Cover des englischen (UK) VHS Relase
Der Anime

Zeichnungen: Von der optischen Qualität braucht sich diese 1994/95 erschienen OVA nicht verstecken, und übertraf damals wohl alles andere was zeitgleich erschienen ist, und braucht sich selbst heute noch nicht zu verstecken. Zuerst stechen natürlich die wunderschönen Character Designs heraus, insbesondere was Augen und auch bewegte Haare angeht. Einzig bei den Seitenansichten sind etwas gewöhnungsbedürftig (Kinn steht zuweit vor, nase etwas merkwürdig geformt und ist fast auf Nasenhöhe - sieht fast aus wie ein Backenhörnchen und dazu geführt das einige Personen sie auch "Oversexed Chipmunks" nennen).

Aber auch abseids des Charadesigns ist Plastic Little sehr gut gelungen - die Animationen sind sehr flüssig, auch in Massenszenen, z.B. der Markt zu beginn, sind durchgehend alle Personen animiert. Ebenso gibt es viele Kamerafahrten perspektivische Kamerafahrten, incl einiger sehr gut gemachter Zooms und auch sämmtliche Hintergrundzeichnungen sind sehr schön gemacht.

Musik: Neben der spektakulären Optik, besticht Plastic Little auch durch einen guten Soundtrack - im gegensatz zu vielen OVAs die nur auf billige Synthesiser zurückgreifen, nutzt Plastic Little ein echtes Orchester, welches den Soundtrack auf einen recht hohen Level hebt - trotz einiger sehr schönen Stücken wie z.B. die Verfolgungsjagd, bleibt die Musik größtenteils doch ziemlich hintergründig, und es fehlt das gewisse etwas ... Trotzdem untermalt sie den Anime sehr gut und ist verbunden mit den sehr schönen Ending Song sorgt es doch für einen gelungenen Musikalischen gesammteindruck ...

Story: Ellise Altmodisch, Tochter eines bekannten Wissenschafftlers der von der Armee getötet wurde befindet sich auf der Flucht vor selbiger und rennt dabei in Tita, Captain eines Petshop Hunter Ships, welche sie vor den Soldaten kurz in Sicherheit bringt. Ein böser General plant einen Putsch gegen die Regierung, und braucht dafür den Code der in der DNA des Mädchens verschlüsselt ist um die Waffe von Ellises Vater benutzen zu können.

Syncro: Von Platic Little gibt es neben der Japanischen Originalfassung mit Untertiteln auch zwei hierzulande interesannte Syncronfassungen - eine deutsche (auf der dt DVD, wurde auch mehrfach im TV ausgestrahlt) sowie eine englische (US DVD) welche beide meiner Meinung nach relativ schlecht gelungen sind, und man den Film eher im Original mit Untertiteln ansehen sollte.

Die wohl bekannteste Badeszene der Animegeschichte Fazit: Plastic Little fair zu bewerten ist etwas schwierig ... von der optischen und animationstechnischen Umsetzung her ist dieser 50 Minütige OVA ohne zweifel sehr gut gelungen, und stellt sogar einige Kinofilme in den Schatten. Leider gibt es aber auch einen ernsten Kritikpunkt, und der betrifft sowohl die Charaktere als auch die Story ... die Geschichte ist zwar durchaus vorhanden, allerdings nur unterer durchschnitt, voll von Konzeptmängeln, Übertreibungen und Logikfehlern. Ebenso gibt es bei Plastic Little relativ viele Charaktere, die allerdings relativ platt bleiben - Von Tita und Ellise abgesehen wird kaum etwas über sie gesagt, geschweige denn das sie eine Entwicklung durchmachen ... zugegeben, mit nur 50 Minuten Spielzeit hat man auch nicht viel mehr daraus machen könnten ...

Wer auf Story oder Charaktere viel wert legt ist bei Plastic Little relativ falsch und könnte ziemlich enttäuscht werden, denn abgesehen von einer tollen Optik bietet der Anime nicht viel. Wer damit leben kann, sollte sich aber Plastic Little durchaus mal ansehen, es ist ein kurzweilige, nett gemachter Actionfilm, aber ob man ihn sich kaufen will/muß, muß jeder für sich selber entscheiden, Plastic Little fällt imho in die Kathegorie von Animes die man sich ein, vieleicht auch zweimal ansieht, und welche dannach leider im Regal verstauben ...

Erwähnenswert, i.b. weil es wohl auch einer der Gründe ist wieso Plastic Little so beliebt ist, und Satoshi Urushihara hierzulade wohl mit zu den beliebtesten Mangazeichnern gehört ist die wohl relativ hohe Anzahl von Szenen in denen man die Weiblichen Hauptcharaktere unbekleidet oder beim Baden sieht, und die zeigen das Urushihara neben den Wunderschönen Augen auch noch andere Sachen mit sehr viel Liebe zum Detail umsetzt ^_^;;;


Soundtrack Cover Der Soundtrack

Der Plastic Little Image Soundtrack ist 1994 bei Sony Records unter der Nummer "SRCL-2823" erschienen und enthält neben den kompletten Soundtrack aus der OVA nebst den wunderschönen Ending Song auch noch 4 Hörspiel tracks (natürlich in Japanisch) welche grob den ersten Teil des Mangas wiedergeben (wenn ich mich nicht Irre - mein Japanisch ist ziemlich katastrophal ;)). Die Musik ist selber ist wie schon gesagt größtenteils Orchestral und reicht von ruhig und friedlich bis düster und bedrohlich. Richtige Monumentale und Epische Stücke wie bei Giant Robo oder Escaflowne fehlen zwar, aber trotzdem ist die Musik durchgängig recht schön anzuhören. Zwar kein unbedingtes Highlight im Anime Soundtrack Sektor das man haben muß (mittlerweile ist es auch praktisch unmöglich den Soundtrack zu bekommen), aber trotzdem in Ordnung.


01 - ALERT! (in Dr NALLEROF'S Labo)
ALERT! (in Dr NALLEROF'S Labo) 1:30
08 - yasashiki kuruutachi
simply crewmembers 4:12
02 - LOG 1: kyuryoubi wa arashi no hi
Payday is a Day of Storm Drama 6:38
09 - kaisen - unkai
Decisive Battle - The Cloud Sea 5:33
03 - yoki senu asa - deai
expected morning scene - rendezvous 3:04
10 - LOG 3: rasuto batoru wa genshuku ni
LOG 3: Grave Last Battle Drama 5:22
04 - umi shita no ame
undersea rain 2:53
11 - purasuchitsku ritoru
Plastic Little 3:43
05 - Confession - nakifu no omoide
Confession - Dead Father's Memory 3:31
12 - You're Everything
You're Everything 5:04
06 - LOG 2: shinmai sencho no kuno
LOG 2: novice captain's anguish 12:17
13 tokuho!!
News Flash!! 3:00
07 - fuin. dasshutsu
Sealed. Escape 3:14


Cover US DVD Cover DT DVD
Die DVD Fassungen


Plastic Little war 2000 die ersten in Deutschland erschienenen DVD von OVA Films, und in gewisser weise ein kleiner Meilenstein, da es nach Akira überhaupt die erste Anime DVD hierzulande war. Im März 2002 folgte auch eine US DVD, da ich selber die US DVD besitze und mir von einem Freund mal die deutsche zwecks Qualitätsvergleich ausgeliehen habe, möchte ich hier kurz beide besprechen.

Das Menü der US Fassung Menü: Während das US Menü durch wohl die grausamste und unpassendste Musikuntermalung auffällt, gibt es bei der deutschen Version nichts zu beanstanden. Aber alles in allen sind die Menüs weder positiv noch negativ sonderlich auffallend.

Bild: Das Bild der US DVD ist sehr ruhig (bei vielen früheren ADV Releases [Evangelion, Sakura Wars, ...] gab es ja ein Problem damit, und i.b. bei Standbildern sah man dieses wackeln extrem wenn Untertitel eingeschaltet sind), ebenso sind Bildschärfe und Farben in Ordnung, nur an einigen feinen Strukturen bei großen Helligkeitsunterschieden, lassen sich ab und an kleine "Regenbogen" Effekte ausmachen. Die Datenrate liegt bei beiden DVDs um die 7 Mbit/sec, was für DVD Verhältnisse sehr hoch ist, bei der geringen Laufzeit allerdings nicht wundert.

Das Bild der deutschen DVD schneidet etwas schlechter ab, zwar fehlt hier der Regenbogen Effekt, allerdings wirkt das Bild so als ob man mit einem Weichzeichner drübergefiltert hat, was enorm auf die Bildschärfe und die "Leuchtkraft" der Farben geht.

Ich habe unten mal zwei Screenshots des gleichen Bildes für vergleichzwecke gemacht (PNG Format, ca 400 KB pro Bild) und sie euch mit einem Bildbetrachter direkt im wechsel anzusehen. Sie wurden mit Power DVD gemacht und mit Paintshop Pro 5 ins PNG (Verlustfrei) Format gewandelt, aber ansonsten nicht bearbeitet (daher auch der PAL/NTSC bedingte unterschied in der auflösung)


Plastic Little - Bild der deutschen Version Das gleiche Bild in der US Fassung

Eine der vielen Vorzeichnungen Ton: Bei beiden ganz okay, allerdings klingt bei der deutschen DVD der Japanische Ton etwas dumpfer als die deutsche Syncronfassung. Bei der US DVD sind sowohl die englische als auch die japanische Tonspur in Ordnung. Zur Qualität der Synros will ich nicht so viel sagen - sowohl die deutsche als auch die englische Version sind ziemlich schlecht geworden, wenn ich wählen müßte, würde ich aber eher zur deutschen greifen. Zum Glück ist auf beiden DVDs die Original Tonspur mit zuschaltbaren Untertiteln wählbar.

Extras: Während die deutsche DVD von einigen wenigen Texttafeln mit Informationen über Satoshi Urushihara und einigen lieblos zusammengeschnnittenen Trailern über keinerlei weitere extras verfügt, hat die US Version neben einer Handvoll (wesentlich besser als beim deutschen Pedant gemachten) Trailer auch noch einige Tafeln mit vorzeichnungen und Storyboard Seiten von Plastic Little zu bieten, welche aber größtenteils aus dem Cell Works Artbook bekannt sind. Das wohl witzigeste Extra ist der "Jiggle Counter" (engl Wackeln), welcher jedesmal um 1 hochzählt, wenn eine Brust wackelt.

Fazit: Alles in allen schneidet die US Version meiner Meinung nach wesentlich besser ab als die Deutsche Version - i.b. was das Bild angeht. Ebenso ist die US Version merkwürdigerweise trotz Import preiswerter (incl Porto und Verpackung habe ich bei DVD Boxoffice 20 Euro für die US Version zahlen müssen, die deutsche DVD kostet 5 Euro mehr), so das ich jedem der die wahl (Codefree DVD Player, Kentnisse der engl Sprache und Kreditkarte vorausgesetzt) hat eher dazu rate die US Version zu kaufen. Wem es an einen der oberen Sachen Mangelt kann aber auch zur deutschen Version greifen, es ist zwar ein Qualitativer unterschied, aber eine richtige Katastrophe ist Plastic Little nicht. Ebenso sei hier nochmal die Warnung ausgesprochen das Plastic Little inhaltlich nicht jedermanns Geschmack ist.

Plastic Little Manga dt und us Fassung
Der Manga

Story: Kurzer Prolog wie Titas Vater im Meer verschwindet, Kapitel 1 - Tita und Co jagen einen Wolkenwahl, bekommt ein paar Komplexe weil sie es nicht schafft und sich überflüssig vorkommt, schafft es am End edoch und ist Happy. In Kapitel 2 holt Balboa seine Vergangenheit ein, Kapitel 3 die Geschichte von der Schiffsärztin Mei Lin - Tita bekommt einen Rückfall von Ittea Fieber das sie schon als Kind hatte und Mei erinnert sich ans erste Zusammentreffen, Kapitel 4 ist Nicol gewidmet welcher an einem Rennen teilnehmen möchte, dafür aber einen Beifahrer braucht dem er vertraut... ein paar Schläger von der Konkurenz lauern ihm und Tita bei einem Shoppingtrip auf, Nicol wirft sich in die Schußbahn um Tita zu beschützen, Mei rettet beide, etwas rührseeliges Blabla und die beiden fahren zusammen und gewinnen natürlich. Das letzte Kapitel ist Mikail gewidmet und beschreibt seinen Gewissenskonflikt wegen dem Verschwinden von Titas Vater ... danach folgen noch einige kurze SD geschichten sowie Profile über die Charaktere (wo man u.a. erfährt wieso Roger keine Geschichte bekommen hat) ...

Zeichnungen: Die Zeichnungen sind im großen und ganzen okay, allerdings sind die Charadesigns teilweise aber recht einfach gehalten (Insbesondere die zahlreichen Gefühlsausbruchszenen) und vor allen durch die prinzipiell nicht vorhandene Handlung der Kurzgeschichte beschränkt sie sich hauptsächlich auf Nahaufnahmen der Gesichter der Personen wenn sie am reden sind sowie die unvermeidlichen Nacktszenen ... die gesammten Bildkompositionen sind bei weiten nicht so ansprechend wie in seinen anderen Mangas, und auch die Hintergründe wirken recht lieblos ...

Fazit: Meiner Meinung nach ist der Manga zu Platic Little einer der schlechtesten Mangas die ich bisjetzt gesehen haben, und auch der bei weiten schlechteste Manga von Satoshi Urushihara ... Neben der ziemlich unspektakulären Optik die schon eine enttäuschung ist, sorgt insbesondere die Story und Charaktermäßige Ausarbeitung für dieses relativ vernichtende Urteil - Kurzgeschichten deren Umfang jeweils zirka 30 Seiten umfasst, verbunden mit der extrem häufigen Fanservice (Nackt, Dusch, ect - hauptsache es gibt viel Nackte haut zu sehen) Szenen können einfach nicht gutgehen ... Die Handlung der Geschichten ist einfach an den haaren herbeigezogen, verleiht den Nebencharaktere zwar etwas tiefe (hauptkritikpunkt des Animes), ist aber trotzdem relativ schlecht umgesetzt und vor allen ohne richtige Handlung, Verbindende Elemente oder einer art roten Faden ... verglichen mit dem Manga ist die Geschichte der OVA geradezu ein Meisterwerk ...

Ich würde jeden empfehlen einen großen Bogen um den 'Plastic Little' Manga zu machen und lieber die später erschienen Werke wie Chiralty oderEidoron Shadow empfehlen,welche Optisch WEIT ansprechenden umgesetzt sind, und auch von der Geschichte und den Charakterkonstellationen deutlich besser gelungen sind. Wer nur an den Bildern interessiert ist sollte sich das Geld lieber sparen und in eines seiner Artbooks investieren ...

SK


Links für Plastic Little Fans

Coming Soon



Copyright Informationen:

Plastic Little : Satoshi Urushihara, Kinji Yoshimoto, Movic, Sony Music Entertainment



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Letzte Überarbeitung: 23 Dezember 2002