Vitamin K
Vitamin K heißt auch Phyllonchinon, es
ist fettlöslich.
Eigenschaften und Funktionen im menschlichen Körper
es fördert die Blutgerinnung
Vitamin K ist daran beteiligt, die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX, X in ihre
gerinnungswirksamen Formen überzuführen.'
Hohe Dosierungen von Vitamin K (bis 40 mg tgl.) gehen nicht mit pathologisch
veränderten Gerinnungswerten (z. B. einer verstärkten Blutgerinnung und
Thromboseneigung) einher, da die erhöhte Gerinnungsneigung und Fibrinolyse im
Gleichgewicht bleiben.
Wohl aber ist das Vitamin K der Gegenspieler
von Marcumar und neutralisiert dieses.
ist wichtig für den Knochenstoffwechsel und
ist dort beteiligt an der Knochenmineralisation, es sorgt für eine gute
Versorgung des Körpers mit Calcium und Phosphat.
Eine Osteoporosetherapie kann über höhere Vitamin D und Vitamin K-Dosen
erfolgen.
hilft gegen starke Menstruationsblutung und
wirkt bei Frauen nach der Menopause mit Gaben von 45 mg / d Vitamin K2
(45 mg tgl.) signifikant prophylaktisch vor Osteoporose.
Auch eine Osteoporose als Nebenwirkung einer Prednisolon / Cortisontherapie,
bei biliärer Leberzirrhose, bei Inaktivität von Schlaganfallpatienten und bei
Raumfahrern in der Schwerelosigkeit lässt sich durch Vitamin K2
verhindern. Besonders gefährdet sind Parkinson-Patienten, pathologische
Hüftfrakturen bei Osteoporose zu erleiden. Auch in dieser Patientengruppe ist
45 mg Vitamin K2 eine wirksame Prophylaxe
es wirkt Gefäßverkaltung entgegen
es wirkt Hämorrhoidenbildung entgegen
Vitamin K wird nicht über die Plazenta in
den Kreislauf des Fötus übertragen. Das Kolostrum die erste Muttermilch, die
das Neugeborene aufnimmt enthält eine doppelte Menge Vitamin K. Der Vitamin
K-Gehalt der Muttemilch ist abhängig von der Nahrungszufuhr der Mutter und
liegt bei bis zu 3 µg / 100 ml.
Vorkommen:
In Nahrungsmitteln kommt vor allem Vitamin K vor, weshalb genaueres dazu dort zu finden ist. Inwieweit bakterielle Menachinone aus der Darmflora zur Vitamin-K-Versorgung beitragen, ist umstritten. Im Körper scheint Phyllonchinon zu dem aktiveren Menachinon-4 umgewandelt werden zu können, da es sich in extrahepatischen Geweben vermehrt findet. Der Mechanismus ist noch unbekannt.
Folgende Lebensmittel in 100 g:
frische Erbsen 0,02 mg
Honig 0,025 mg
Speisequark 0,025 mg
Mais 0,04 mg
Spargel 0,04 mg
Karotte 0,08 mg
Kartoffeln ,05 mg
Brokkoli 0,130 mg
Sojabohne 0,190 mg
grünes Gemüse
wie Spinat, Kohl, Kohlrabi,
Kopfsalat 0,2 mg
Rosenkohl 0,25 mg
Rotkohl 0,01 bis 3 mg
Sauerkraut 0,01 bis 3 mg
Weiskohl 0,25 mg
Petersilie 0,79 mg
Schnittlauch 0,57 mg
Hagebutte 0,09 mg
Sellerie 0,1 mg
Haferflocken 0,05 mg
Tomaten,
Zwiebeln
Milch und Milchprodukte
Butter 0,06 mg
Eier 0,045 mg
Rinderleber 0,045 mg
Fleisch
Bedarf
Es wird empfohlen:
Bei Erbrechen, bei Schwangerschaft ist ein erhöhter Bedarf vorhanden
Dies genügt, um Gerinnungsfaktoren in der Leber zu
aktivieren, nicht jedoch für die darüber hinausgehenden Funktionen. Da gestillte
Säuglinge dem (seltenen) Risiko eines klinisch relevanten Vitamin-K-Mangels mit
der Gefahr gefährlicher Hirnblutungen ausgesetzt sind, wird eine
Vitamin-K-Prophylaxe in den meisten Ländern der Welt empfohlen. In Deutschland
wird sie zumeist oral mit 3 × 2 mg zur Geburt, nach ca. 1 Woche und nach ca. 4–6
Wochen dosiert. In anderen Ländern gibt es andere Dosisschemata.
Mangelerkrankungen:
Es wird durch ranzige Fette, Röntgenstrahlung, Aspirin,
Luftverschmutzung Antibiotika abgebaut.