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Mazedonien - Montenegro

Mazedonien

Byzantinische Schatzkammer am Ohrid-See

Landesdaten: 25.713 qkm • Ausd. 160 x 200 km • 2 Mio. Einwohner • 78 Ew./qkm • Hauptstadt Skopje 0,6 Mio. Ew.

Kaum jemand wird extra nach Mazedonien zum Radeln kommen. Wenn überhaupt, dann wohl nur im Rahmen einer Balkantour. Wer dabei aus Albanien kommt, den ergreift in Mazedonien das Gefühl, wieder in Europa zu sein: Straßen ohne große Schäden, neue Automodelle, Hinweise auf Restaurants und Hotels, keine Bunker mehr. Der Lebenstandard ist zwar gering, aber doch deutlich besser als in Albanien. Wie Albanien blickt auch Mazedonien auf eine bewegte Geschichte zurück, mit vielen Zeugnissen aus byzantinischer und osmanischer Zeit. Die Landessprache ist mit dem Bulgarischen verwandt (kyrillisches Alphabet). Mazedonien ist ein bergiges Land. Gebirgskämme, weite Becken, Hochplateaus und große Seen bestimmen das karstige Landschaftsbild.

 

Montenegro

Überschaubares Angebot im Durmitor-Gebirge

Landesdaten: 13.812 qkm • Ausd. 140 x 170 km • 630.000 Einwohner • 47 Ew./qkm • Hauptstadt Podgorica 140.000 Ew.

Land und Leute
Im Juni 2006 wurde Montenegro als 192. Mitglied in die UNO aufgenommen. Erst einen Monat zuvor hatte es sich von Serbien gelöst und als unabhängig erklärt. Auf Qualitätstourismus will man nun wirtschaftlich setzen. Die natürlichen Voraussetzungen sind gut, denn kein Balkanstaat ist landschaftlich verdichteter, birgt auf kleiner Fläche mehr Vielfalt als Montenegro. Bis auf 2522 m türmt sich das kleine Land im Durmitor-Massiv, wo das gesamte Dinarische Gebirge zum Höhepunkt kommt. Höhere Gipfel gab es im ehemaligen Jugoslawien nur noch in den Julischen Alpen (Slowenien).

In keinem Land des Balkans leben die verschiedenen Ethnien und Religionen so friedlich zusammen wie in Montenegro. Die Montenegriner sprechen die selbe Sprache wie die Serben. Unterschiedlich ist aber die Schrift: kyrillisch und lateinisch in Serbien, ausschließlich lateinisch in Montenegro.

 

Montenegrisches Touren-Highlight Tara-Schlucht

per Rad entdecken
Mit ihrem zu zwei Drittel bergigen Profil gehört die "Perle der Adria" in die Kategorie der Tourenziele, denen man am besten mit einem Mix aus Ehrgeiz und Demut begegnet. Und auch Zeit sollte man mitbringen. Denn neben den regulären Straßen existieren viele Fahrwege, die zwar schön, aber bergig und zeitaufwändig sind und nicht selten unbefestigt sind. Selbst nach einem Monat hat man im Land der "Schwarzen Berge" nicht das Gefühl, alles gesehen zu haben.