Für schwere Zeiten 

In seinem Büchlein "Kleine Therapie für geistliche Durststrecken" beschreibt Walter Trobisch wie sich depressive Menschen auf Verstimmungen vorbereiten können.
Er empfiehlt ihnen, in guten Zeiten ein Heft anzulegen, in dem sie alles aufschreiben sollen, was sie von Gott empfangen haben:

Wenn dann dunkele Stunden kommen solle man es sich mit einer Tasse Tee oder Kaffee bequem machen, gute Musik auflegen, in dem angelegten Heft lesen. Man könne auch einen guten Freund oder eine Freundin anrufen oder einladen.
Die Erfahrung vieler Betroffener Menschen hat gezeigt, dass sich dann depressive Verstimmungen, gar nicht groß entfalten oder schnell wieder verschwinden.

In jedem Fall tut es gut sich selbst zu erinnern, wie oft Gott uns schon geholfen hat. Es zahlt sich aus ihm zu vertrauen, dass seine Güte und seiner Macht keine Grenzen gesetzt sind.

„Christen werden nicht aufs Jenseits vertröstet, sondern sie werden in der
Gegenwart aus dem Jenseits getröstet!“ 
 Peter Hahne
Konzentriere dich auf dein Potential und nicht auf deine Grenzen.
Wenn du sein möchtest, wer du bist, wenn du Zuversicht aufbauen möchtest und Unsicherheit überwinden möchtest, musst du dich
auf dein Potenzial und nicht auf deine Grenzen konzentrieren.. Wir können nicht alles tun, was wir tun wollen. In anderen Worten, 
konzentriere dich auf deine Stärken, statt auf deine Schwächen. Wir können alles tun , wozu Gott uns berufen hat. Und wir können
alles sein, von dem Gott sagt, dass wir es sein können.

Jeder von uns ist voller Gaben, Talente, Potenzial und Fähigkeiten. Wenn wir wirklich anfangen mit Gott zusammen zu arbeiten,
können wir das Beste bekommen, das was Gott für uns hat. Doch wenn wir hochtrabende Ideen bekommen und uns Ziele stecken,
die jenseits unserer Fähigkeiten liegen, werden wir frustriert. Wir werden diese Ziele nicht erreichen und geben am Ende vielleicht
sogar Gott die Schuld für unser Versagen. Gaben und Talente werden vom Heiligen Geist gemäß der Gnade verteilt, die auf jedem 
einzelnen Menschen liegt, um mit den Gaben umgehen zu können. Wenn du dich annehmen möchtest, wenn du erfolgreich sein willst, 
musst du dich auf dein Potential konzentrieren - auf das, für was Gott dich erschaffen hat -, nicht auf deine Grenzen.

(Joyce Meyer)

Sage oft "Herr, hab Erbarmen"

Du fragst dich, was du tun sollst, wenn du dich durch scheinbar unaufhaltsame Kräfte von allen Seiten bedroht fühlst. Wellen die über dir hinein brechen und dir den Boden unter den Füßen wegspülen möchten.
Das eine Mal bestehen diese Wellen aus Gefühlen es Abgewiesen-, Vergessen- oder Missverstandenseins, ein anderes Mal sind es Wellen der Wut und des Ärgers oder gar der Rachgier, wieder ein anderes Mal des Selbstmitleids und der Selbstablehnung.
Du kommst dir in diesen Wellen vor wie ein hilfloses Kind, das von seinen Eltern im Stich gelassen wurde.
Was kannst du also tun? Entscheide dich bewusst dafür dass dein ängstliches Herz diese Wellen außer Acht lässt und den Blick auf den ausrichtet, der auf ihnen geht und sagt: "Ich bin´s fürchtet euch nicht!"
(Matthäus 14, 27) 
Richte deinen Blick stets auf ihn und sage: "Herr, hab Erbarmen" Sag es immer wieder, nicht ängstlich, sondern im Vertrauen darauf, dass er dir sehr nahe ist und deiner Seele Ruhe geben wird.

(Henri J. M. Nouven)  

Wenn Nöte, Sorgen, Angst, um sich greifen, für Zeiten der Krankheit, der Depression oder wenn wir verletzt wurden, uns verlassen unverstanden und hilflos fühlen, hilft es oft Worte von Menschen zu lesen, die ähnliches empfanden, die von Gott ermutigt und durchgetragen wurden.

Herr, wache über mich und mein Leben.
Halte schützend Deine Hand über mich
und gib mir Frieden für mein unruhiges Herz.
Wache über mich und meine Gedanken,
damit mich die Angst nicht verzehrt.
Wache über meinen Glauben an Deine Güte,
damit ich das Vertrauen zu Dir nicht verliere.
Wache über meinen Lebensmut,
damit ich mich nicht selbst aufgebe.
Stärke Hoffnung und Zuversicht
und lass mich den Reichtum erkennen,
den Du auf mein Leben gelegt hast.

Amen.

Gott hilft uns nicht am Leiden vorbei, aber er hilft uns hindurch.             (J. A. Bengel)                        

Wer unter dem Schirm des Höchsten wohnt und im Schatten des Allmächtigen schläft, 
weiß genau, dass da jemand ist, der auch in dunklen Stunden durchträgt.
Gott lässt keinen los, der sich fallen lässt in seine starke Hand.

Wenn Freunde dich verlassen, die Einsamkeit dich beschleicht
und die Angst vor der Nacht dich lähmt und dich unruhig macht,
wenn du am wenigsten daran denkst - dann ist er da.

Wenn man dir Fallen stellt, sich Lügen über dich erzählt,
wenn du am Boden liegst und keinen Ausweg mehr siehst,
wenn du am wenigsten daran denkst - dann ist er da.

Wenn Sorgen dich befallen vor Krankheit, Krieg, Tod und Leid,
und du vor Lebensangst nicht einmal mehr beten kannst;
wenn du am wenigsten daran denkst - dann ist er da.

Wer unterm Schirm des Höchsten wohnt und im Schatten des Allmächtigen schläft,
weiß genau, dass da jemand ist, der auch in dunklen Stunden durchträgt.  
Gott lässt keinen los, der sich fallen lässt in seine starke Hand.                         (Klaus Hirschfeld)

                     

Durch alles hindurch

Ich hatte viele Tränen und Sorgen. Ich hatte viele Fragen wegen morgen.
Es gab Zeiten, da wusste ich nicht, wie es weitergeht.
Aber in jeder Situation hat Gott mich gesegnet und getröstet, 
meine Kämpfe sollten mich nur stärken.
Ich danke Gott für die Berge, und ich danke ihm für die Täler,
ich danke ihm für die Stürme. ER führte mich hindurch.
Denn wenn ich nie Probleme gehabt hätte, wüsste ich nicht, dass ER sie lösen kann,
ich hätte nie erfahren, was Glaube an Gott tun kann.
Durch alles hindurch - durch alles hindurchhabe ich gelernt, auf Jesus zu vertrauen,
habe ich gelernt, auf Gott zu vertrauen.
Durch alles hindurch - durch alles hindurch habe ich gelernt, mich auf sein Wort zu verlassen. 
 

(Andrae Crouch)  

Von guten Worten wunderbar begleitet

Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt,
was dir hilft und dich führt auf allen deinen Wegen

Worte voll Kraft und Trost in schwerer Zeit,
Worte die gelten in Ewigkeit.

Worte voll Hoffnung, Liebe und Geduld,
Worte der Freiheit von aller Schuld.

Worte voll Weisheit und Gerechtigkeit,
Worte die tragen durch Glück und Leid.

(Hella Heizmann nach Jesaja 48, 17)

   

                               

Einer geht mit

Welche Wege auch immer

suchend und zweifelnd
hoffnungsvoll und zuversichtlich
im Dunkel und Licht
in Trauer und Freude
zögernd oder mutig

Einer geht mit

durch Dickicht und Irrwege
über Felsen und Klippen
über Ozeane und durch Sümpfe

Einer geht mit

begleitet
leitet 
führt heim

letzten Endes ist nur auf EINEN Verlass.    (Petra Würth)

 


Refr.: Komm wirf dein Sorgen auf den Herrn,
         denn er hat versprochen, er wird deine Last tragen.
         Komm wirf dein Sorgen auf den Herrn,
         du brauchst dich nicht allein zu quälen, er wird dir zur Seite stehn.

1. Wenn die Angst den Blick versperrt, wie ein Berg sich vor dir türmt
    und du keinen Ausweg siehst aus deiner Not.

2. Er kennt deine Einsamkeit -
    kennt Verzweiflung und das Leid,
    er weiß wie es ist, wenn Schmerz Vertrauen bricht:

3. Wenn du schreist, wird er es hör´n
    wenn du klagst, weiß er warum
    und zu deinen Fragen, bleibt er niemals stumm:

Schlussrefrain: Komm wirf dein Sorgen auf den Herrn
 
                      denn er hat es dir versprochen, er will deine Last tragen.
                       Komm wirf dein Sorgen auf den Herrn,
                       du brauchst dich nicht allein zu quälen, er will dir zur Seite stehn.

(Elisabeth Hammer)

Es gibt nur eine Medizin gegen große Sorgen: 
kleine Freuden                                                         (Karl Heinrich Waggerl)    

Sorgen nie verschwenden, 
sondern sie von dem Herrn in Segnungen umwandeln lassen     (Lee Ezell) 

Ich weiß kein besseres Mittel als Loben,
um Sorgen loszuwerden.                                          (Hanspeter Wolfsberger)
    
Denn: "Loben zieht nach oben
und Danken schützt vor Wanken."

Im Loben komme ich mit Freude in Berührung, die in mir ist.
Ich verschließe die Augen nicht vor den Problemen,
aber ich höre auf, mich auf sie zu fixieren.
Ich kann mitten aus den Problemen heraus auf Gott schauen,
der mich trägt. Dann wandeln sich meine Stimmung.
Ich bin offen für die Freude, die in mir durchdringen möchte.

(Anselm Grün)  


Wenn man die Kleider auszieht, 
soll man auch seine Sorgen ausziehen.
Gott kennt dein Gestern,
gibt ihm ein Heute,
er sorgt für dein Morgen.                                          (Ernst Moderson) 

Durch die Sorgen, die ich mir mache,
werde ich zum Beten getrieben,
mit meinen Gebeten, stoße ich die Sorgen von mir weg.    (Melanchthon)

Sich Sorgen nimmt dem Morgen nichts von dem Leid,
aber sie raubt dem Heute die Kraft.                    (Corrie ten Boom)

Ein müder Christ lag nachts wach 
und mühte sich ab die Welt durch seine Sorge zusammenzuhalten.
Dann hörte er plötzlich eine freundliche Stimme des Herrn:
"Nun kannst du schlafen, Jim.
  Ich werde aufbleiben und wachen"                      (Charles R. Swindoll) 

Die Freude ist ein gasgefüllter Ballon,
der Kummer ein Sandsack.

Du bist der Gott der Freude

Herr du willst nicht, dass wir finster über die Welt gehen,
dass wir jammern, weil wir eben im "Jammertal" leben.
So hast du es nicht gewollt, nicht gesagt!
Die Frohbotschaft soll uns froh machen. Denn du bist ein Gott der Freude, 
hebst uns heraus aus dem Jammer,schenkst uns die Welt neu, 
gibst mir deine Nähe, deine Hilfe, deinen Trost, gibst dich.

(Paul Roth) 

Geborgen ist mein Leben in dir, o Gott.
Du hältst mich in deinen Händen.
Manchmal habe ich große Angst.
Ich bin ganz allein.
Wer ist da, der mich tröstet?
Manchmal bin ich sehr traurig.
Oft weiß ich nicht mehr aus noch ein.
Wer ist da, der mich in seinen Arm nimmt?

Geborgen ist mein Leben in dir, o Gott
du hältst mich in deinen Händen.
Manchmal machen mir Menschen Angst?
Sie schmieden böse Pläne,
mit ihrer Bosheit halten sie nicht zurück.
Doch bei dir, mein Gott, finde ich Schutz.
Du bist für mich da.
Du hast mich lieb.
Geborgen ist mein Leben in dir, o Gott.
Du hältst mich in deinen Händen.

Jesus webe Schweigen auf meine Lippen,
flechte Ruhe in mein Gemüt,
knüpfe Stille in mein Herz.
Durchdringe mich mit Ruhe, o Gott,
so wie du den Sturm auf dem Meere stillest.

Beruhige mich , o Gott,
bewahre mich vor dem Bösen.
Lass Unruhe in mir ersterben.
Umarme mich mit deinem Frieden.     

(irischer Segensspruch)   

Ich bin bei dir, keinen Augenblick bist du allein,
vertraue mir, dann kehrt bei dir bald Ruhe ein.
Wirf zu mir her, was dich beschwert und was dich lähmt,
ich bin dein Gott, der dich und deine Nöte kennt.        (Udo-David Zimmermann)

Neben dir geht einer, der dich trägt und stützt,
dessen Hand dich leitet, dessen Blick dich schützt,
dessen Wort dich tröstet, wenn du traurig bist.
Gehe mit den einen, trau auf Jesus Christ.

Und wenn uns Schweres wiederfährt,
so dass wir daran fast zerbrechen,
weil uns der Mut zum Leben fehlt,
dann denken wir an das Versprechen,
dass Gott uns alle dennoch liebt 
und Kraft zum Weitergehen gibt.

(Jakob Abrell)
weitere Texte von ihm unter diesem Link

Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl;
das macht die Seele still und friedevoll.
Ist´s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh´,
dass ängstlich schlägt mein Herz, sei´s spät, sei´s früh.

Du weißt den Weg ja doch, du weißt die Zeit,
dein Plan ist fertig schon und liegt bereit.
Ich preise dich für deiner Liebe Macht,
ich rühm die Gnade, die mir Heil gebracht.

Du weißt woher der Wind so stürmisch weht, 
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät.
Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug.
Du weißt den Weg für mich - das ist genug.

Der Wille Gottes ist entweder eine Last, die wir tragen,
oder eine Kraft, die uns trägt.

(Corrie ten Boom)

                                   

Trostlied:                                      

Erscheinen meines Gottes Wege mir seltsam, rätzelhaft und schwer
und gehn die Wünsche, die ich hege, still unter in der Sorge Meer,
will traurig schwer der Tag verrinnen, der mir nur Schmerz und Qual gebracht,
dann will ich mich auf ein´s besinnen, dass Gott nie einen Fehler macht.

Wenn mir zu hoch des Herrn Gedanken, zu tief der Brunnen seiner Huld,
wenn alle Stützen haltlos wanken, die Kraft mir fehlt und die Geduld,
wenn gar mein Blick kein Ziel mehr findet, bei banger tränenreicher Wacht,
ein Glaubensfünklein dennoch kündet, dass Gott nie einen Fehler macht.

Wenn über ungelöste Fragen, mein Herz verzweiflungsvoll erbebt,
an Gottes Liebe will verzagen, weil sich der Unverstand erhebt,
dann darf ich all mein müdes Sehnen in Gottes Hände legen sacht
und dieses sprechen unter Tränen, dass Gott nie einen Fehler macht.

Drum still mein Herz und lass vergehen, was irdisch und vergänglich heißt.
Im Lichte droben wirst Du sehen, dass gut die Wege, die er weist.
Und müsstest du dein Liebstes missen, ja gings durch kalte finstre Nacht,
halt fest an diesem selgen Wissen, dass Gott nie einen Fehler macht.

 

Gott kennt dein Gestern,
gibt ihm ein Heute,
er sorgt für dein Morgen. 
(E. Moderson)

Sorgen

Lass die Sorgen, lass sie schwinden,
tracht´ zuerst nach Gottes Reich,
dann darfst du aus Gnaden finden, alles Übrige zugleich.

Gib mir ein Herz, durch Gnade fest, das dich in allem walten lässt
und unbedingt in Kindesmut in Deinem Vaterwillen ruht.

 

Der Glaube endet, wo die Sorge anfängt.

Es gilt: "Ja zu sagen zum Bruchstückhaften, zu Krisen und Umwegen, die er zugelassen hat.
Es sind keine Strafen für falsche Wege oder Ungehorsam - sondern Liebe, damit wir Gott kennenlernen, wie er wirklich ist.
Nur so kann er uns zu einzigartigen Gefäßen formen und reifen lassen.

Es ist nicht auszudenken, was Gott aus den Bruchstücken unseres Lebens machen kann, wenn wir sie im ganz überlassen.

(Blaise Pascal)

Vor Gott darfst du bitter klagen,
 dunkle Sorgen beim Namen  nennen,
stumme Schwermut hinausschreien, 
düstere Zweifel in Worte fassen, 
verborgene Schuld an den Tag bringen. 
Dein Gott ist dir nahe in deiner Not,
weiß um die Last deiner Tage,
sieht in die Tiefen deiner Seele,
kennt die Verwirrung deiner Gedanken,
lässt dich nicht los in deiner Angst.

(Johannes Hansen)

Ich werde euch tragen

Gott wird dich tragen, drum sei nicht verzagt!
Treu ist der Hüter, der über allem wacht.
Stark ist sein Arm, der dein Leben gelenkt:
"Gott ist ein Gott, der der seinen gedenkt."

Gott wird dich tragen auf Händen so lind.
Er hat dich lieb, wie ein Vater sein Kind.
Das steht im Glauben wie Felsen so fest:
"Gott ist ein Gott, der uns nimmer verlässt."

Gott wird dich tragen, wenn einsam du gehst,
Gott wird dich hören, wenn weinend du flehst.
Glaub es, wie bang dir der Morgen auch graut:
"Gott ist ein Gott, dem man kühnlich vertraut."

Gott wird dich tragen durch Tage der Not.
Gott wird dir beistehn in Alter und Tod.
Fest steht das Wort, ob auch alles zerstäubt:
"Gott ist ein Gott, der in Ewigkeit bleibt."

 

Der du die Zeit in Händen hast,
Herr nimm auch dieses Tages Last
und wandle sie in Segen.
 

(Jochen Klepper)

 

Einer ist dir nahe

Einer ist dir nahe, wo auch immer du bist,
dessen Aug dich leitet, der dich nie vergisst!

Er kennt all dein Sehnen, alle deine Pein,
weiß um deine Tränen und dein Einsamsein.

Einer hilft dir tragen, alle deine Last
hält an allen Tagen, dich in Lieb umfasst.

Ihm kannst du vertrauen, in der größen Not,
der für uns besiegte Finsternis und Tod.

Nie trägst du vergebens zu ihm all dein Leid,
Segen hat der Heiland stets für dich bereit.

(Käthe Walter)

 Gott lässt uns nicht fallen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass meine Hände gerade noch eine Felsspitze umklammern.
Aber selbst wenn ich loslasse, ich darf wissen: Ich werde nicht in den Abgrund stürzen, denn er hält mich fest.

(James Casson)

Wenn manchmal das Leben dir scheint zu schwer,
wenn Sorgen dich drücken, das Herze so leer,
wenn alles versagt, keine Hilfe ist nah,
sieh, dafür ist grade der Heiland da.

Wenn dich die Menschen auch mißsverstehn,
vielleicht dich verleumden und übersehn,
und wenn dir ein bitteres Unrecht geschah,
sieh, dafür ist grade der Heiland da.

Wenn Berge an Arbeit sich türmen vor dir,
wenn Mut und Kräfte versagen schier.
In Krankheit und Schmerzen, Angst und Gefahr,
sieh dafür ist grade der Heiland da!

Für jden Kummer und Traurigkeit,
in schlaflosen Nächten und Einsamkeit,
wenn niemand auch deine Tränen sah,
sieh dafür ist grade der Heiland da!

Wenn Leid und Dunkel die Erde bedecken,
wenn Versuchung und Sünde das Herz erschrecken,
sieh dafür ist grade der Heiland da!
                                                     (Hedwig von Redern)

Worte eines unbekannten Soldaten aus dem amerikanischen Bügerkrieg

Ich bat Gott um Stärke,
aber er machte mich schwach, damit ich Bescheidenheit und Demut lernte.

Ich erbat seine Hilfe, um große Taten zu vollbringen,
aber er machte mich kleinmütig, damit ich gute Taten vollbrachte.

Ich bat um Reichtum, um glücklich zu werden,
aber er machte mich arm, damit ich weise würde.

Ich bat um alle Dinge, damit ich das Leben genießen könne.
Er gab mir das Leben, damit ich alle Dinge genießen könne.

Ich erhielt nichts von dem, was ich erbat -
aber alles was gut für mich war.
Gegen mich selbst wurden alle meine Gebete erhört.

Ich bin unter allen Menschen ein gesegneter Mann.

Ich glaube

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen , die sich alles zum Besten dienen lassen kann.

Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst sondern auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müssten alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind,
dass es Gott nicht schwerer ist mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Faktum ist,
sondern dass er aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

                 (Dietrich Bonhoeffer)

Eine Kunst

Von ferne stehn, wenn die andern sich freun,
und doch zufrieden und fröhlich zu sein.
Selbst mühsam wandelnd auf dornigem Pfad,
dem Nächsten dienen mit selbstloser Tat.
Im Schatten leben, der Sonne fern,
und doch dem anderen leuchten als Stern.
Das ist eine Kunst, die nur der versteht,
dem Himmelsluft durch die Seele weht.

Im tiefsten Tale des Leidens stehn
und doch um Glück für andere zu flehn.
Voll Treue erfüllen die heiligsten Pflichten
und gern auf eigene Wünsche verzichten.
Ein heimliches Kleinod im Herzen tragen,
aber weil Gott es will ihm entsagen.
Das ist eine Kunst, die nur der versteht,
der täglich die Kraft sich von oben erfleht!

Selbst unverstanden durchs Leben gehn,
doch liebreich bestrebt sein, den Freund zu verstehn.
Wenn bittre Gedanken im Herzen aufsteigen,
sich tapfer bemühen sie keinem zu zeigen.
viel Ungerechtigkeit sehen auf Erden
und doch am Glauben nicht irre zu werden.
Die Kunst zu üben täglich aus neue, 
dazu gib Herr, mir viel Kraft und viel Treue!

(Luise Rolf)

Auch das leiseste Seufzen vernimmt Gott,
er versteht auch die stumme Sprache unserer Tränen.

(C. H. Spurgeon)

 

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

(Friedrich Oetinger)

Was gewesen werde stille,
stille, was dereinst wird sein.
All mein Wunsch und all mein Wille
gehn in Gottes Willen ein.                      (Rudolf Kögel)

Immer wenn du meinst, es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her,
dass du es noch einmal zwingst
und von Sonnenschein und Freude singst,
leichter trägst des Alltags Last
und wieder Kraft und Mut und Freude hast.

Dank für jede gute Hand

HERR, ich bin dankbar für jede gute Hand,
auf die ich mich verlassen kann, die mir das Leben leichter macht,
die mir Halt gibt, wo ich wanke,
die mich stützt, wo ich schwach bin,
die mich führt, wo ich irre,
die mir Mut macht, wo ich verzage,
die mir Geborgenheit schenkt, wenn ich einsam und verlassen bin.

HERR, ich bin dankbar für jede Hand,
die sich voll Vertrauen in meine legt und mir sagt:
"Ich verlasse mich auf dich!"
und der ich sagen kann:
"Du kannst dich auf mich verlassen!"

HERR, ich danke dir für deine gute Hand, 
die mich in gute Hände gab
und die mich halten kann, wenn ich alles andere loslassen muss und darf.

AMEN.                               (Kurt Wenzel Backe)     

 

Mein Vater,

verwandle meine Ungewissheit in getroste Hoffnung,
meine Sorge in helle Freude
und meine Angst in guten Mut.

Das bitte ich dich im Vertrauen auf deine väterliche Zusage.     Amen.

weitere Beiträge (speziell bei Trauer) sind zu finden unter,  wer es lernen will, sich austrecken will um das Beste aus verfahrenen Erfahrungen zu machen kann auch hier schmökern.