Natrium (Na)
Natrium ist eines der essentiellen Elementen
im Organismus von Menschen und Tieren.
Es gehört zu physiologisch zu den Mengenelementen und ist zusammen mit Chlor das
neunthäufigste Element und nach Calcium und Kalium das dritthäufigste
anorganische Ion.
Es ist wichtig für das Säuren-Basengleichgewicht, den Wasserhaushalt,
die Nervenleitung, die Muskelarbeit, und die Aufnahme und den
Transport von Nährstoffen in lebenden Organismen.
chemisch gesehen bedingt das Konzentrationsgefälle von Na+ K+ und Cl - Ionen sowie organischer Anionen bedingen das Membranpotential lebender Zellen.
Das Membranpotential und die Ionengradienten sind für die meisten Zellen überlebensnotwendig. Die Ionen sind beständig bestrebt, das Konzentrationsgefälle aus zu gleichen, dazu bedarf es eines aktiven Prozesses.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Natrium-Kalium-Pumpe, die Na+ und K+ unter Energieverbrauch zurückpumpt.
Im Menschlichen Organismus von etwa 70 kg sind etwa 100 g Natrium als Na + Ionen
enthalten.
Die Mindest - Aufnahme pro Tag für Menschen beträgt zwischen 1000 bis 3000 mg
(je nach dem wie sehr ein Mensch schwitzt).
Die Regulation des Natriumhaushaltes ist eng verbunden mit der Regulation des
Wasserhaushalts.
Ist zu wenig Na im Blut (Normalwert etwa bei 135 bis 145 mmol / l), kommt es zu
einer Steigerung des Zellvolumens.
Ist zu viel Natrium im Blut schrumpfen die Zellen.
Beide Fälle beeinträchtigen die Funktion des Gehirnes, es kann zu epileptischen
Anfällen oder Bewusstseinsstörungen kommen und bis zum Koma führen.
In Nervenzellen spielen die Na+ Ionen eine wichtige Rolle bei der Entstehung und
Weiterleitung von Erregungen .
Nach der Ativierung von Rezeptoren werden an den Nervensynapsen und der
neuromuskulären Endplatte Natriumionen durchgelassen, wobei eine Depolarisation
erfolgt, was zur Öffnung eines weiteren Typs führt, einem spannungsabhängigen
Nariumkanal, der dann in Axonen zu einem Aktionspotential führt, wobei wieder
die Na-Ka-Pumpe benötigt wird, um den Grundzustand wieder her zu stellen.
Natrium ist vorhanden in:
Kochsalz und Meersalz
in vielen Lebensmitteln außer in
Obst
Da Salz fast überall in Speisen enthalten ist, kann es kaum zu Natriummangel kommen, außer bei starken Durchfällen und anhaltendem Erbrechen (Magersucht, Bulämie)
Mangelerscheinungen äußern sich in:
Appetitlosigkeit
Muskelkrämpfe,
Antriebslosigkeit,
Verwirrtheit, gestörte Denkvorgänge,
Bluthochdruck,
Herzrhythmusstörungen.
|
|