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Arte von Modellen und Miniaturen
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Modelle und Miniaturen gibt es aus den verschiedensten Materialien, die allesammt ihre spezifischen Vor/Nachteile haben und teilweise anders verarbeitet werden müssen. Auf dieser Seite will ich relativ kurz auf die unterschiedlichen Arten eingehen.


Styrole (Plastic Model Kit): Styrol/Polystyrol ist ein relativ harter Kunststoff (der unter wärmeeinwirkung jedoch dehnbar wird) den es in allen möglichen Farben gibt. Er ist jedoch nur Industriell fertigbar (Styrol wird unter sehr großen Druck und Hitze mit großen Maschinen in eine Form gepresst und nach aushärten herausgelöst), so das sich die herstellung erst lohnt wenn man mehrere tausend Stück vom Modell absetzen kann. Diese Art von Modellen ist das was man im allgemeinen unter "Plastik Modell Bausätzen" versteht und auch die häufigste Form für Flugzeuge, Autos, Schiffe, Mechas, Panzer und ähnliches. Figuren größeren Maßsstabs sind relativ selten

Polyvinyl (Vinylkit): Dieser Kunststoff kommt vor allen bei größeren Modellen von Menschenähnlichen Figuren (Character Modelle) zur Anwendung und wird auch die meisten sogenannten "Actionspielfiguren" bestehen aus diesen Material. Es ist relativ weich, bei erhitzung mit heißen Wasser oder einen Handfön formbar - ebenso auffallen ist das bei Bausätzen die Teile nicht massiv sind, sondern im inneren hohl. Dies ist Herstellungsbedingt (Vinyl wird in den Formen solange hin und her geschwappt und setzt sich so nur an den äußeren bereichen fest wärend das innere Hohl bleibt) was zwar bei der Formbarkeit hilft, aber auch zum Nachteil wird, wenn die Figuren nach dem zusammenbau Hitze ausgesetzt werde (direkte Sonneneinstrahlung genügt) und dann in sich zusammenfallen - daher ist es das beste diese Teile mit einer Kombination aus Sand und Gips (oder einer anderen Spachtelmasse) zu füllen.

Eine weitere Auffälligkeit ist das dieses Material relativ empfindlich gegen Lösungsmittel ist, was bei der Bemalung (nur Acrylfarben!) und den Zusammenkleben/Spachteln für Probleme sorgen kann, aber darauf gehe ich in den späteren Kapiteln ein.

Epoxidharz (Resinkit): Epoxydharz oder Resin ist normalerweise ein weißer, grauer oder Gelblicher und sehr harter und schwerer Kunststoff. Er wird hauptsächlich für Bausätzen von Figuren benutzt und anderen Modellen für die sich Styrolbausätze nicht lohnen. Ebenso hat sich bei einigen Firmen eingebürgert kleine Details (Motorblock, Cockpit, ect) die sich nicht so gut mit Styrol herstellen, bzw wofür man nicht extra eine Form anfertigen lassen will Resinteile beizulegen (oder das diese von trittfirmen alternativ verkauft werden um sie gegen die Styrolteile auszutauschen).

Im Gegensatz zu Styrolbausätzen ist es relativ leicht diese herzustellen, da man nicht mehr als eine Silikon Form (Einteilig oder zweiteilig) und den Resin Grundstoffen braucht (Harz und Härter - 2 Flüssigkeiten, die nachdem sie zusammengemischt wurden aushärten), so das es auch für sogenannte "Garage Kit" (Bausätze in Kleinstauflage die von Privatpersonen oder kleinen Firmen in der "Garage" hergestellt werden) verwendbar ist. Leider sind Resin Bausätze, bedingt durch die relativ kleinen Auflagen, den Verschleiß der Formen (Eine Form hält nur so 30-50 Abgüsse aus bevor verschleißerscheinungen auftreten) und den teuren Grundstoffen im allgemeinen sehr teuer - für ein Resin Cockpit zahlt man leicht mehr als für das komplette Styrol Modell, und kleine 15-30 cm Figuren kosten sehr leicht zwischen 50 und 100 EUR ... ebenso gibt es durch die leichte herstellbarkeit von Resin Bausätzen i.b. im Anime/Manga Figurenbereich eine ungeheuer große Zahl von Raubkopien/Imitate die vollkommen überteuert verkauft werden - sie lassen sich jedoch leicht anhand der fehlenden Verpackung (meistens gibt es die Teile nur in einer Plastiktüte ohne Copyright Hinweise auf die Serie zu der sie gehören) und schlechten Verarbeitung/Details (Gravuren verschwinden, Blasen im Resin, ect) erkennen lassen.

Resin ist relativ Lösungsmittelbeständig (man kann die Kits ruhig in Aceton legen um Farbe/Kleber/Spachtelmasse wieder zu entfernen), was sowohl beim Zusammenbau als auch der Bemalung Probleme bereiten kann. Viel sagen kann ich dazu allerdings nicht, da ich kein einziges Resinteil habe, da sie imho allesammt unverschämt teuer sind. Aber evtl werde ich mich in kürze mal selber damit versuchen mit Resin einige Miniaturen zu dublizieren.

Zinn (Zinn/Blei Legierung): Das was man meistens als Zinnfiguren im Tabeltop bereich bezeichnet, besteht in wirklichkeit aus einer Mischung aus Blei und Zinn. Es erlaubt deutlich feinere Strukturen als Styrol und ist i.b. bei dünneren Teilen deutlich Stabiler, was auch dazu führt das bei einigen Styrolbausätzen das Fahrwerk als Zinn/Blei besteht (wird im engl White Metal / Weißmetall genannt). Da es aus Metall besteht ist es komplett unempfindlich gegen normale Lösungsmittel, was beim bemalen und verkleben einige Probleme bereiten kann.

Die herstellung ist ähnlich wie bei Resin Kits, man erstellt eine Form (bei kleinstauflagen genügt hitzebeständiges Silikon - größere Firmen benutzen aber Stahlformen) und füllt dort das geschmolzene Blei hinein, läßt es abkühlen, löst es raus und fertig.

Spritzguß (z.B. Die Cast Kit): Ebenso gibt es einige Modelle aus Metall - die häufigsten sind sogenannte "Die Cast" Modelle - Modelle aus Stahl die im Spritzgußverfahren hergestellt werde - die meisten dieser Modelle sind für Sammler gedacht und daher meistens auch schon fertig montiert und bemalt. Die Herstellung ist ähnlich wie bei Styrolbausätzen.

Photoätzteile: Ein kleiner Sonderpunkt der zwar nicht direkt in die Kathegorie gehört, aber eher in diese als eine der anderen sind die sogenannten Foto Ätz Teile (Photo Etched) - kleine Metallplatten auf denen sich optionale Details (bessere Instrumentenboard fürs Cockpit, Ruderpedeale, Anschnallgurte, ect ect) für viele Modelle befinden. Sehr oft werden sie seperat verkauft (wiedermals zu so extremen Preisen die fast genausoteuer sind wie das Modell), aber und an liegen sie aber auch normalen Bausätzen bei ... Die Herstellung für sie ist etwas aufwendiger - man benötigt hierzu eine Schablone für die Teile die man erstellen will, letzt sie auf die Photoätzplatten, belichtet sie mit Speziallampen und legt sie anschließend in ein Säurebad, das die belichteten Stellen wegätzt, die unbelichteten aber bleiben.


SK

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Copyright Informationen:

Eigene Bilder + Texte : Sascha Kohlmann



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Letzte Überarbeitung: 18 Dezember 2004