Übersicht im Kurzen
- bei ca. 58632Km Lagerschaden der Antriebswelle im Getriebe; Kulanz: VW übernimmt 25% Getriebschaden
- bei ca. 58837km Stabzündspule 1.Zylinder Kulanz:keine Zündspulen
- bei ca. 64800km Dichtung der Wapu zum Motorblock undicht Wasserpumpe
- bei ca. 65400km die restlichen drei Zündspulen wegen teilweisem Funktionsausfall... Zündspulen
- bei ca. 65900km Flexrohr defekt und Auspuffhalter abgefault.... Flexrohr
- bei ca. 73000km Einspritzdüse für Zylinder 2 defekt Einspritzdüse (UPDATE!)
- bei ca. 75050km Drehzahlgeber scheinbar defekt Drehzahlgeber
- bei ca. 76700km Einspritzdüse für Zylinder 1 getauscht Einspritzdüse
- bei ca. 84200km Federbruch vorn rechts Federbruch
- bei ca. 87500km Bruch der Saugrohrklappensteuerung Saugrohrklappensteuerung + Einspritzdüse Zyl. 4
- bei ca. 94000km O-Ringe der Einspritzdüsen getauscht O-Ringe der Einspritzdüsen
- bei ca. 102500km Einspritzdüse Zylinder 3 getauscht Einspritzdüse
- bei ca. 103400km NOx-Sensor NOx-Sensor
Getriebschaden
Wie sollte es anders sein: Auf der Fahrt in den Urlaub (von Franken an die Nordsee) kam mir kurz vor dem Ziel ein Geräusch komisch vor. Sobald die Kupplung gedrückt und der Gang heraus genommen war, war es weg, wurde der Gang eingelegt, war es wieder da.
Dabei war es egal ob das Auto stand oder rollte.
Wie mir von mehreren Seiten erklärt wurde sind vermutlich die Lager der Hauptwelle defekt. Ungewöhnlich und ich wäre der erste mit so einem Problem (Diesen Satz hörte ich danach öffters...).
Das Getriebe wurde auf Teilkulanz getauscht (Getriebe ich, Rest VW), da ich meine Inspektionen in einer freien mir sehr gut bekannten Werkstatt mache/machen lasse und ich lang genug mit VW rumgenörgelt habe und die "eingesehen" haben. dass das bei dieser Laufleistung einfach nicht normal ist.
Warum ich es nicht gleich in meiner bekannten Werkstatt gemacht habe? Ganz einfach: Wegen der Garantie und weil es dort auch nicht billiger geworden wäre und der Besitzer meinte "Lass es doch dort machen, wegen der Garantie". Er ist immernoch ein sehr guter Freund von mir, deshalb arbeite ich auch ab und zu dort in der Werkstatt :-)
Zündspulen
Nun, die Zündspulen sind etwas ganz besonderes bei dem Motor (und auch bei anderen Motoren von VW). Sie neigen nämlich zum Verrecken..
So auch bei mir. Aus heiterem Himmel fing der Wagen das Ruckeln an, lief und fuhr wie ein alter Traktor und die Motorkontrolle leuchtete. Bei VW wurde ein Ausfall der Zünspule des ersten Zylinders diagnostiziert, damals hatte ich meinen OBD-Rechner noch nicht. Also eine Zündspule mitgenommen (kostet ja bloß 37 €) und eingebaut.
Alles paletti für die nächsten ca. 6000 km, dann fing das Theater wieder an. Diesmal war es Zylinder drei. Nachdem mir das zu blöd wurde und ich nicht alle paar Monate Zündspulen tauschen wollte, hab ich gleich die restlichen zwei Spulen mitausgetauscht. Seitdem ist Ruhe.
Kulanz gab es bei meinen Zündspulen leider nicht. Bei einem anderen Typen schon, ich glaub das waren welche von einer 1,8L oder 2,0L Maschine.
Stabzündspule - pro Zylinder eine vorhanden
Wasserpumpe
Eines schönen Samstags (ja, ich bekomme den Wagen am Samstag zum Waschen, Betanken, Reparieren und Einkaufen), stieg ich ein und das erste was ich sah nachdem ich den Schlüssel rumgedreht habe, war eine freundliche Aufforderung doch wieder zu stoppen und den Kühlwasserstand zu überprüfen. Was ich dann auch brav tat und feststellen mußte, dass der Behälter eigentlich nur Luft enthielt. Doch wo war das Wasser hin? Pfütze war keine zu sehen, unter dem Auto war alles trocken..
Also wieder aufgefüllt und Behälter auf die Beobachtungsliste gesetzt. Dabei hat sich dann herausgestellt dass ca. 1/2L Wasser auf 1000km verloren geht. Fragte sich nur wohin. Auch auf der Hebebühne war nichts zu sehen und verbrannt wurde es auch nicht.
Irgendwann (ich hatte mich mit dem Nachfüllen bereits abgefunden) stand ich wieder vor der Werkstatt meines Bekannten und fragte mich was das eigentlich für ein kleiner Fleck unter meinem Auto ist. Ein Geschmackstest brachte Kühlflüssigkeit zu Tage. Also wieder rauf auf die Bühne, zerlegt und nachgeschaut. Jetzt fanden wir eine winzige Wasserspur die von der Wasserpumpe kam.
Toll, knappe 65TKm und eine defekte Wasserpumpe. Kulanzanfrage brachte 0,0. Also selber machen. Nachdem für die Wasserpumpe auch der Zahnriemen raus musste, wurde dieser auch erneuert. Das eigentliche Problem war aber noch nichtmal die Welle der Pumpe sondern das Gehäuse zum Motorblock hin. Dort hatte sich durch Korrusion ein kleiner Kanal gebildet durch den das Wasser am Dichtring vorbei nach aussen drückte. Nachdem wir aber alles Material neu da hatten, bauten wir trotzdem alles neu ein (Riemen, Spannrollen, Pumpe).
Im selben Wisch wurden auch gleich alle vier Bremsen neu gemacht (Scheiben und Beläge). Man gönnt sich ja sonst nichts...
Flexrohr
Kaum war das Thema mit der Wasserpumpe verdaut, der Kontostand wieder ausgeglichen und der Rest abgearbeitet, gefiel mir der Klang des Auspuffs so garnicht.. Es war irgendwie ein Scheppern und Röhren. Also wieder auf die Bühne, mit der Erkenntnis dass die Halter der Auspuffanlage abgefault waren (ein Schwachpunkt des Golfs) und dadurch das Flexrohr beschädigt wurde.
Dieses tolle Flexrohr gibt es bei VW nur mit Kat für günstige ca. 600€. Irgendwie mag mich seitdem der nette Mann an der Ersatzteiltheke nicht mehr..
Wir haben uns beim Nachbarn (auch eine Werkstatt) günstigen, zufällig im Regal liegenden Ersatz besorgt (hat mich den Einbau von zwei Autoradios gekostet) und eingeschweißt. Die Halter hatten wir bei der Feststellung eine Woche vorher schon gemacht.
Einspritzdüse
Mit einem gelegentlich ruckelnden Motor kämpfte ich ja schon länger. Nur irgendwann wurde es so schlimm dass handeln angesagt war.
Aber erstmal eine kurze "Fehlerbeschreibung":
Der Wagen ist kalt und läuft wie eine eins. Der Wagen wurde warm und irgendwann merkt man das ab ca 4000Upm Zündaussetzer auftreten. Je länger man fuhr desto weiter ging diese Drehzahlgrenze nach. Irgendwann war es dann so schlimm, dass ein losfahren an der Ampel ohne Kängurueinlage nicht mehr möglich war. Kühlte der Wagen wieder vollständig ab, lief er das nächste Mal wieder einwandfrei. Bis er wieder länger gefahren wurde..
Unser Diagnosegerät verrät uns Zündaussetzer auf Zylinder zwei.
Zündkerzen getauscht ohne Erfolg. Zündspule mit anderem Zylinder vertauscht ohne Erfolg. Bei VW eine Kompressionsdruckprüfung machen lassen ohne Erfolg. Was uns dann zu der Erkenntnis kommen lies, dass höchst wahrscheinlich die Einspritzdüse einen weg hat (Was der Mensch bei VW noch nie hatte, ich wäre der Erste...).
Mein Bekannter besorgte eine Düse, für günstige 147€ inkl. Vergnügungssteuer und wir machten uns an die Arbeit. Zum Austauschen der Einspritzdüsen muß der komplette Ansaugkanal raus inkl. Drosselklappe und Zubehör. Wenn die schon mal draussen ist kann man sie auch gleich reinigen. Die ist normalerweise stark verkokt. Der ganze Akt hat ca. 2,5h gedauert. Aufgrund des Preises hab ich die anderen drei Düsen erstmal drin gelassen. Mögen sie lange halten.
Update:
momentan spinnt scheinbar das Ventil des ersten Zylinders. Beim Auslesen des Fehlerspeichers sind "Zündaussetzer Zyl.1" vermerkt.
Weiterhin ist beim Abfragen der Meßwertböcke 15 und 16 ebenfalls Zündaussetzer auf dem ersten Zylinder zu sehen. Ich hab jetzt ein neues Ventil bestellt...
Die Meßwertblocknummern gelten vermutlich nur für den FSI! Ausgelesen hab ich die mit VAGCOM 409 (Shareware) und WBH-Diag 0.86.
Update 2:
Nach dem Austausch bei ca. 76700km des zweiten Ventils sind jetzt zwar die Fehlerspeichereintragungen weg aber leicht ruckeln tut er immernoch ab und zu, aber er läuft wesentlich ruhiger als vorher. Ich denk das Einspritzventil von Zylinder 4 ist demnächst auch noch fällig. Auffällig durch Meßwertblockwerte größer 0 ist es schon.. Ich weiß ja jetzt wie das Austauschen geht... Danach müßte entgültig Ruhe sein, da Zylinder 1 - 3 total ruhig sind inzwischen wenn ich mir die Meßwertblöcke anschaue.
Update 3:
Das Einspritzventil von Zylinder 4 hab ich jetzt auch getauscht, nachdem die Gelegenheit günstig war und auch Aussetzer produzierte. Siehe Saugrohrklappensteuerung weiter unten.
Update 4:
Das vierte Einspritzventil (Zylinder 3) ist inzwischen auch getauscht, nachdem es plötzklich nach einer längeren Autobahnfahrt auch angefangen hat Aussetzer zu erzeugen.
Jetzt sind alle durch, mal schauen wann ich wieder von vorn anfang...
Einspritzventil - pro Zylinder eins vorhanden
Drehzahlgeber
und weiter geht es:
durch leuchten der Motorkontrolleuchte und einer max.Geschwindigkeit von 80km. inkl. Beschleunigung einer deutschen Rennschnecke kündigte sich das nächste Problem an. Auslesen des Fehlerspeichers brachte ein Totalausfall des Drehzahlgebers (kein Signal) zu Tage. Erstmal gelöscht und es war für 1,5 Woche Ruhe dann das selbe Spiel von Vorne..
Das Tauschen des Gebers ist eine Sch...arbeit. Eingebaut ist er auf der Rückseite des Motors, Getriebseite, ziemlich weit unten unter einer Gummiabdeckung. Fotografieren unmöglich. Der Ausbau war in 10min erledigt. Der Einbau dauerte ca. 1.5h da der Sensor in einem Loch versengt werden muß an das man aber sogut wie garnicht ran kommt. Erst nach getriebeseitiger Demontage der rechten Antriebswelle war genügend Platz um an das Loch so ran zukommen dass der Sensor richtig eingesetzt werden konnte.
Drehzahlfühler -unscheinbar und teuer ca.70€
Federbruch
So, jetzt hat es mich mit einem Federbruch erwischt. Nachdem meine bessere Hälfte von Knackgeräuschen beim Ein-und Ausparken berichtete (Ich bekomme den Wagen ja nur zum Reparieren und Tanken), schaute ich mit das ganze mal an und zog ein Stück Feder aus dem unteren Federteller vorne rechts. Wie es sich herausstellte war es die letzte halbe Windung von oben. Leider ist das Ding irgendwie verschwunden...
Das obere Ende der gebrochenen Feder
Auf dem Bild ist schön die Bruchstelle zu sehen. Hier fehlt eine halbe Windung die normalerweise im oberen Federteller anliegt. Wie so etwas passiert? Keine Ahnung..
Weil gerade alles so schön draussen war, haben wir auch gleich die oberen Gummilager erneuert. Waren zwar nicht unbedingt fällig aber auf dem nächsten Bild sieht man deutlich den Unterschied von ca. 5-6mm den sich der alte Gummi bereits gesetzt hat.
Gummilager - links neu; rechts alt
Saugrohrklappensteuerung
Nachdem jetzt schon fast 4000km Ruhe war, dachte sich wohl mein FSI es wäre mal wieder an der Zeit und schaltete die Motorkontrolleuchte ein, allerdings ohne daß es sich Fahrtechnisch irgendwie bemerkbar macht. Als Fehler gab er das Ventil für die Saugrohrklappenverstellung an. Dieses Ventil war nicht defekt sondern die Stange von der Unterdruckdose zur Klappe. Die Stange ist aus Kunststoff und einfach gebrochen. Das warum entzieht sich meiner Kenntnis denn alles ist leicht beweglich...Den Austausch habe ich versucht, aber ohne Demontage der kompletten Saugrohreinheit ist das leider nicht zu machen. Da ich im selben Zug das Einspritzventil des vierten Zylinders mittauschen möchte (siehe oben), habe ich es noch nicht gemacht (muß ich erst kaufen).
links: Alt; rechts: Neu
Die Dose ist ein Schnäppchen und kostet nur 85€....
Auf dem Bild sieht man schön was gebrochen ist. Vielleicht offenbart sich mehr zu dem "Warum" wenn ich die Klappenbrücke draußen habe zum Reparieren (oder Austausch; würde nochmal 260€ kosten).
So, weiter gehts:
Die Klappenbrücke war nicht notwendig. Es folgen zwei Bilder vom Austausch:
Auf dem ersten Bild sieht man die vier Einspritzventile. Wobei das ganz linke Ventil bereits getauscht ist. Oberhalb sind die Ansaugöffnungen der einzelnen Zylinder zu erkennen. Die untere Öffnung jeder Ansaugöffnung wird mit der Klappe jeweils verschlossen oder eben nicht.
Auf dem zweiten Bild ist die Steuerungsseite der Klappenbrücke zu sehen. Der schwarze Knuppel ist die Unterdruckdose. Hier bereits ersetzt. Die Markierung zeigt den Ausschnitt bei dem das Gestänge ausgehängt werden kann. Dumm nur, dass dazu die Brücke ausgebaut werden muß, da im eingebauten Zustand die Klappen nicht weitgenug aufgehen um die Ausfräsung zu erreichen...
Das schwarze Kästchen ist der Positionsgeber der auch nur getauscht werden kann wenn die Brücke ausgebaut bzw. locker geschraubt und nach hinten gezogen worden ist. Eingebaut wird die untere Schraube von der Zahnriemenabdeckung verdeckt, welche nicht entfernt werden kann ohne den Zahnriemen auszubauen..
Beim Einbau ist darauf zu achten, daß man die Klappen etwas anhebt über den Hebel da man sonst die Brücke nicht richtig an den Zylinderkopf ran bringt. Man kann auch an der Dose den Hebel etwas anziehen und mit einem dünnen Bohrer fixieren um den Einbau zu erleichtern. Den Bohrer kann man danach leicht entfernen.
O-Ringe der Einspritzdüsen
Bei der letzten Aktion hab ich mir (unbemerkt natürlich) zwei O-Ringe an den Einspritzdüsen bzw. an den Messinghülsen beschädigt.
Auf der linken Seite sieht man eine der Messinghülsen, die anderen drei sind noch nicht eingesetzt. Die Hülsen sind mit schwarzen O-Ringen eingesetzt. Beim Einsetzen dieser Hülsen habe ich mir damals zwei O-Ringe unbemerkt beschädigt, was dazugeführt hat, daß der Wagen nach ca.4 Wochen anfing nach Sprit zu riechen wenn er in der Warmlaufphase war. War er warm, war Schluß mit dem Geruch..
Hier sieht man nochmal die Einspritzdüsen mit ihren O-Ringen. Augenscheinlich sind es die selben wie bei den Messinghülsen. Die O-Ringe der Messinghülsen bekommt man einzeln für 2,xx € pro...Die O-Ringe an den Düsen nur im Set mit der Teflondichtung..und noch einer Dichtung. Preis unbekannt.
NOx-Sensor
Nachdem die letzte Einspritzdüse getauscht war, schnurrte der Wagen wieder einwandfrei, bis plötzlich unterm Fahren das schöne orange Motörchen aufleuchtete. Das Auslesen brachte zwei Probleme:
- Sonde 2 Signal zu langsam
- NOx-Sensor unplausibles Signal
Wie sich herausstellte war der NOX-Sensor defekt und die Lamda-Sonde 2 ein Folgefehler. Der Sensor kostete 201€ OHNE Vergnügungssteuer...
Fortsetzung folgt (hoffentlich nicht so schnell)...




