Zur Hauptseite fritz letsch

Fassung 8.7 dez 2009

Paulo- Freire- Gesellschaft

zur befreienden Pädagogik (education popular)

Projekt im zbb eV, zusammenschluss bayrischer bildungsinitiativen
c/o Heinz Schulze,
Margarethenstr.2, D-80373 München <heinzschulze“at“gmx.net>
im Agendabüro München: Koordination Eine Welt, Bayerstr. 28, 80335 München, 089-233-47561
theater-methoden: Fritz Letsch, Max-Liebermann-Str. 28, 80937 München <info"at"paulo-freire-ges.de>

Bank für Sozialwirtschaft, 8832203 BLZ 70020500, Mitgliedsbeitrag und Spenden sind steuerabzugsfähig! 

Unsere BLOGs, mit der Möglichkeit, auch als Gast zu kommentieren: http://paulo-freire.blog.de



2° voll Angst und Verlangen

Die Praxis des Theater der Unterdrückten nach Augusto Boal in Zeiten der Globalisierung

öffentliche Theaterwerkstatt und Aufführung
So 16. März 2008 14-18 Uhr und 20 Uhr
im Eine Welt Haus Schwanthalerstr. 80


In Zusammenarbeit mit dem Nord-Süd-Forum München, gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München


ForumTheater ist die bekannteste Methode im Theater der Unterdrückten, das Augusto Boal im Kampf gegen die Militärdiktatur in Brasilien entwickelte.

Zu seinem 77. Geburtstag am 16. März finden auf Vorschlag der kanadischen KollegInnen im Headlines Theatre for living international ForumTheater-Werkstätten und Aufführungen statt. Augusto ist auch für den Nobelpreis vorgeschlagen.

2° voll Angst und Verlangen thematisiert unseren Umgang mit den Informationen zur Klimaveränderung, die sich bei uns noch weniger als in allen schon bisher bedrohten Regionen auswirkt: Ein wenig sparen ist zu wenig: Wie können ernsthafte Änderungen zu einem neuen nachhaltig verantwortlichen Lebensstil führen?

Aus unseren Eindrücken und Überlegungen bilden wir in der Theaterwerkstatt Szenen, die wir dem Publikum am Abend zur Veränderung vorstellen, um Grundlagen für konkretes & gemeinsames Handeln zu finden.

mehr Information: http://forumtheater.blog.de und http://forumtheater.wikispaces.com

Augusto Boal: Theater der Unterdrückten, Übungen und Spiele für Schauspieler und Nicht-Schauspieler, Suhrkamp TB neue folge 361

Der Regenbogen der Wünsche, Methoden aus Theater und Therapie

Simone Odierna, Fritz Letsch: Theater macht Politik, Forumtheater nach Boal, Werkstattbuch, www.agspak-buecher.de


TheaterWerkstatt-Teilnahmebeitrag 10€ Ermässigung möglich, Abendvorstellung: Spenden für Ashàninka -Partnerschaft; Teilnahme-Zertifikat für pädagogische Berufe möglich

in Zusammenarbeit mit dem Nord-Süd-Forum München e.V. im Eine Welt Haus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München




Das (leider noch nicht aktuelle) Verzeichnis unserer Publikationen, früher schrieben wir auch die zeitschrift für befreiende Pädagogik


Von befreiender Bildungsarbeit zur Pädagogik der Autonomie

9.Oktober – 21. Oktober 2007 in Berlin


Der dialogische Bildungsansatz von Paulo Freire hat ganze Generationen von Pädagogen angeregt, sich mit der „Kultur des Schweigens“ in Gegenwart und Ver-gangenheit und der eigenen Biographie auseinanderzusetzen. Die Frauenbewegung, die interkulturelle Bildung, die internationale Friedens- und Konfliktbearbeitung haben sich von der Freire-Konzeption inspirieren lassen. Der Hauptbezug hierbei war das in 28 Sprachen übersetzte Werk Freires „Die Pädagogik der Unterdrückten“.


Inzwischen haben Globalisierung, Menschenrechtsverletzungen, Kultur- und Religionskämpfe und Umweltfragen zu einer erneuten Auseinandersetzung mit der befreienden Pädagogik geführt. Neue Arbeiten von Paulo Freire, die er nach seiner Rückkehr in Brasilien publizierte, wo er 1997 starb, bieten einen reichen Schatz für diese Theorie-Praxisreflexionen und haben zu der Herausgabe von drei neuen Büchern in deutscher Sprache durch das Comenius-Institut in Münster geführt. Eines dieser Bücher ist die „Pädagogik der Autonomie - Autonomie in der Pädagogik“ in der sich Freire intensiv mit Bildungsfragen angesichts von neoliberaler Entwicklung auseinandersetzt und welches eine Seminar in Berlin vom 19.Oktober – 21. Oktober 2007besondere Bedeutung für die aktuelle Diskussion hat.


Ziel des zweitägigen Seminars ist es, im Dialog verschiedener Praxismodelle befreiender Pädagogik erste Ansätze einer Systematisierung für ein aktuelle, ethisch begründete politische Bildungsarbeit und das globale Lernen in Deutschland zu entwickeln. Dieses gilt für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.

Mit dem Seminar wollen wir im Sinne eines intergenerationellen Dialogs „von unten“ Raum für folgende Seminar in Berlin vom 19.Oktober – 21. Oktober 2007Debatten geben:

Wie wurde die „Pädagogik der Unterdrückten“ der 70er in der „Pädagogik der Autonomie“, dem Titel des letzten Buches Freires, das einen Monat vor seinem Tod vor 10 Jahren veröffentlicht wurde, weiterentwickelt?

Wie kann eine ethisch begründete Bildungsarbeit die angesichts von Globalisierung und der Verletzung von Menschenrechten notwendig ist, gestaltet und dabei die Anregungen von Freire und der „educación popular“ aus vielen Ländern des Südens aufgegriffen werden?

Wie lässt sich eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Praxisansätzen der Freire Pädagogik in Deutschland gestalten?

Welche Relevanz hat die Freire-Konzeption angesichts von Globalisierung, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung?


Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an LehrerInnen, PädagogInnen in der Friedens- und Menschenrechtsarbeit und entwicklungs-politisch Engagierte, die in den verschie-densten Kontexten in Deutschland oder international arbeiten und/oder Erfahrungen mit der Freire Pädagogik gesammelt haben.


Wer ist das Paulo Freire Institut?


Das PFI wurde 1998 im Rahmen der Internationalen Akademie an der Freien Universität Berlin gegründet. In enger Zusammenarbeit mit der Paulo Freire Gesellschaft (PFG) in München arbeiten wir in der Lehrerbildung zum Globalen Lernen, zur Interkulturalität, in der internationalen Lehrerbildung und der Friedenserziehung.

Wir vermitteln in Berlin an Schulen in sozialen Brennpunkten ehrenamtliche Lesepaten und bilden diese fort und führen regelmäßig öffentliche bildungspolitische Debatten im Rahmen des Kreuzberger Bildungsforums durch.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit NROs und Institutionen der Lehreraus- und fortbildung in Deutschland und Lateinamerika, die sich in den Initiativen „Vagamundos“ (Chile) und „Lehrer ohne Grenzen“ (Berlin) organisiert haben.

Schwerpunkt der Arbeit liegt stets in der dialogischen Pädagogik des „Lernens im gegenseitigen Austausch“, der Erinnerungsarbeit und des ‚Globalen Lernens’.


Programm


Freitag, 19. Oktober


15:00 Uhr Eröffnung des Seminars (Ilse Schimpf-Herken (Paulo Freire Institut)/Oscar Jara (ALFORJA, Costa Rica)

16:00 Uhr-18:00 Uhr Präsentation verschiedener Praxisbeispiele (in zwei parallelen Gruppen)

18:00 Uhr-19:00 Uhr Abendbuffet

19:00 Uhr-21:00 Uhr Erfahrungen mit der Freire-Pädagogik in den letzten 20 Jahren,
am Beispiel Zentralamerika; Versuch einer Systematisierung
(Oscar Jara, ALFORJA, Costa Rica)


Samstag, den 20. Oktober


9:00 Uhr-10:30 Uhr Präsentation von Ansätzen befreiender Pädagogik (schulische, außerschulische und internationale Bildungsarbeit)

11:00 Uhr-13:00 Uhr Von der Pädagogik der Unterdrückten zur Pädagogik der Autonomie Einführung mit Thesen und anschließend Arbeitsgruppen

13:00 Uhr-14:30 Uhr Mittagessen

14:30 Uhr-15:30 Uhr Gruppenbildung (Open Space Prinzip)

15:30 Uhr- 18 Uhr Gruppenarbeit (Open Space Prinzip)

18:00 Uhr-19:00 Uhr Buffet

19:00 Uhr-21:00 Uhr Buchpräsentation der vom Comenius Institut herausgegebenen Bände durch Peter Schreiner (Comenius-Institut)


Sonntag, den 21. Oktober


10:00 Uhr-12:30 Uhr Präsentation der Arbeitsergebnisse – Versuch einer Systematisierung

12:30 Uhr-14:00 Uhr MittagsbuffetSeminar in Berlin vom 19.Oktober – 21. Oktober 2007

14:00 Uhr-16:00 Uhr Planung der weiteren Arbeit in Arbeitsgruppen

(Schule; Globales LerVon befreiender Bildungsarbeitnen/internationale Bildungsarbeit; Vernetzung/Systematisierung)

Anmeldung

Paulo Freire InstitutSeminar in Berlin vom 19.Oktober – 21. Oktober 2007

Wiclefstr. 17

10551 Berlin

Tel. 030-3964749/Fax:03039494450

Email: aki-krishnamurthy@gmx.de


Anmeldungen werden bis zum 24. September 2007 erbeten.

Teilnahmegebühren belaufen sich auf 30,-€/10,- € für Studenten/Personen ohne Einkommen. Unterbringung privat.


Die Mailing-Gruppe für die aktuellen Informationen: http://de.groups.yahoo.com/group/paulo-freire
und öffentliche Fragen an alle Interessierten am Besten gleich dort stellen.


Carlos Nunez Hurtado: Erlaubnis zum Denken...

Educación Popular. Vorschläge und Debatte auch als PDF


und das neue Forum zu partizipativen Arbeitsweisen zum diskutieren der Beteiligungs-Methoden.

Mitgliedschaft in der PFG: im Jahr etwa Euro 40.- Mitgliedsbeitrag (auf 30.- ermässigt für Studierende + bis Null für Erwerbslose)


auf dieser Seite: [ befreiende Theologie ] [ Cuba-Heft ] [Zeitschrift ] [Adios Paulo Freire ] [ Nachruf ]
[ Seminare ] [ Theater-Methoden ] [ Globales Lernen ] [ interkulturelles ] [ Reisen & ...]


Die wichtigsten Verbindungen zu den Basisbewegungen in Mittel- und Südamerika:
Alforja,
(die Satteltasche), der mittelamerikanische Zusammenschluß, und das Instituto Paulo Freire in Sao Paulo
haben homepages und pflegen die Internationalen Kontakte; KollegInnen hierzulande sind hier zu finden: www.paed.com/freire

Das Paulo Freire Zentrum Wien wurde 2004 durch den Mattersburger Kreis und die ÖFSE gegründet.
Ziel ist eine wissenschaftliche Auseinandersetzung von Theorie und Praxis in der Entwicklungspolitik. ...
Porzellangasse 33a/IV/1 A-1090 Wien Tel.: ... 01 / 4277-18340 Fax: 01 / 4277-18349
E-mail: mk.int-entwicklung€univie.ac.at  http://www.oefse.at/print/ueberuns/pfz.htm


weiteres, ausführlicher auf dem BLOG, auch die Ergebnisse

Schulprojekt im Rahmen der Münchner Agenda 21 in Neuperlach mit Mirtha Monge

Heft gegen ausbeuterische Kinderarbeit mit der Agenda 21 Eine Welt München erstellt

Wie man selber Comix macht: Juan Acevedo war in München

projekte zum Forum-Theater auf den mail-gruppen:

gsundheit bringt die Theater-Arbeit der Migranten-Kids 2003
boal-in-der-schule
von der Lehrenden-Fortbildung bis zu Schüler-Projekten
forum-Theater in allen Variationen der gesellschaftlichen Beteiligung
Forum-Theater-fhm
für Studierende der fhm, fachhochschule münchen, fachbereich Sozialwesen
Forum-Theater3Leitplanke
für die früheren Projekte der Studis mit Migranten-Kids
Forum-TheaterLMU
für die früheren Studierenden der Theaterpädagogik an der LMU
edu-theatre
is an english list on theatre-pedagogy

Freinet-Schulen: auf http://freinet.paed.com/ ein Board, auch zum Verhältnis Freinet - Freire:
und viele Beispiele wie Selbstverwaltung der Klasse in Form einer Kooperative und freier Ausdruck, tastendes Versuchen (experimentelles Lernen), Selbtätigkeit, Kooperation, Arbeitsmittel

frühere Projekte, zur Erinnerung:

MV 2002: freiria – Einladung zum Mitgliedertreffen und Mitgliederversammlung, Bericht folgt hier unten

Freir ia*: * Feria als Markt, Freiria als Markt der pädagogischen Arbeits-Methoden

Die Praxis der befreienden Pädagogik nach Paulo Freire in Zeiten der Globalisierung
öffentliche Veranstaltung für Studierende, (Sozial-) PädagogInnen und Interessierte
Samstag 23. November 2002 19.30 in München, Eine Welt Haus, Schwanthalerstr. 80

In Zusammenarbeit mit dem Nord-Süd-Forum München,
gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Freiria - Erfahrungen mit der Arbeit nach Paulo Freire
mit 18TeilnehmerInnen am 23.11. von 19.30 - 23 Uhr (und MV am 24.11.2002)

Unter dem Titel "Freiria", der aus dem Namen Paulo Freires und dem Wort Feria
für Marktplatz zusammengesetzt ist, lud Fritz Letsch in der Moderation zum
Austausch der Teilnehmenden zu ihren Projekten ein.

Weiteres Ziel des Seminars war es, über neue Erfahrungen in der Pädagogik
nach Paulo Freire (Brasilien) - Pädagogik der Autonomie - zu berichten, um
damit Anregungen für die eigene Praxis zu geben.

Es berichteten Prof. Manfred Peters von der Friedensuniversität aus
Namur/Brüssel. Er gab zunächst eine kurze Einführung zur Person und den
pädagogischen Ansätzen von Paulo Freire, einem der bedeutenden Pädagogen
unserer Zeit, der 1997 starb.

Er berichtete dann über seine Arbeit in der Beratung und Unterstützung von
Basis-Alfabetisatoren im Gebiet der großen Seen in Afrika. Deutlich
wurde, wie wichtig realitätsbezogene, generative Themen und eine aktive
Dokodierung für einen guten Erfolg der Arbeit sind.

Maria Gorius aus Köln berichtete aus ihrer Praxis spez. mit Jugendlichen im
Anti- Gewalt-Bereich, auch in den neuen Bundesländern. Sehr interessant, so wurde
herausgestellt, sind dabei Formen der Theaterarbeit, insbesondere das
Forum-Theater nach Augusto Boal aus Brasilien.

Ein Projekt "Domino" an der Fachhochschule Merseburg und in Halle hatte zum
Thema Zivilcourage Workshops und eine Fortbildungsreihe, auch mit Augusto
Boal angeboten.

Heinz Schulze von der Agenda 21 - Eine Welt - stellte seinen Beitrag unter
das Motto: Der Lehrer ist Politiker und Künstler, eine Aussage von Paulo Freire.

Konkret zeigte er auf, wie in der Kampagne: München gegen ausbeuterische
Kinderarbeit" auch "nach Freire" gearbeitet werden kann:
Dialogische Aktion, das Arbeiten mit "generativen Themen", Vorbereitung
eines entsprechenden Stadtratsbeschlusses, eines "Runden Tisches" mit
unterschiedlichen Interessensgruppen auch aus der Wirtschaft sowie Bildungs- und
Öffentlichkeitsarbeit waren die Eckpunkte. Bei der anschließenden Diskussion ging es um Fragen
"Was ist ausbeuterische Kinderarbeit" und, ob es nicht schlecht für die Kinder sei,
wenn sie nicht mehr arbeiten dürften.

Bei einer Übung zur Konfliktaufstellung im Schulhof wurde zum Abschluss mit
den TeilnehmerInnen demonstriert, wie in der Abbildung eines Konfliktes die
Hintergründe der Beteiligten sichtbar gemacht werden können und .

Frau Ilse Schimpf-Herken (Berlin) berichtete am nächsten Tag über zwei
interessante Erfahrungen:

Wie in Berlin-Kreuzberg in der interkulturellen Arbeit "Lesepaten" für Schulen mit
hohem Ausländeranteil gefunden wurden und wie prima das läuft. Sprachkompetenz
wird erworben - nicht durch "pauken", sondern durch Geschichten-Lesen.

Ein anderes wichtiges Projekt war der Austausch mit LehrerInnen aus Chile -
über Ansätze der Pädagogik Freires, Kodierungen - Dekodierungen etc. Das könnte ein
interessantes Projekt auch innerhalb der Städtepartnerschaft München-Harare mit InWent
sein. Von einigen TeilnehmerInnen wurde der Wunsch an die Paulo Freire Gesellschaft
herangetragen, ein "Glossar" zu erarbeiten, in dem die Begriffe der Freire-Pädagogik kurz
erläutert werden.

Fazit: Eine gelungene Veranstaltung für Interessierte und MultiplikatorInnen
im Bereich des globalen Lernens und der theaterpädagogischen Arbeit, die wichtige
Ansätze gezeigt hat, und dass wir auch vom "Süden" lernen können.
Wichtig war auch der Austausch mit einigen Studierenden, die selbst
Theaterarbeit als gewaltpräventive Arbeit einsetzen wollen, aber noch unerfahren sind.
26.11.02 fritz


Sonderband: in dt. span. port. engl. frz. & catalan. (5.-)

Adios Paulo Freire Titelbild


wir haben einen lieben Freund verloren ...

Paulo Freire verstarb 75-jährig in Sao Paulo an den Folgen eines Herzinfarktes


Am Freitag, 2. Mai '97 verstarb unser Freund und Vorbild Paulo Freire.
Wie kein anderer pflegte er den Dialog und ermunterte alle pädagogisch
und politisch Tätigen, die Lebenswelt mit den Lernenden zu teilen und
mit ihnen gemeinsam Wege zu entwickeln, ihre Situation zu verändern.
Wir werden versuchen, sein Anliegen weiter zu verwirklichen.


unser vollständiger Nachruf mit einer Kurzbiografie

Modelle für die Seminarplanung

Hiermit stellen wir Seminare zu verschiedenen Themen- und Praxisbereichen vor,
die die Paulo Freire Gesellschaft - z.T. in Kooperation mit anderen Trägern - durchführt.

Darüberhinaus bieten wir Seminarmodelle an, die Sie Zielgruppen -bezogen mit uns planen bzw. abrufen können.
In Einzelfällen können wir Ihnen bei der Finanzierung und Haussuche für ein Seminar behilflich sein.

Falls Sie Interesse an einer Einzelausschreibung für ein bestimmtes Seminar haben
oder an einer Kooperation interessiert sind, wenden Sie sich bitte an die jeweilige Adresse


1. Einführung in die befreiende Pädagogik


Grundlagen befreiender Pädagogik, Menschenbild, 
Methoden befreiender Pädagogik in Lateinamerika und Europa


2. Vertiefende Seminare


Weiterentwicklung der Theorie Paulo Freires, Theoriebildung
Von der "Pädagogik der Unterdrückten" zur "Pädagogik der Hoffnung"
Seminar zur Weiterentwicklung der befreienden Pädagogik für MultiplikatorInnen aus der Bildungsarbeit
<>


3. Theaterarbeit


Orfeo: Entwurf für eine politische Verführung Fritz Letsch
Den Weg vom persönlichen Angerührt-Sein ...
... zur ansprechenden politischen Aktion

Seltsam diskret verhalten sich viele meiner Freundinnen und Freunde,
wenn es um Themen und Aktionen von attac geht: klingt zu aggressiv ...
und was es an diversen - natürlich ernst zu nehmenden - Begründungen gibt, sich von schwierigen politischen Auseinandersetzungen fern zu halten.

"attacies" nehmen das offenbar nur am Rande wahr: Je grösser die Mission, desto kleiner der Kreis ... was nicht sehr demokratisch, aber sehr sehr avantgardistisch kommt.

Und da ich beide Seiten kenne, beunruhigt es mich etwas, die Vergeudung der Energien zu erleben, die heroische Seite der Kompetenz, aber auch die kleine Verzweiflung dazwischen, wenn doch mehr Arbeit mit weniger Echo belohnt wird.

Da - zwischen eine Theatergruppe anzusiedeln, die beide Seiten aushält und respektiert, die aus der Spannung der Menschen eine Spannung der Aufführung machen kann, eine neue Form von Aufführung entwirft - das reizt mich.

Start: Ein offener Workshop zu Theater-Methoden
Salat: Mix aus rohen Fakten und korrespondierenden Zutaten
Suppe: Kräftig durchgezogene Realitäten und Erfahrungen
First: Vegan ernährtes Lamm an Rosmarin-Büscheln: Opfer-Haltungen
Secundo: Raubfisch als Lern- und Arbeitsform
Dessert: Flammende Herzen umrahmt von kühlen Gedanken.
Dazu kühles Wasser, ein voller Wein, nach Bedarf Kaffee, Zigarren
die Eigenarten der Einzelnen unterstreichend und Respekt fördernd.

Im Klartext: Menüs entwickeln, die den eigenen Genuss zur Einladung werden lassen ...

Die Einladung musst du allerdings selbst aussprechen – wenn du kannst. Ansonsten besorg jemand, die / der dazu bereit ist!

Mehr und comments bitte auf
http://culturejammingtheater.blogspot.com/2005/03/culture-jamming-mit-theater-methoden.html

Halbjähriges Trainingsprogramm für BOALMETHODEN

Anliegen: Über den Zeitraum eines halben Jahres für jeweils eineinhalb Tage pro Monat soll eine Einführung in die Methoden der Theaterarbeit von Augusto Boal stattfinden.
Teilnehmen können alle, die Interesse und Lust haben, diese Methodik zu erlernen, insbesondere die, die sie auch weiterhin für ihre Arbeit verwenden wollen.
Innerhalb der 6 Monate soll erreicht werden, daß am Ende zumindest eine Kleingruppe von mindestens 4 Teilnehmenden in der Lage ist, diese Methodik selbständig anzuwenden und einzusetzen.
Besonders geeignet erscheint das Boalsche Forumtheater, um Lern- und Wachstumsprozesse in thematischen Gruppen zu reflektieren und zu unterstützen.
Durchführung: Die monatlichen Treffen setzen sich jeweils aus einem kurzen theoretischen Teil, Methodentraining und Arbeit am Stoff zusammen.

Der theoretische Teil umfaßt: Einführung in Leben und Werk Augusto Boals, /"Theater der Unterdrückten", die verschiedenen Methoden wie unsichtbares Theater, Zeitungstheater , Statuentheater, Forumtheater, Legislatives Theater, Rolle des Joker, Moderator ect. ) Weltweite Verbreitung seiner Methodik, Verwandtschaft zur Pädagogik der Befreiung von Paolo Freire, aber auch die wahlweise Beschäftigungen mit anderen Ansätzen der Theaterarbeit )

Das Methodentraining: Hier geht es um Bewegungs-, Atmungs, und Stimmbildungsübungen, Spiele und Bühnentechnik Aber natürlich auch um die reine Methodik der Statuen- und Forumtheaterarbeit.

Die Arbeit am Stoff: Das Material für die Forumszenen ergibt sich grundsätzlich aus den Erfahrungen der Teilnehmenden oder aus Material, das aus Gesprächen mit einer bestimmten Zielgruppe für Aufführungen entnommen worden ist.

Meistens geht der Materialsammlung mit Hilfe von Statuenarbeit die Themenfindung voraus. Die Materialien werden dann zu Forumszenen stilisiert und aufgearbeitet, entfremdet und dramatisiert. Teilweise geschieht dies über Tonbandaufnahmen und Transkriptionen der Texte, die nach Fertigstellung wieder als Stück einstudiert werden.

Benötigt wird: eine Gruppe von Teilnehmenden zwischen 5 und 15 Leuten, ab 12 Personen wäre ein Cotrainer sinnnvoll und anzuraten. Besonders reizvoll kann die Zusammenarbeit mit einer/m Bühnenregisseur(in)sein, aber auch einfach ein weiterer Boalmensch wäre vorteilhaft.

Ein Proberaum, je nach Gruppengröße mindestens 40 qm, Bühne ist erst ziemlich gegen Ende notwendig
Möglicherweise die Zusammenarbeit mit einem Offtheater oder einer anderen kleinen Bühne wegen eventueller Requisiten, Bühnentechnik wie Beleuchtung , Bühne und eventueller bühnentechnischer Beratungen kann effektvoll sein, gesamter Punkt (3) ist aber auf keinen Fall notwendig!!!

Ein entsprechend interessiertes Publikum am Ende der Probezeit und unter Umständen auch schon während dessen) wäre sinnvoll, Jugendliche bis15 Jahre sind äußerst dankbare Mitspieler.
Ein Honorar von ca. 500 bis 900 Euro je nach Gruppengröße, Dauer der Veranstaltung, /pro Wochenende, falls mehr Geld aufzutreiben sein sollte, dann lieber mit einem zweiten Menschen

Wie eine Forumtheateraufführung funktioniert:

Die Gruppe führt ein vorher einstudiertes Stück vor. Die Szenen sind so aufgearbeitet,
daß die Konfliktsituation leicht erfaßbar ist
und die Identifikation mit einem dem Protagonisten ohne weiteres möglich ist.
Nach einer Pause wird die Aufführung wiederholt.

Nun fordert der Moderator die Zuschauer auf, STOP zu rufen,
wenn Ihnen an dem Stück etwas nicht gefällt.
Sie können die Schauspieler auffordern eine Szene anders zu spielen
oder selber in das Stück einsteigen und versuchen, in der entsprechenden Situation anders zu agieren.


Theater der Unterdrückten (Augusto Boal),
Theater und Bewußtseinsbildung,
Aus- und Fortbildungsangebote

Das Theater der Unterdrückten in der Schnittstelle zwischen Wahrnehmung und Bewußtsein,
künstlerischem Ausdruck und politischer Veränderung.

Vom Rollenspiel zum Forumtheater: Mit Theaterarbeit Veränderung lernen
Ausgehend vom Körper und den Themen der Teilnehmenden stellen wir im Statuten-Theater Bilder von Druck und Unterdrückung in einer Galerie zusammen. Mit verschiedenen Techniken des Bildertheaters untersuchen wir die Zusammenhänge, hören Stimmen, lesen Gedanken und achten auf den dramatischen Punkt der möglichen Veränderung:

Einführungskurs Theater der Unterdrückten in der Sozialarbeit
Fortbildungen zum Theater der Unterdrückten: Der Joker führt durch die Krisis zur Befreiung ... und bis zum Legislativen Theater

STOP TABU - Theater der Unterdrückten, 3 x 3 Tage Einführung und Fortbildung, in Zusammenarbeit mit Fort-/ Bildungsträgern: Fritz Letsch

Für Demokratie und Beteiligung
Szenen aus der Altenpflege am Marienplatz 2003


4. Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit / Globales Lernen


Globales Lernen, entwicklungsbezogene Bildungsarbeit, Solidaritätsarbeit, Praktikum in der "Dritten Welt", Alphabetisierung in Afrika

Agenda 21 - Umwelt und Entwicklung / nachhaltig wirtschaften. Der Prozeß der Erstellung einer lokalen "Agenda für das 21. Jahrhundert" und die Fragen einer zukunftsfähigen Entwicklung mit bes. Augenmerk auf die Nord- Süd-Fragen

Ausarbeitung von bewußtseinsbildenden Materialien (Alphabetisierung und Postalphabetisierung) für die Länder der Großen Seen (Bukarin, Zaire) : Prof. Dr. Manfred Peters

Praktikum in der 3. Welt ?!
Das Seminar richtet sich insbes. an Studierende der Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Pädagogik, die sich mit dem Gedanken tragen, in einem Land der sog. 3. Welt ein Praktikum zu machen. Thematisiert werden: Sinn und Unsinn, Möglichkeiten und Grenzen eines Praktikums in einem "3.-Welt- Land", sinnvolles Engagement? interkulturelle Begegnung, soziale Wirklichkeit in Ländern des Südens, Rollenerwartungen, "Helfen und Lernen", Vorbereitung... Es findet keine direkte Vermittlung von Praktikaplätzen statt.

"Volkserziehung in Lateinamerika" education popular :
Prof. Dr. Thomas Schreijäck, Trudi und Heinz Schulze 

"Lernziel Solidarität" - Aktuelle Herausforderungen und Chancen der EineWelt-Solidaritätsarbeit. Mehr vom bisherigen Gleichen machen oder
das Prinzip Hoffnung in schweren Zeiten?
Für Engagierte in "3.-Welt-Gruppen":  Heinz Schulze

Globales Lernen
Wie können Ansätze ganzheitlichen, fächerübergreifenden, projekt- und handlungsorientierten Lernens in die Praxis umgesetzt werden? Zielgruppe: LehrerInnen, MitarbeiterInnen in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung: Inge Ruth Marcus, Berlin.


5. Interkulturelles Lernen


Interkulturelle Handlungskompetenz - interkulturelle Beratungsarbeit
Interkulturelle Handlungskompetenz im psychosozialen Feld

"Unsere Augen sind voll Tränen" - Landkonflikte in Lateinamerika. Seminar des RPI (Religionsunterricht an den Niedersächsischen Gesamtschulen): Wilhelm Behrendt

Methoden und Hilfen für die Arbeit mit mißhandelten Frauen
(Erfahrungen aus Mexiko und Israel): Susana Pendzik

Interkulturelles Lernen mit Theater- Methoden in der Schule, Ein Angebot fuer LehrerInnen, schul-begleitende Jugendarbeit und Schulsozialarbeit, auch als Schul-interne-Fortbildung oder Stadtbereichs- Seminar mit Ansaetzen aus dem Community-Organizing. Fritz Letsch < mailto:fritz"at"joker-netz.de>


6. Schule


Schule und befreiende Pädagogik, Methoden / Didaktik,

Wir lernen mit Methoden der Vergangenheit in der Gegenwart,
soll das in der Zukunft so weitergehen?
Konkrete Veränderungsmöglichkeiten, speziell an den Schulen :
Inge Ruth Marcus, Berlin

in weiterführenden Schulen: Marita Hecker, Frankfurt

Schulsozialarbeit und Jugendsozialarbeit : Wilhelm Behrendt


7. Drogen


Suchtprävention, - ursachen, - definitionen, gesellschaftliche Widersprüche,
zwischen Dialog und Strafe, Informationen und Mythen, Drogen / Politik /
Wirtschaft / Drogenberatung

Warum Pippi Langstrumpf kein drogengefährdetes Heimkind wurde
Fachseminar für SozialpädagogInnen in der Drogen- und Jugendarbeit:
Andreas Schauder < mailto:A.Schauder"at"t-online.de>, Wolfgang Wiedulle

"Coca ist kein Kokain" - von der "Mama Coca" zum Kokain" : Andreas Baumgart, Heinz Schulze


8. Besondere Anlässe und Zusammenarbeiten


Entwicklung der Cuba- Partnerschaft mit dem CIE  Centro Intercambio Educacional Graciela Bustillos in Cuba im Paedagogischen Bereich (LehrerInnen-Zusammenschluß, weitere Begegnungs-Reisen in Planung)

Zusammenarbeit mit Alforja (Zusammenschluß der educacion popular in Mittelamerika)

* Encuentro Caribeno de Educación Popular "Acción y Conocimiento para el Siglo XXI * 2.do Taller Internacional: Paradigma Emancipatorio y Modernidad en Amércica Latina - Claves de la Educación Popular - (13.-17.1.1997 in La Habana, Cuba).

Mitgliedschaft in der Paulo- Freire- Gesellschaft
für Einrichtungen Euro 60.-
für Einzelpersonen Euro 40.-
ermässigt (Studierende, Alo etc.) Euro 30.-

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