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Zusammenbau
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Die meisten Modellbausätze bestehen aus mehr oder weniger vielen Einzelteilen (20-200 Teile sind normal,
teilweise geht es aber auch zu deutlich höheren Stückteilzahlen, kein Rekord liegt bei 850 für ein Modell),
die erst zusammengebaut werden müssen bevor man sich ans bemalen machen kann.
Je nach Qualität der Bausätze kann es an den Klebestellen dann aber trotzdem noch mehr oder weniger große Lücken geben, die noch nachträglich gefüllt werden müssen - diese Seite widmet sich mehr oder weniger allen Aktionen die durchgeführt werden müssen um ein Modell von seinen Einzelteil in ein fertiges Modell zu verwandeln. Waschen: Ja, egal aus welchen Material es besteht - der erste Schritt ist das ihr alle Teile in Lauwarmen (bloß nicht zu warm, i.b. bei Styrol und Vinyl können sich sonst die Teile verformen) Wasser und etwas Spülmittel und einer alten Zahnbürste abwascht und Rückstände vom Trennmittel zu entfernen die sowohl beim klebern als auch bemalen hinderlich sein können. Danach noch einmal mit klaren Wasser abspülen und gründlich abtrocknen (bloß nicht das Wasser verdünsten lassen, da es sonst häßliche Rückstände vom Kalk gibt die bei der Lackierung Probleme machen können). Heraustrennen: Zuerst müssen die Teile aus dem Gußrahmen herausgetrennt werden - für die grobe Arbeit nehmt am besten einen Saitenschneider/Cutter, und für die kleinen Reste ein Messer/Skalpell oder eine Nagelfeile/Schleifpapier, damit ihr die Teile dort nicht beschädigt. Achtete darauf sie Teile nicht zu nah an der Verbindung zum Gußrahmen zu scheiden, da ihr sonst das Teil beschädigen könntet - lieber etwas mehr Platz lassen und den rest wegfeilen. |
Kleben: Zum verkleben von Styrolbausätzen sollte man am besten einen
speziellen Plastikkleber verwenden (Polystyrolkleber) der das Plastik wo er aufgetragen wird auflöst, und
nach dem trocknen zwei Teile die so zusammengedrückt wurden bombenfest verschweißt (Das Modell bricht
eher wo anders als an so einer Klebestelle). Ich empfehle hierfür einen Plastikkleber mit flüssige
Gelartiger Konsistenz und einer kleinen Dosiernadel damit man recht genau die Klebe dosieren kann, zum
Beispiel "Revell Contact Professional" oder der "Faller Expert" Kleber. Für größere Flächen (z.b.
Tragflächen) eignet sich am besten ein Kleber mit flüssiger Konsistenz den man mit einen Pinsel
auftragen kann.
Für kleine Details die in Löcher geklebt werden, wie z.b. Antenne, Steuerknüppfel und ähnliches empfehle ich auf einen Stück Alufolie oder PCV Plasik (z.b. CD Hülle) etwas Kleber aufzutragen und das Teil mit der Kleberstelle dort leicht einzutauchen - dies hat den vorteil das wirklich nur ein kleiner Teil Klebstoff vorhanden ist und dieser nich die in der nähe gelegenen Stellen verschmiert. Für Vinyl, Resin Kits oder Metallfiguren eignet sich so ein Plastikleber leider nicht so gut, da diese ihn gegenüber unempfindlich sind. Die beste möglichkeit ist wahrscheinlich ein 2-Komponenten-Epoxidharzkleber (je nach Hersteller 3-7 EUR). Nachdem man die beiden Flüssigkeiten zusammengemischt hat, sollte man sie auf die Klebestelle auftragen und die beiden Teile fest aneinander drücken und fixieren. Nach einigen Stunden ist der Kleber ausgehärtet (Trockenes Epoxyddharz ist Resin) und hält bombenfest - dieser Kleber verklebt ALLES und hat auch eine gute fugenfüllende Wirkung und ist auch gut für Plastikmodellbausätze geeignet (eben solche stellen wo keine gute Passgenauigkeit ist, Teile wo die Klebestellen schon bemalt sind und Polystyrolkleber seine Arbeit nicht richtig machen kann). Trotzdem ist er nicht ganz einfach zu handhaben da die Klebewirkung erst relativ spät einsetzt und die Teile so länger fixiert werden müssen. Ein weiteres Problem ist das einige der kleber etwas flexibel bleiben und sich nur schwer schleifen lassen - hier muß man etwas ausprobieren bis man einen brauchbaren gefunden hat. Eine andere möglichkeit, die sich i.b. für Kleinstteile, egal ob Plastik, Vinyl, Epoxid oder Metall, verwendbar ist, ist Alles/Sekundenkleber - auch Cyanacrylat-Kleber genannt. Dieser hat den Vorteil das er schon nach einigen Sekunden hält, und nach einigen Minuten richtig fest. Der Nachteil ist jedoch das er kaum eine Fugenfüllende Wirkung hat, und daher die Teile recht gut passen müssen - unebenheiten wirken sich katastrophal auf die Haftung aus. Achtet beim Kauf auch darauf das er eine relativ Gelartige Konsistenz hat und nicht zu dünnflüssig ist. Außerdem passt auf das der Kleber nicht an Finger, Augen oder andere Teile kommt, da er diese auch sehr schnell zusammenklebt und relativ giftig ist (Cyanid) |
Wann was bemalen: Viele Leute fragen wann genau man denn sein Modell bemalen soll - im Prinzip immer erst nach
dem kompletten Zusammenbau. Der Hauptgrund dafür sind die Schleifaktionen sowohl bei Klebegraten als auch
wenn Spachtelorgien nötig sind und wo eine vorherige Bemalung Probleme macht, bzw man sie durch Sandpapier
wieder zerstört. Natürlich gibt es auch zahlreiche Ausnahmen von der Regel - die häufigsten sind Stellen
wo man später nur schwer mit einen Pinsel herankommt (z.b. das Cockpit - es ist etwas was ich sehr oft vorher
bemale), Fahrwerkschächte, der Innenraum/Cockpit von Autos (sonst hat man ja keine Möglichkeit mehr an den
Innenraum zu kommen) usw. Bei der Hauptlackierung (Sprühdose oder Airbrush) werden diese Stellen natürlich
abgedeckt. Andere Ausnahmen die man vorher bemalen kann und evtl auh sollte sind Einzelteile wo man die
Klebekanten nach den Zusammenbau kaum oder garnicht sieht und wo es evtl einfacher ist sie zu bemalen bevor
man sie anbringt - gute Kanidaten hierfür sind zum Beispiel Räder und Verstrebungen fürs Fahrwerk, Sitze
aller Art, Ketten von Panzern, Raketen für Flugzeuge, Rotorblätter für Hubschrauber usw.
Also guckt euch am besten die Anleitung an und überlegt wann ihr am besten was bemalt und wann welche Teile anbringt, denn allgemeine Tips kann man nur schwer geben da Modellbausätze sehr individuell sind. Allgemeine Tips zum Thema Bemalung mit Pinsel, Airbrush und allgemein Farben findet ihr in den jeweiligen Untersektionen. Fixieren: Bei Resin und größeren Zinnfiguren (z.B. Drachen) empfiehlt es sich außerdem mit einen Handbohrer kleine Löcher zu bohren und diese mit Sahlstiften oder Draht (Büroklammer) mit einer Steckverbindung zu fixieren bevor Kleber benutzt wird, da die Teile so besser zusammenhalten haben wärend der Kleber trocknet und auch nacher besser halten. Bei Styrol(Plastik)modellen ist eher das Problem wie man die Teile am besten zusammendrück, insbesondere wenn man größere Stellen verklebt und diese über einen Längeren Zeitraum am besten gleichmäß aneinandergedrückt werden. Bei Flügeln hat man es relativ leicht, da man sie einfach mit mehreren Wäscheklammern fixieren kann, aber bei 2 Rümpfhälften ist es schon komplizierter - hier kann man entweder zu speziellen Modellbauzwingen greifen (deutlich größer als Wäscheklammern) oder zu Gummibändern. Damit sie der Druck gleichmäßig verteilt wird, und das Gummiband auch nicht direkt auf das Plastik (und evtl Klebestellen) liegt kann man evtl mit Schaschlikspießen oder Zahnstochern arbeiten. Wenn es Hart auf Hart kommt tut es aber auch Klebeband, jedoch kann es da passieren das Rückstände am Plastik bleiben die wieder entfernt werden müssen. |
Spachteln: Selbst heute noch sind viele der Modellbausätze nicht gerade optimal was die
Passgenauigkeit angeht, und nach dem zusammenbau gibt es insbesondere an den stellen wo zwei Teile
zusammengeklebt werden öffters mehr oer weniger große Lücken - um diese zu Füllen greift man am besten
zu einer Spachtelmasse.
Hier gibt es ein relativ großes Angebot für die verschiedensten einsatzgebiete und Materialien. Ich empfehle Fertigspachtel aus der Tube. Er ist relativ preiswert überall zu bekommen (Baumarkt, Autozubehör, Modellbauladen), trocknet schnell, ist leicht zu verarbeiten. Von verschiedene Modellkit herstellern wie Revell (Plasto), Tamiya (Putty) oder Gunze Sangyo (Mr Putty) gibt es sie natürlich auch. Zusätzlich gibt es auch noch 2K Epoxyknete, welche sich für größere Lücken sehr gut eignet - es sind meistens zwei Stänge die im Verhältniss 1:1 zusammengeknetet werden, sich dann einige Minuten bis eine Stunde verarbeiten lassen und dann aushärten. Der Vorteil gegenüber Tubenspachtel liegt in der leichteren Bearbeitung. Die hierzulande bekanntesten Epoxy Putties / Modelliermassen dürften wohl Green Stuff von Games Workshop sowie der Tamiya Epoxy Putty sein - aber auch Patex Power Knete gehört in diese Kathegorie. Die "Master" von Zinnfiguren werden übrigens meistens auch mit so einer Spachtel/Moedelliermasse erstellt. Eventuell noch eine kleine Warnung - nicht alle Spachtelmassen sind gleich gut für Plastikmodellbau geeignet, i.b. Styrolbausätze können auf einigen Bestandteile ungünstig reagieren - die große Tube (Auto K Kombispachtel) auf den Bild ist z.b. ein Nitrospachtel (braun/graue Farbe) welcher Ursprünglich für Autos gedacht ... die Spachtelmasse ätzt sich richtig in das Plastik ein (also bombenfeste Verbindung), läßt sich aber trotzdem verwenden wenn man vorsichtig ist (nicht zu dick auftragen, sonst wird das Plastik aufgeweicht) ... die andere ist "Mr White Putty" von Gunze Sangyo, ein Modellbauspachtel auf Organischen Lösungsmitteln, welcher das Plastik nicht stark angreift, sich daher aber auch nicht so gut mit ihn verbindet. Die Vorteile von ihm sind das er nur relativ langsam trocknet (sprich man viel Zeit hat ihn in die Lücken zu spachteln) und er sich mit "Mr.Thinner" (verdünnt auch die meisten anderen Spachtelmassen, sogar die von Tamiya - mit diesen Zeug kann man wirklich alles verdünnen :)) von Gunze Sangyo auch verdünnen läßt, so das er mit den Pinsel in winzige Ritzen getropft werden kann. Nachteile sind aber das ab und an in den Stellen kleine Lufteinschlüsse sind die beim Lackieren unangenehm auffallen und man diese Stellen noch mit etwas schleiffähige Farbe oder Flüssigspachtel (z.b. Mr.Surfacer 500 oder Revell Grundierung) ausfüllen muß. Die dritte Tube im Bunde ist "Putty" von Tamiya, ein hellgrauer Modellbauspachtel. Von allen 3 hiergenannten Spachtelmassen habe ich mit der von Tamiya die besten Erfahrungen gemacht. Das Auftragen der Spachtelmasse ist eine Kunst für sich, je nachdem wo er hin muß. Bei großen Lücken tragt ihr etwas Spachtemlasse aus der Tube auf einen temporären Ort auf (z.b. Löffel), nehmt einen Zahnstocher oder spezielle Spachtelwerkzeuge (sieht aus wie Zahlarztequipment) und tragt die Spachtelmasse auf den Ort auf wo sie hinsoll und drückt sie hinein. Tragt dabei immer etwas mehr auf als benötigt wird, und schleift die unebenheit am Ende mit Sandpapier naß ab. Falls in der nähe der Spachtelstellen Gravuren oder Details sind die beim spachteln und schleifen in Mitleidenschaft geraten können, ist es außerdem eine gute Idee sie vorher mit Klebeband abzudecken. Bei winzigen Lücken und unebenheiten reicht meistens schon das Auftragen von schleiffähiger Farbe oder Flüssigspachte (z.b. Mr Surfacer von Gunze). Aber auch Tubenspachtel läßt sich im allgemeinen verdünnen - Ölspachtel (weiß oder Hellgrau) mit Terpentinersatz oder sogar Plastikkleber, Nitrospachtel mit Nitroverdünnung, oder speziellen Lösungsmitteln - bei Nitrospachtel seid aber sehr vorsichtig, da er das Plastik stark angreift) am besten mit den Pinsel auftragen, da er sonst zu gelartig ist um in die kleine Lücke zu kommen. |
Schleifen: Schleifen müßt ihr immer, selbst wenn die Teile sehr passgenau sind und ihr nicht Spachteln
müßt, entstehen an den Klebekanten (z.B. die beiden Rumpfhälften eines Flugzeuges oder wie seitlichen Foto
eines Mechabeines) und damit kleine Unebenheiten die bei der späteren Bemalung unangehem auffallen. Und wenn
ihr gespachtelt habt müßt ihr so oder so schleifen - Hier kommt das sogenannte Naßschleifen mit Sandpapier
zum Einsatz. Hierzu feuchtet ihr das Sandpapier mit Wasser an, und schleift solange über die Unebenheit (die
ihr evtl auch befeuchtet) bis sie wirklich Glatt ist und nichtmehr erfühlen läßt. Geht dazu am besten mit
einen Fingernagel drüber und macht mit den schleifen weiter bis die Fingernagelspitze an keiner unebenheit
mehr hängen bleibt - denn die kleinste Unebenheit wird später beim Airbrushen extrem sichtbar ...
Wenn ihr euer Modell grundiert und diese nicht richtig glatt ist, ist es evtl eine gute Idee mit sehr feinen Schleifpapier oder einen Schleifvlies diese glatt zu schleifen. Ich benutze 2 Typen von Schleifpapier - eines mit einer Körnung von 600 für die groben Arbeiten - sobald das meiste verschliffen ist, wechsele ich auf feineres Sandpapier mit einer Körnung von 1200 um die Stelle noch weiter anzugleichen. Wenn ihr es richtig gemacht habt, sollte man, nachdem ihr die Farbe aufgetragen habt, nichtmehr sehen können an welcher Stelle ihr gespachtelt oder etwas geklebt habt. |
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Saubermachen: Da das Zusammenbauen eine Sache von einigen Tagen ist, solltet ihr, nachdem das Modell
fertig gebaut ist und bevor es nun ans bemalen, egal ob mit Pinsel oder
Airbrush, geht noch einmal richtig saubermachen, da eine sauber
(keine Fettrückstände von euren Fingern, keine Staubflusen, keine Partikel von der Spachtelmasse beim
schleifen) Oberfläche dafür nötig ist. Am einfachsten geht dies indem zuerst das Modell mit einen
angefeuchteten Tuch von Staub
abwischt wird und danach mit einen großen Borstenpinsel der in etwas Alkohol (z.b. Spiritus, Isopropanol,
ect) getaucht wurde saubergepinselt wird (achtet darauf das stellen die schon bemalt worden sind nichts
abbekommen). Nachdem der Alkohol verdunstet ist (eine sache von wenigen Minuten), ist das Modell nun
bereit für die Lackierung ...
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