wird ein Halogenstrahler
vermutet.
Dieter Arber hat einen Teil der Halle an einen Schweizer Verein vermietet,
zu dem sich die Hersteller des Käses "Tête de Moine" zusammengeschlossen haben.
Ziel des Vereins ist vor allem das Bekanntmachen des Käses – auch im Ausland. Der
Verein mit Sitz in St. Imier, die Association des fabricants de Tête de Moine,
hatte die Halle als Lager benutzt. Zwei Mitarbeiter des Vereins, die beide im
Elsass wohnen, waren an dem Abend an der Halle beschäftigt.
Polizei und Verein widersprechen sich dann aber in einem
Detail. Laut Polizei soll einer der Männer, als es dunkel wurde, einen
Halogenstrahler aufgestellt haben. Er habe diesen möglicherweise zu dicht an dort
gelagerte Strohballen platziert, die Feuer fingen, schreibt die Polizei. Falsch,
sagt Olivier Isler, der Geschäftsführer des Vereins. Dieser Strahler wurde nicht
von uns aufgestellt, er war immer schon dort, er diente als normale
Beleuchtung.
Zu den Vorgängen am Sonntagabend mochte sich Olivier Isler allerdings nicht
weiter äußern. Dies mit Verweis auf die laufenden polizeilichen Ermittlungen. Er
merkte allerdings an, dass die "Association" die Halle nicht als Lager für Käse
genutzt habe, sondern lediglich als Lager für Material wie Käsetheken oder
Verpackungen, die für die Werbeauftritte in Deutschland oder in Frankreich
gebraucht werden. Da dieses Material bei einer Einreise in die Schweiz immer wieder
umständlich verzollt werden muss, war es für den Verein die bessere Lösung, die
Halle zu mieten und die Gegenstände dort zu lagern. Die Polizei lobt die Feuerwehr,
die alles dafür getan habe, dass das Feuer nicht auf das benachbarte Wohnhaus und
die Scheune übergriffen. Als Dieter Arber gegen 21 Uhr zur Halle kam, brannte sie
bereits lichterloh. Mit dem ersten Alarm wurden die Abteilungen Efringen-Kirchen
und Egringen verständigt, wie Gesamtkommandant Werner Schmid berichtet. Sofort
seien die Abteilungen Wintersweiler, Huttungen sowie die Drehleiter und
Tanklöschfahrzeuge aus Weil am Rhein und ein Schlauchwagen aus Kandern
nachgefordert worden. Die Feuerwehr Lörrach kam mit ihrem Atemschutzgerätewagen
hinzu. Zu den größten Schwierigkeiten des Einsatzes gehörte für Schmid die
Tatsache, dass neben Fahrzeugen und Maschinen auch Strohballenn in der Halle
aufbewahrt wurden und es sehr mühsam war, die Löschwasserversorgung
sicherzustellen.
Die Britschenhöfe gehören zu den Objekten, bei denen die Feuerwehr immer
wieder übt. Im Ernstfall ist jedoch alles anders. Werner Schmid räumt ein, dass es
in der ersten Viertel Stunde eine "Chaosphase gab", die seiner Meinung nach auch
daher rührte, dass der Feuerwehr nicht nur ein Scheunenbrand, sondern auch ein
Wohnungsbrand gemeldet worden war. Deshalb hatte die Menschenrettung zunächst
Priorität, man schloss die Schläuche an den nächstgelegenen Hydranten an, obwohl
dieser rasch kein Wasser mehr spendete. Im Nachhinein betrachtet hätte man besser
gleich auf den etwas weiter entfernten verlässlicheren Hydranten setzen und sich
auf den Schlauchleitungsaufbau vom Feuerbach her konzentrieren sollen, meinte
er.
Mühsam war auch das Löschen des Brands, wie Werner Schmid
erklärte. Da man nur von einer Seite Zugang zur Halle hatte, musste man das
brennbare Material mithilfe von Frontladern hinausschaffen. Dadurch war der Einsatz
nur mit Atemschutz möglich. 45 Atemschutzgeräteträger waren im Einsatz. Die letzten
Brandnester waren gegen 2.30 Uhr gelöscht. Zirka 80 Feuerwehrleute waren im
Einsatz, ferner Polizisten und Retter des DRK Efringen- Kirchen, die für die
Verpflegung sorgten. Neben in der Halle abgestellten Oldtimern wurden auch mehrere
landwirtschaftliche Maschinen beschädigt.
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