"Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre." (Lukas 22, 32)

Das sagt Jesus zu Petrus, dem "Felsenmann".
Petrus will ganz stark sein, treu zu Jesus halten, ja sogar mit ihm sterben.

Doch schon wenig später bricht die Angst über ihn hinein:

Jesus wird gefangen genommen, verhört, geschlagen.
Petrus folgt ihm in den Gerichtshof. Er will stark sein.
Doch bald sagt er dreimal, dass er Jesus nicht kennt.

So schnell kann ein Herz unsicher werden und schwanken. Geht es ihnen und mir anders?

Äußere Einflüsse machen uns den Glauben madig, sie fechten uns an.
Wir werden gleichgültig, müde und vergessen zu beten, die Beziehung mit Jesus zu pflegen.
Dadurch fehlt die Kraft, eindeutig zu Jesus Stellung zu beziehen.

So schnell kann der Glaube versanden.

Oder wir wollen kämpfen, etwas für Jesus tun - wie Petrus, als er noch mutig war und mit dem Schwert dreinschlug.
Doch wir schlagen ins Leere oder richten Unheil damit an, weil es nicht mit der Gesinnung Jesu übereinstimmt.
Dadurch entfernt sich der Glaube von Jesus, statt dass er vertieft würde.

Wie gut, dass Jesus Petrus vorbereitet hat:

"Ich bitte für dich, dass dein Glaube nicht aufhört, nicht zerbricht!"

Das gilt auch für uns. Wir müssen und können selbst keinen Glauben erzeugen.
Wir können uns nur darauf verlassen, dass Jesus für uns bittet.
Sein Herz ist voll sehnsüchtiger Liebe.
Er will ganz nah bei uns sein, uns ganz nah bei sich haben.

Jesus ist praktisch an ihnen interessiert. Deshalb legt er seinen Namen auf  uns.
Unsere Aufgabe ist: unser Herz ihm anzuvertrauen und nichts von uns selbst, aber alles von ihm zu erwarten.

Das schützt und stärkt den Glauben.

(Karin Brücher)