Der Tibet Terrier (TT) stammt aus den Bergen des Himalaya und gehört,
entgegen seiner Benennung nicht zu den Terriern sondern zu den Hütehunden.
Diese Falschbennung führt bis in die 30er Jahre zurück.
Die richtige Bezeichnung müßte Tibet Apso lauten.
Er gehört zu einer sehr alten Rasse die früher in den Klöstern Tibets gezüchtet wurde.
Der TT zählt zu den Begleit- und Gesellschaftshunden.
Sein Wesen ist von fröhlicher Natur, wobei aber auch der Sturrkopf nicht zu unterschätzen ist.
Er ist ein lebhafter Hund der stehts zu Späßen und Spielen aufgelegt ist, ist sehr intelligent, der neue Dinge sehr schnell erlernen kann, solange sie auch auch einen Sinn ergeben z.B. Belohnung durch ein Leckerli.
Ich habe einmal folgenden Satz gelesen und finde ihn sehr zutreffend:
"Der Tibet Terrier ist so intelligent, das er sich sogar dumm stellen kann, wenn er für die Ausführung eines Kommandos keine Lust hat"
Mit Härte in der Erziehung kommt man beim TT nicht an, das Gegenteil ist der Fall.
Dieser kleine asiatische Dickkopf macht nur Dinge in denen er einen Sinn sieht.
Das macht gerade das Rückrufen aus einem Spiel mit Gefährten bei den meisten TT große Probleme.
Denn was sollte es für einen Sinn ergeben nicht weiter mit den anderen Hunden über die Wiese zu jagen?
Daher ist beim Tibet Terrier eine konsequente aber "gewaltfreie" Erziehung nötig.
Auch ist der TT nicht gerne alleine. Er ist am liebsten in der Gesellschaft von seinem Menschen und ein Aussperren kommt einer Bestrafung gleich. Den meisten Fremden gegenüber ist er eher zurückhaltend.
Hat er aber erstmal Menschen außerhalb seiner Familie ins Herz geschlossen so werden diese überschwenglich begrüßt.
Der TT ist ein sehr robuster Hund der nur selten den Weg zum Tierarzt benötigt.
Er ist sehr flink und wendig beim Spiel mit Gefährten und auch ein sehr guter Kletterer.
Letzteres verdankt er seinen breiten Pfoten die sich dem Gelände gut anpassen.
Sein Haarkleid besteht aus langem Haar und dichter Unterwolle das sowohl im Sommer vor Hitze als auch im Winter vor Kälte schützt.
Die Fellpflege ist sehr zeitintensiv und sollte regelmäßig durchgeführt werden, damit das schöne Haar nicht verfilzt. Dazu gehört das mehrmalige Büsten und Kämmen pro Woche. Auch das regelmäßige Baden darf nicht fehlen.
Das Haarkleid ist erst zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt.
Der große Vorteil am üppigen Haarkleid ist das es nicht haart und auch nicht den typischen Hundegeruch hat, selbst wenn der TT nass ist.
Die Rasse des Tibet Terrier ist sehr vielfarbig. Die Farben sind z.B. zobel, zobel mit weißen Abzeichen, schwarz, schwarz-weiß, gold- und cremefarben, weiß , black und tan und schockoladenbraun. Letztere Farbe ist aber für die Zucht nicht erlaubt.
Er zählt zu den mittel-großen Hunden und wird lt. Rassbeschreibung bei bis zu 15 kg 40,6 cm groß.
Hündinnen sind etwas kleiner und entsprechend leichter.
Das Fressverhalten desTT ist sehr unterschiedlich. Die einen Besitzer berichten von sehr mäkeligen Futterverwehrtern, die anderen haben hingegen keine Probleme.
Ich selber ernähre meinen Tibet Terrier nach B.A.R.F (biologisch artgerechte Rohfütterung ) und er läßt nie etwas im Napf übrig.
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