Vitamin B 1
Vitamin B 1 ist wasserlöslich. Es wird auch Thiamin oder
Aneurin genannt.
Es ist essentiell notwendig für die Funktion des Nervensystems, wird vom
Volksmund auch
Stimmungsvitamin genannt.
Im Stoffwechsel ist es als Bestandteil eines Enzyms in der Zellteilung und wird
im
Zellstoffwechsel benötigt, mit dem Thiaminpyrophospht
in Thiamindiphosphat umgewandelt wird.
Es ist enthalten in 100g folgender Lebensmitteln
- 2,01 mg in Weizenkeimen
- 1,9 mg in Sonnenblumenkerne, frisch
- 1,0 mg in Backhefe, gepresst
- 0,44 mg in Sojabohnen, frisch
- 0,4 mg in Sesam geröstet
- 0,35–0,46 mg in Vollkorngetreide (Weizen, Gerste, Mais,
Reis - nicht erhitzt)
- 0,23 mg in Schweinefleisch (mittelfett), frisch
- 0,3 mg in Tee
- 0,3 mg in Erbsen, grün, frisch
- 0,28 mg in Macadamianuss, frisch
- 0,19 mg in Löwenzahn, frisch
- 0,17 mg in Austernseitling, frisch
- 0,154 mg in Bohnen, weiß, gegart
- 0,15 mg in Haferflocken, roh
- 0,11 mg in Geflügel, gegart
- 0,07 mg in Pellkartoffeln, gegart
- weitere Lebensmittel Steckrüben, Möhren, Brokkoli,
Grünkohl,
Milchprodukte und Milch
- Fleisch
- Hagebutten, Petersilie, Brunnenkresse, Petersilie
- Algen
Der tägliche Bedarf liegt bei:
- Säuglinge (bis 12 Monate): 0,2-0,4 mg/Tag
- Kinder (1–10 J.): 0,6–1,0 mg/Tag
- Frauen: 1,0–1,1 mg/Tag
- Schwangere (ab 4. Monat): 1,2 mg/Tag
- Stillende: 1,4 mg/Tag
- Männer 1,0–1,4 mg/Tag
- andere Quellen empfehlen 3 mg / Tag
Durch Kochen wird 50 % des Vitamin B 1 zerstört
Auch Kaffee, zuviel Zucker (wie auch Zinkmangel), Alkohol, Tabak und
Betäubungsmittel, sowie rohe Austern bewirken den Abbau von Vitamin B 1.
Mehrbedarf bei Stress, während Schwangerschaft und Stillzeit,
bei Alkohol-, Kaffee- und Teekonsum. intensivem Sport, bei Fieber,
Lebererkrankungen, in Wachstumsphasen, im Alter, bei Anti-Babypilleneinnahme,
bei Schilddrüsenüberfunktion
Mangelerscheinungen / Symptome:
- Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels und
Nervensystems ( u. a. Polyneurophathie)
- Reizbarkeit und Depressionen
- Müdigkeit, Sehstörungen, Appetitlosigkeit,
Konzentrationsschwäche, Muskelatrophie
- Blutarmut (Anämie)
- häufige Kopfschmerzen
- Gedächtnisstörungen (Korsakow-Syndrom),
Verwirrungszustände
- Herzversagen, Ödeme, Tachykardie, niedriger Blutdruck,
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Verringerte Produktion von Antikörpern bei Infektionen
- gestörte Energieproduktion
- schwache Muskulatur (besonders die Wadenmuskulatur)
- Krankheiten wie Beriberi,
Wernicke-Enzephalopathie, Strachan-Syndrom