Wie Gott heiligt

Gott bereitet die Persönlichkeiten seiner Kinder immer wieder durch äußere Widerstände zu.

In der Bibel wird immer wieder deutlich, dass der Glaube erst in die Tiefe gehen muss, damit er aufnahmefähige Wurzeln in Gott schlägt. Menschen, die gleich alles wieder über Bord werfen, wenn es mal schwierig wird, gleich dem Vater ihr Vertrauen kündigen, verdorren wieder (siehe auch Lukas 8, 4-15)

Folgende Texte ermutigten mich sehr, denn von Anfang an hatten mich besonders die Texte aus dem Alten und Neuen Testament angesprochen, wo Gottes Geist das Ende der Welt,  und den Übergang zur Ewigkeit klar darstellt :

Ein Blick hinter die Kulissen der großen Weltgeschichte hatte Daniel tun dürfen.
Kreidebleich war er geworden, nach allem was er gehört und gesehen hatte.
Ob es uns anders als Daniel ergangen wäre, der "entsetzt" und "sehr beunruhigt" war (Dan. 7, 15 + 28)? Wohl kaum. Denn bei Schreckensnachrichten von Tyrannei und Gewalt, von Verfolgung und Vernichtung vergeht einem das Lachen.
Wie gut dass über all dem Grauen der letzen Weltenzeit, das auch Kinder Gottes erleben und erleiden müssen, steht das "Aber" Gottes: "Aber am Ende wird doch das Volk der Heiligen überleben, ja sogar siegen und herrschen und das in Ewigkeit" Wer sind diese Heiligen? Luther sagt dazu: "Alles, was Gott gehört, ist heilig". Wenn wir  unser Leben ganz in Gottes Hand legen, gehören wir zu dem, der mächtiger ist als alle tierisch-grausamen Mächte und "dessen Reich ewig ist". Erst recht, seit dem uns Christus von Gott zur Rettung, Heiligung und Erlösung gesetzt wurde.
(P.Weinreich aus Kirchenlamitz)  

Schön wäre es, wenn die die das Wort Gottes und seine Gerechtigkeit lehren, die wahren Stars wären.
Doch als Superstars werden in unserer Welt andere gehandelt.
Also wann wird es wahr werden wie die Bibel in Daniel 12, 3 sagt:

"Die da lehren werden leuchten wie des Himmels Glanz und viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich."

Die Antwort des Textes ist verschlüsselt und weist doch auf Gottes Reich hin.
Daniel bekommt mehrere Visionen, die sich erst auf die Länge hin, wenn die Zeit reif ist, und sich die Erfüllung abzeichnen wird (laut Daniel wird das Verständnis über Dinge in dieser Zeit zunehmen) die größte Bedeutung erlangen wird.
Aber schon damals war sie ein Zeichen der Hoffnung.
Und die Verständigen verstehen es als Signal der Hoffnung und Aussicht für den Glauben.
Gott lässt sein Wort nicht ohne Frucht weitersagen; nicht vergeblich lässt er zur Gerechtigkeit rufen.
Am Ende der Zeit wird das im Himmel und auf Erden unübersehbar sein.
Dann ist Gottes Volk vereint und gesammelt, ist die Zeit der Prüfungen vorbei.
Die Botinnen und Boten des Evangeliums stehen nicht mehr beschämt vor einer kleinen Ernte und müssen nicht mehr klagen über den Sieg der Ungerechtigkeit.
Doch bis dahin müssen sie sich bescheiden.
Starglanz ist ihnen für diese Zeit nicht versprochen. Er täte auch nicht gut: denn Leuchten soll das Evangelium und auf vielen Wegen zum Reich Gottes weisen. (P. Alberts aus Detmold) 

In einer Predigt über Daniel 7 hat Pfarrer Werner Lüthi im Jahr 1936 gesagt:

"Wenn es jetzt den Anschein haben könnte, es wolle Abend werden - und gewiss kann es Abend werden und Nacht - so hat doch der Morgen das letzte Wort, der Morgen, der der letzte Sinn aller Nächte und Dunkelheiten ist, der Morgen jenes letzten Tages, an dem "der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Völker vor ihm versammelt werden" (Matth. 25, 31+32).
Die Wehen, die heute über die Kirche hereinbrechen und über die Gemeinde kommen wie ein Todeskampf, sind Geburtswehen auf den letzten Tag hin, da "die Gerechten leuchten werden wie die Sonne in ihres Vaters Reich" (Matth. 13, 43).
Die Stürme, die sich erhoben haben, mögen daherkommen wie Herbststürme. Doch um Christi und seines Reiches willen sind es Frühlingsstürme. Nicht "Untergang des Abendlandes" schaut doch in Gottes Wort, dort wird unser Blick gelenkt auf den "Anbruch des Reiches Gottes". 

eigene Gedanken dazu finden sich auch unter 

Weitere Texte zum Thema Heiligung fand ich ebenfalls zum Thema Daniels Visionen im Neukircher Kalender 2005:

Heiligkeit besteht nicht in diesen oder jenen Leistungen. Sie besteht darin, dass unser Herz in den Armen Gottes klein und demütig wird, dass wir um unserer Schwäche wissen und bis zur Verwegenheit hin auf seine Vatergüte trauen.   (Therese von Lisieux 1873 - 1897)

Das Heiligwerden geht so her, dass man in sich selbst immer sündiger und sündiger, arm und ärmer wird, dass je älter man wird - man immer schwächer wird, immer abhängiger von der Gnade Gottes und näher zu ihm.      (Herrmann Kohlbrügge 1803-1875)