Zweifelsohne sind Fanzines eine große Bereicherung für jede Fanszene. Wir sind der Meinung, dass auch Bad Cannstatt ein Fanzine verdient hat. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht für die Cannstatter Szene ein Magazin herauszugeben. Keine Klolektüre, sondern ein Zine, das der ehrwürdigen VfB-Anhängerschaft auch vollauf gerecht wird. Deshalb wird bei uns auch kein Schund geschrieben, geschweige denn veröffentlicht. Wir stellen einen hohen Anspruch an uns selbst und wollen ein qualitativ hochwertiges Fanzine anbieten. Ein Fanzine das gut lesbar, informativ und unterhaltsam ist. Und wir denken, dass uns dies bislang meist ganz gut gelungen ist.
Unser Ansporn
Machen wir es kurz: Unser Ansporn sind zunächst einmal all jene, die Im Zeichen des Brustrings kaufen und sich daran erfreuen und uns dies bestenfalls auch noch mitteilen. Denn euer Zuspruch ist unsere Motivation! Über Anregungen, Kritik und Lob freuen wir uns jederzeit. Bitte benutzt dafür das extra eingerichtete Forum.
Ohnehin, wo sonst kann man die Erlebnisse der vergangenen Monate noch einmal besser Revue passieren lassen als in einem guten Fanzine?!? In unseren Erlebnisberichten zu den VfB-Spielen der Profimannschaft stellen wir natürlich nicht den eigentlichen Kick in den Vordergrund (den kann man in der Tageszeitung nachlesen), sondern das ganze Drumherum. Wir erzählen die Geschichten der Fans. Wir berichten was die Fans aus der Kurve interessiert und bewegt. Wir wollen unsere Erlebnisse und unsere Emotionen so authentisch wie möglich rüberbringen. Wir nehmen kein Blatt vor den Mund, sondern schreiben so wie wir es meinen. Ohne Beschönigungen, einfach gerade heraus. Neben den im Mittelpunkt stehenden Spielen berichten wir im Heft aber auch über alle möglichen aktuellen fanspezifischen Themen oder führen beispielsweise Interviews mit Spielern und Fans anderer Vereine. Für abwechslungsreichen Lesespaß dürfte auf jeden Fall gesorgt sein.
Zum anderen liegt es uns am Herzen andere Fans über aktuelle Fanthemen zu informieren, aufzuklären und zum Nachdenken anzuregen. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Kommerzialisierung und die präventive Sicherheitspolitik mehr denn je die Freiheiten der Fans einschränkt, ist es wichtig und notwendig ein Bewusstsein für die Situation zu entwickeln und entsprechend zu handeln.
Von damals bis heute
Ursprünglich ist das Fanzine Im Zeichen des Brustrings ein Heft des VfB-Fanclubs Supporter Boyz. Am Anfang, sprich in der Saison 2001/2002, stand zunächst lediglich die Idee sämtliche selbst verfassten Spielberichte von der Internethomepage des Fanclubs in ein Heft zu packen. Kurzerhand legte man auch als Einzelperson los, was hatte man schon zu verlieren. Wie viel Arbeit ein solches Projekt jedoch mit sich bringt, erkannte man erst, als man schon mittendrin steckte. Das Hauptaugenmerk lag damals, so wie auch heute, auf den textlichen Inhalten. Auf layouterische Qualitäten legte man bei den ersten Ausgaben noch keinen großen Wert. Trotz des enormen Aufwands, den man als Einzelperson mit der Erstellung des Magazins hatte, folgten auf die ersten Ausgaben immer eine nächste und da das Heft unter der Anhängerschaft immer größeren Anklang fand, entschloss man sich ab der 4. Ausgabe die Redaktion zu verstärken, die Auflage nochmals deutlich zu erhöhen sowie das Layout qualitativ anzuheben. Schnell war aber auch die Arbeit zu zweit bzw. zu dritt fast nicht mehr zu bewältigen und da mit der Qualität und dem Umfang der Artikel sowie des Layouts auch der Arbeitsaufwand kontinuierlich weiter anstieg, suchte man fortan weitere fähige Verstärkungen für unser kleines Redaktionsteam. Zur Ausgabe 7 wurde diese dann endlich gefunden und heute kann man sicherlich behaupten, dass das IZdB sowohl optisch als auch inhaltlich zu den besten Werken auf dem deutschen Fanzinemarkt gehört und sich die Zeitschrift mit der Zeit zu einem richtigen Szene-Schmöcker in Cannstatt gemausert hat. An der Herstellung sind mittlerweile bei weitem nicht mehr ausschließlich Mitglieder der Supporter Boyz beteiligt, sondern VfB-Anhänger aus der gesamten aktiven Cannstatter Ultra- bzw. Fanszene. Heute arbeiten im Schnitt zwischen sechs und acht Leuten aus der Fanszene am Heft mit. Dennoch stellt sich jede Ausgabe als großer Kraftakt dar, da der Großteil der Arbeit immer an zwei bis drei Leuten hängen bleibt und sich die Tätigkeit trotz der Arbeitsteilung als sehr zeitintensiv erweist. Dies ist nicht weiter verwunderlich, schließlich beschränkt sich das Engagement fast aller Redaktionsmitglieder in der Szene nicht nur auf die Mitarbeit beim Fanzine und auch privat und beruflich hat man schließlich noch andere Pflichten. Trotz allem haben wir es aber bislang immer geschafft jeweils halbjährlich eine neue Ausgabe herauszubringen und dies wird auch in der nahen Zukunft unser Ziel sein. Die fast ausschließlich positive Resonanz gibt uns dabei natürlich Antrieb weiter zu machen. Dennoch können wir aufgrund der oben genannten Gründe nicht sagen, wie lange es Im Zeichen des Brustrings noch geben wird.
Wo das Geld noch etwas wert ist
Wenn wir das Fanzine auf der Straße unter die Leute
bringen bzw. diese es uns aus den Händen reißen (wollen), bekommen
wir des Öfteren zu hören, dass drei Euro viel zu teuer seien. Überhaupt
verkehren ums Stadion viele, vor allem junge Fans, die nicht bereit sind auch
nur einen Cent für ein Fanzine auszugeben. Wir meinen, dass drei Euro
für den enormen Aufwand, der hinter dem Heft steckt, durchaus gerechtfertigt
sind. Und auch wenn es manch einer nicht glauben mag, auch das Papier und
die Produktionskosten wollen gedeckt sein.
Letztlich muss natürlich aber jeder selbst entscheiden ob er die drei
Euro lieber in ein Heft mit vielen satten Berichten und Bildern, welches nach
dem Prinzip von Fans für Fans gemacht wurde, oder in ein
überteuertes Stadionbier investiert. Entscheidet selbst wovon ihr mehr
habt...