Albanien - Alpen
Albanien
Landesdaten: 28.748 qkm • Ausd. 330 x 140 km • 3,2 Mio. Einwohner • 111 Ew./qkm
Trotz aller Modernisierung ist Albanien immer noch ein Ziel für Spezialisten und Abenteuerlustige. Vier Jahrzehnte lang war Albanien das isolierteste Land Europas. Die geographischen Bedingungen begünstigten die Abschottung. Kleiner als das deutsche Bundesland Brandenburg umschließen schwer zugängliche, bis zu 2693 m hohe Gebirge von drei Seiten das zentrale Bergland und die 200 km lange Küstenebene. Offen ist das Land nur zur Adria und zum Ionischen Meer. Das „Land der Skipetaren“ gehört noch immer zu den Armenhäusern Europas. Ein Drittel der Bevölkerung ist arbeitslos, der gesetzliche Mindestlohn beträgt 130 € und trotz erstaunlicher Straßenbauaktivitäten hat die Infrastruktur große Lücken. Das zivile Rechtssystem gilt praktisch nur in den Städten. Während unten in Tirana Computerkurse besucht werden, gilt oben in den Bergen teilweise wieder der alte Gesetzeskanon mit der berüchtigten Gjakmarrja (Blutrache). Die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln ist jedoch gut, und eine blühende Schattenwirtschaft sorgt dafür, dass alles erhältlich ist, was Satelliten-Fernsehwerbung verspricht. Problematischer als die Ernährung kann für Radreisende die Trinkwasserversorgung sein, so dass immer ein gewisser Vorrat gebunkert werden sollte. So gering der Auslandstourismus im Lande weiterhin ist, so aufgeschlossen und freundlich zeigt sich die Bevölkerung im Allgemeinen.
Alpen
Mit dem MTB kam das Dreifachkettenblatt, und damit die Suche nach neuen Zielen und Herausforderungen. So avancierte der Alpenraum ab den 1990er Jahren fast zwangsläufig zum populären Tourengebiet. Immer häufiger zogen nun neben Radsportlern und Mountainbikern auch ganz "normale", gepäckbeladene Reiseradler durch Europas höchstes und formenreichstes Gebirge.
Flächenmässig bedecken die Alpen rund 220.000 qkm, ihre mittlere Höhe beträgt 1400 m, ihre höchste Erhebung markiert das Gipfelkreuz auf dem Montblanc: 4807 m.
In einem rund 1200 km langen und bis zu 250 km breiten Bogen führen sie von den Ligurischen Alpen bei Genua (Turchino-Pass, 532 m) über die Savoyer Alpen (Montblanc, 4807 m) und Berner Alpen (Finsteraarhorn, 4274 m) nordwärts bis zu den Bayerischen Alpen (Zugspitze, 2963 m), und nordostwärts bis zum Wienerwald (Schöpfl, 892 m). Dabei fächert sich der anfängliche Hauptkamm in mehrere Gebirgsketten auf, die nach Osten allmählich an Höhe verlieren.
Das Rheintal zwischen Bodensee und Comer See ist die geografische Trennlinie zwischen West- und Ostalpen. Drei Hauptzüge bestimmen die Ostalpen: Nördliche Kalkalpen (auch Nordalpen), Zentralalpen sowie Südliche Kalkalpen (auch Südalpen). Während die Zentralalpen aus kristallinem Urgestein bestehen und hoch droben noch vergletschert sind, zeichnen sich die jüngeren Kalkalpen durch schroff-karstige Felswände und zerklüftete Hochflächen aus (Bayerische Alpen, Dolomiten).
Die letzten Meter sind am steilsten (Col du Galibier)

