Gott wandelt Diebstahl zu Hinwendung an ihn
Ein Agraringenieur forstete
zusammen mit den Christen vor Ort in den kahlen, unwegsamen Bergen im Süden Äthiopiens
auf.
Bald wollte er heiraten und richtete darum eine einfache Hütte, das künftige
Heim, mit Liebe und Sorgfalt ein.
Seine Braut eine Krankenschwester im Dienst einer afrikanischen Kirche, sollte
sich hier richtig wohl fühlen können.
Erst zur Hochzeit trafen sie sich in der schwäbischen Heimat, voller Pläne für
die gemeinsame Zukunft.
Da erreichte die Leitung ihrer Mission die Nachricht aus Äthiopien:
In den Revolutionswirren wurde das Haus von räuberischen Gruppen geplündert.
Fast alles ist gestohlen!
Sie waren ratlos. Was sollten sie dem glücklichen Brautpaar so kurz vor der
Hochzeit sagen? Was hätten sie jetzt tun können?
Es würde ihnen das Fest verderben.
Bevor sie dann wieder ausreisten, wurden sie dann auf das vorbereitet, was sie
erwartete.
Es war eine herbe Enttäuschung, als das junge Paar in der ausgeräumten Hütte
500 km südlich der Hauptstadt Addis Abeba eintraf.
Aber sie waren sehr tapfer und fingen an hart zu arbeiten...
Dabei war ihnen bewusst, dass die Diebe im Dorf in der Nachbarschaft lebten.
Monate später geschah das Unglaubliche:
Frauen und Männer aus dem Dorf kamen und brachten alle gestohlenen Gegenstände
zurück.
Nichts war beschädigt. Sogar die Kamera funktionierte noch.
Der Häuptling des Stammes war durch das Evangelium von Jesus tief berührt und
verändert worden.
Er ließ seinen Leuten im Dorf keine Ruhe, bis dieses Unrecht wieder gut gemacht
wurde.