Modell und Miniaturen Gallerie


Teile + Box Name: F-16C Block 50/52
Maßsstab: 1/72
Hersteller: Revell
Preis: 12.50 EUR

Infos zum Modell: Hierbei handelt es sich um ein "Update" eines andere (laut diversen Reviews ist es die MLU F16) Revellbausatz, der neben den Teilen für diese F16 auch Extrateile (primärt anderes Cockpit, anderes Triebwerk, anderer Intake, anderes Heck, HARM Zielsystem und diverser Kleinkram) für die Block 50/52 Variante enthält. Insgesammt besteht der Bausatz aus 126 Teilen, wobei recht viele davon ziemlich klein sind. Ein interesanntes Detail ist, das die Kanzel (wie beim Original) leicht gelblich getönt ist.

Die Detailierung ist recht gut, das Cockpit ist sehr schön (Front/Seitenkonselen mit Strukturen, Steuerknüppel, Schubregler und Ruderpedale + Pilotenfigur) und der Rumpf ist durchweg von fein Gravierten Panel Lines durchzogen - an das bisherige Highlight (1/72 Tornado) kommt der Bausatz es aber aufgrund fehlender Nieten nicht heran. Das Fahrwerk und die Waffen sind ebenso aufwendig gemacht und heben das Modell auf einen gleichen, teilweise sogar höheren Level aus die 1/32 Tigermeet F16 ... an Waffen liegen 4 AMRAAM, 2 Sidewinder, 2 GBU, 2 HARM, 2 Seitentanks, 1 Centertank sowie ein ECM Modul bei, was recht umfangreich ist und eine Menge Waffen übrig läßt ... Mavericks fehlen leider ...

Da den Bausatz ein Pilot beiliegt (der allerdings fast alles vom Detailierten Cockpit verdeckt) und ich das Modell recht schnell fertigstellen wollte habe ich mich entschlossen die Version mit geschlossene Fahrwerk zu bauen , was allerdigns etwas kompliziert war, da die Klappe vom Fahrwerkt unterm Cockpit etwas eingesackt ist, und ich die Stelle so spachteln und nachgravieren mußte. Die Passgenauigkeit ist durchschnitt - an den meisten stellen genügt es nachher etwas zu schleifen, bei anderen (i.b. Intake [Horror] und Rumpfoberseite) mußte man allerdings auch etwas spachteln (bei Oberseite ist es mir nicht ganz so gut gelungen, man sieht noch kleine Übergänge). Recht problematisch waren auch die kleinen Antennen hinten am Flügel, Höhenruder und Heck - sie sind beim bau und herauslösen der Teile leider recht schnell abgebrochen und mußten nachträglich angeklebt werden ... ebenso war es recht kompliziert die zahlreichen Kleinteile (teilweise 1/4 x 1 Millimeter) anzukleben ... der Bausatz ist für Anfänger daher ziemlich ungeeignet und einer der schwersten die ich bisher gebaut habe ...

Insgesammt aber trotzdem ein schöner Bausatz ... mir hat er recht gut gefallen (trotz der nicht ganz perfekten Detailierung die bisher beste 1/72 F16 die ich kenne), und wenn ich meine anderen Bausätze etwas abgebaut habe, werde ich mir evtl nochmal einen Bausatz holen und die F16 mit geöffneten Fahrwerk und Cockpit sowie ohne Waffen (damit man mehr vom Rumpf sieht) bauen ... die überflüssigen Waffen (2 Sidewinder, Centertank, 2 GBU) der ersten F16 dürften sich auch gut für's ein kleines Diorama mit am Boden liegenden Bewaffnungsmöglichkeiten machen ...


Infos zur Bemalung: Triebwerk, Cockpit und Pilotenfigur wurden vorher bemalt - da ich die erste F16 mit geschlossenen Cockpit gebaut habe mußte dort auch nicht viel abgedeckt werden (Kanzel wurde mit Tamiya Maskierband abgeklebt und die Kante zwischen vorderen und hinteren Kanzelteil mit etwas Glanzlack versiegelt, damit dort auch ja keine Farbe ins Cockpit kommen kann) bevor das ganze geairbrusht wurde - die Unterseite, Teil der Nase und Heckflügel habe ich in FS36270 (mittleres Grau), Oberseite und Nase in FS36118 (dunkleres Grau - habe es mit ein paar Tropfen schwarz noch etwas abgedunkelt da es mir zu hell erschien, es im nachhinein aber doch etwas arg dunkel aussieht) von Gunze Sangyo gesprüht - damit es keine bösen überraschungen und scharfe Kanten gibt habe ich die jeweiligen Stellen abgeklebt (erst Hellgrau, etwas mehr als nötig, eine Nacht gewartet, abgeklebt und dann nächstes Grau). Anschließend habe ich die Panel Lines mit Dunkelgrauer und Schwarzer Farbe betont, die Waffen angebracht und das gesammte Modell mit einer Schicht Glanzlack überzogen, die Decals angebracht (sehr sehr viele und teilweise auch sehr kleine - allein das ECM Modul hat 20 (!) kleine Decals) ... dabei muß man leider sagen das es hier mehrere Probleme gibt - zum einen stimmen die Nummern mit der Anleitung nicht immer überein, zum anderen ist in der Mitte der USAF Sterne kein Transparenter Trägerfilm, sondern ein weißer was dazu führt das die Sterne VIEL zu Hell sind. Außerdem sind sie extrem Dick und lassen sie sich selbst mit Weichmacher kaum in die Panellines legen und schimmern trotz glatten Untergrund etwas ... mittlerweile gibt es für die Fehlerhaften Anleitung und Decals von Revell ein Austauschangebot. Zum abschluß wird das ganze mit einer Schicht Seitenmatten Klarlack versiegelt (Cockpit vorher natürlich abgeklebt).

Als Abziehbild Version habe ich die des 52nd FW, 22nd FS genommen die in Spangdahlem (Deutschland) stationiert sind - die evtl für die Zukunft geplante zweite F16 mit offenen Fahrwerk wird dann wird wohl die zweite Variante (366th FW, 389th FS, Mountain Home) werden ...


Bilder:

Cockpit + Pilot
Das Cockpit nebst Pilotenfigur


Lackiert
Die fertig Lackierte F16 - Decals, Raketen und Details fehlen noch


Die Fertige F-16C
Die fertige F-16C - gut zu erkennen das AN/ASQ-213 HTS am Intake

Nochmal fertig
Von "hintenschrägoben" - das ECM Modul ist noch nicht angebracht, da der Flugständer noch nicht fertig ist


Allgemeine Infos: Die F-16 Falcon ist ein relativ kleines Mehrzweck Kampfflugzeug, das Anfang der 70er Jahre die F4 Phantom ersetzt hat. Die entwicklung begann Januar 1972 und der erste Prototyp flog im Februar 1974. Das relativ inovative und zukunftsorientiertes (Fly by wire, BVR, hohe Manövrierfähigkeit, gute Rundumsicht, relativ günstiger Preis, vielseitige Einsatzmöglichkeiten, ect) und leicht erweiterbares Design führte dazu das die F16 als eines der besten Militärflugzeuge angesehen wird und seid über 30 Jahren im Einsatz ist.

Die F-16C Block 50/52 "Wild Weasel" entstand hauptsächlich für die Sicherung der Lufthoheit und Bekämpfung von Luftabwerhstellungen (SEAD - Suppression of Enemy Air Defenses) und verfügt über ein verbessertes Triebwerk sowie modernere Avionik (AN/APG-68(V5) Radar, AN/ASQ-213 HARM Targeting System) welche den Einsatz modernerer Waffen erlaubt.

Abmessungen:
Flügelspannweite: 9.45 Meter (Ohne Flügelwaffen)
Länge: 15.03 Meter
Höhe: 5.09 Meter

Gewicht:
Maximales Startgewicht: 19.200 kg

Leistung:
Triebwerk: General Electric F110-GE-229 oder Pratt&Whitney F100-PW-229 IPE
Maximalgeschwindigkeit : 2051 km/h (Mach2)
Normalreichweite: 895 km





SK





Copyright Informationen:

Eigene Bilder + Texte : Sascha Kohlmann
Cover + Gußform des Modells: Revell



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