Gemeinschaft überwindet selbst Scham
Ein Mann wurde wegen bewaffneten
Raubüberfalls verhaftet. Zeitungen und Fernsehen berichteten ausführlich
darüber.
Für die Eltern, beides überzeugte Christen, war es fürchterlich.
Sie schämten sich so sehr, dass sie am liebsten nicht mehr aus dem Haus
gegangen wären.
Sie hatten Angst vor den Blicken der Nachbarn.
Wie konnte so etwas schreckliches in ihrer Familie geschehen?
Auch in den Gottesdienst trauten sie sich nicht mehr. Was würden die anderen von ihnen denken?
Doch an einem Sonntag wagten sie doch den
schweren Gang.
Still suchten sie sich einen Platz auf der Seite, weit weg von den anderen.
Da passierte etwas Wunderbares. Ein Ehepaar stand von seinen Plätzen auf und
setzte sich neben sie. Auch die anderen gingen auf sie zu. Einige baten sie um
einen geistlichen Rat.
Das hatten die Eheleute noch nie erlebt!
Später sagte der Vater: "Vielleicht wollte ich selbst vor den anderen die
Rolle eines perfekten Superchristen einnehmen. Ich tat so, als ob ich keine
Probleme hätte. Deshalb wagte auch niemand bei uns ehrlich zu sein und seine
Schwächen einzugestehen. Sie wollten ja nicht bei uns als Versager angesehen
werden.
Jetzt aber, als unser Sohn uns solch eine schlimme Not bereitete, kamen die
anderen auf uns zu und wollten wissen, wie der Herr in solchen Schwierigkeiten
hilft."
Wir müssen offen davon reden, dass wir oft
und vielfach versagen und auch sehr schwach sind.
Nein wir sind nicht stark, auch nicht im Glauben.
Aber wir blicken auf zu Jesus, dem Anfänger und Vollender unseres
Glaubens. Seine Gnade gibt uns die Ausdauer, in dem uns bestimmten Kampf
weiterzugehen.