Venus Wars
Dieser Kinofilm von 1989 besticht in erster Linie durch seine auf den
ersten Blick sehr recht Präsentation (Sowohl Zeichnungen von Charakteren
und Hintergründen sowie Musik). Leider ist das auch das einzig wirklich
gute an diesen Film. Storymäßig geht es um den Krieg um die Venus,
der schon kurz vor seinen Ende steht - eine der Seiten hat kapituliert
und nur noch einige Wiederstandskämpfer halten die Kämpfe aufrecht.
Eine Gruppe von Rennfahrern schließt nimmt aus einer Laune heraus den
Kampf gegen die Invasoren auf, und schließt sich den Rebellen an. Das
Ausbleiben der Antwort worum es in den Krieg überhaupt geht, sowie die
platten und uninteresannten Charaktere sind weitere Minuspunkte. Auch
der Spannungsaufbau ist nicht kontinuierlich sondern bleibt die ersten
40 Minuten relativ lau und besteht am Ende fast nur noch aus Actionszenen.
Auch das ganze Design der Panzer, Fahrzeuge, Waffen, Städte und
so weiter ist nicht sonderlich Modern und erinnert sehr stark an Wings
of Honneamise, was zumindest bei mir etwas negativ aufstößt, aber
Geschmackssache ist.
Bei einigen (zum glück wenigen) Szenen [z.B. die Verfolgungsjagten
durch die Wüste] hat man außerdem den Fehler gemacht (andere nennen es
Stimittel) nicht gezeichnete Hintergründe genommen sondern Realgefilmte,
auf denen die dann die gezeichneten Bikes agieren, was sehr künstlich und
unpassend wirkt.
Die deutsche Syncro ist von den Sprechern ganz gut gelungen, allerdings
werten solche Stielblüten wie "Erdnisieren" (Gemeint ist bestimmt
Terraforming) oder wenn ein Panzer Gas geben soll machen die Übersetzer
aus einen (warscheinlichen) "Full Power" [ein Panzer soll Vollgas geben]
eine "Volle Feuerkraft", werten das ganze weiter ziemlich ab.
Fazit: Durchschnittlicher bis unterdurchschnittlicher Actionfilm ...