Modell und Miniaturen Gallerie


Karton und Einzelteile (rechte CD für größenvergleich) Name: F-16 Tigermeet
Maßsstab: 1/32
Hersteller: Revell
Preis: 13 EUR (Sonderangebot)


Infos zum Modell: Ich bin ein recht großer F16 Fan, und als ich in einen Kaufhaus diese etwas alte (noch die alten Revell Verpackungsschachteln, (C)1990 stand drauf) F16 im Maßsstab 1/32 entdeckte habe ich nach kurzem Studium des Inhaltes (ob es noch Vollständig ist und die Decals noch in Ordnung sind) zugeschlagen.

Das Modell ist eine F-16 A der belgischen Armee in einer Tigermeet Lackierung. Dank des Maßsstabes ist relativ riesig (Länge 46 cm, Spannweite 31 cm), besteht aber nur aus relativ wenig teilen (ca 130) die aber entsprechend groß sind (die Oberseite des Rumpfes ist nur ein riesiges Teil mit etwas weniger als 40 cm länge). Die Detaillierung geht halbwegs, der Außenrumpf ist recht detailiert mit Panlen Lines und erhebungen (z.B. Nieten, einige der Blechstöße) durchzogen - aber im Vergleich zu der 2002er 1/72 F-16C sind die Details nicht wirklich gut.

Das Cockpit ist zweigeteilt, der Schleudersitz ist ziemlich gut und enthält auch Details wie die Anschnallgurte, die Eject Reißleine und Seitenstrukturen . Der Rest ist ziemlich enttäuschend, die Fort und Seiten Instrumenten Panels werden über Decals gehandhabt, Strukturen sind dort kaum vorhanden. Ein kleiner Steuerknüppel für die rechte Seite ist zwar vorhanden, aber kein Schubregler oder Ruderpedale ... Ein weiterer kleiner Minuspunkt ist die Cockpitkanzel, die nur aus einen einzigen Klarsichtteil besteht, was leider nur den Bau einer geschlossenen Kanzel erlaubt. Für ein 1/32 Flugzeug ist das Cockpit insgesammt eine kleine Enttäuschung - die 1/72 F-16C ist hier besser, von den extrem detailierten Cockpits der 1/72 Tornado Reihe ganz zu schweigen.

Das Fahrwerk ist dagegen ziemlich gut was die Details angeht - die Fahrwerkschächte sind enorm strukturiert und sehr detailiert - die Räder bestehen sogar aus richtigen Gummi das nachträglich über Plastikfelgen gestülpt wird und drehbar ist und bleibt. Ebenso sind die Außenlasten mit einen Tank, 12 MK82 Bomben, 2 Sidewinder und 2 Sparrow Raketen ganz in Ordnung - eine der Waffenpylonen ist allerdings leer ...

Infos zum Bau: So von den Teilen her sah das Modell noch ganz okay aus, aber der zusammenbau war die Hölle, sowohl was die Passgenauigkeit (praktisch überall wo man Teile zusammenklebte mußte enorm [teilweise Lücken von 3-4 mm]) als auch das Baukonzept angeht - wozu gibt es auf den Heck eine Loch wo man die Heckflosse reinstecken kann wenn es bei der Heckflosse nichts gibt was man in dieses Loch stecken kann?! Ebenso kann man auf der Anleitung an vielen Stellen nicht erkennen wo genau dieses und jenes Teil angebracht werden muß und wie es nach dem zusammenbau aussehen soll ... Insgesammt gesehen eine ziemlich Enttäuschung und eindeutig einer der schlechteren Bausätze ... trotzdem ist er insbesondere aufgrund des sehr günstigen Preises (für ein 1/32 Flugzeug) kein "Totalverlust", aber für den gleichen Preis bekommt man die 1/72 F-16C Block 50/52 welche den Bausatz in allen belangen (außer größe ;)) überlegen ist ...


Infos zur Bemalung: Die Bemalung war relativ kompliziert, i.b. da Gelb scheinbar eine wirklich schlechte Deckkraft hat und ich fast 40 ml Farbe in zig Schichten sprühen mußte bis es halbwegs gleichmäßige und Deckende gelbe Fläch hatte ... es war das erstemal das ich den Saugbecher meiner Triplex und den 0.5mm Düsensatz benutzt habe. Das ganze ist mir halbwegs gelungen, an einigen stellen ist die Farbe leider recht rauh geworden und an der Unterseite hat sich an einer stelle eine Unschöne Farbnase gebildet ... nachdem das Gelb getrocket ist habe ich die Scharzen Streifen mit einen Fineliner aufgemalt und Freihand aufgesprüht ... hierbei hat meine Pistole leider extreme Nebelkanten gemacht, was aber dank des großen Maßsstabes nicht wirklich ins Gewicht fällt ... anschließend wurden die Kanten an den Stellen die Grau werden sollen abgeklebt und fertig war die Grundbemalung. Danach habe ich die Waffen und das Zubehör sowie das Kanzeldach besprüht sowie den Sitz bemalt und eingebaut, sowie kleine Details wie das Triebwerk und Fahrwerk noch fertig gestellt habe - Nachdem das fertig war habe ich das komplette Modell mit mehreren Schichten (insgesammt ca 50ml) "Glänzer Strapazierglanz von Erdal" überzogen um die Oberfläche für die Decals etwas glatter hinzubekommen, was mir aber leider nicht wirklich geglückt ist ... das Modell glänzt zwar, aber die oberfläche ist noch immer etwas Rauh (beim den Seitendecals vom Cockpit sieht man den Trägerfilm leicht schimmern) und die Kanzel hat auch etwas vom Glanz eingebüßt ...

So, Decals drauf und nach ca 30 Stunden voller Schmerz und Qualen war der Bausatz endlich fertig und konnte in die Vitrine gestellt werden ... oder auch nicht - dank der beiden Sidewinder Raketen an den Tragflächenspitzen ist das Modell etwas breiter geworden (32.5 cm - ARGH, die Flügelspannweiter auf der Verpackung ist ohne Raketen) und passt leider nichtmehr in die Vitrine, bzw es ist nichtmehr möglich die Tür zu schließen ... heul. Jetzt steht die F16 im Wohnzimmerschrank ...


Bilder:

Cockpit und Schleudersitz
Schleudersitz und Cockpit


Der fertige Flugzeug
Das fertige Flugzeug


Unterseite mit Fahrwerk, Tank und Bewaffnung
Unterseite mit Fahrwerk




Allgemeine Infos: Die F-16 Falcon ist ein relativ kleines mehrzweck Kampfflugzeug, das Anfang der 70er Jahre die F4 Phantom ersetzt hat. Die entwicklung begann Januar 1972 und der erste Prototyp flog im Februar 1974. Das relativ inovative und zukunftsorientiertes und leicht erweiterbares Design (Fly by wire, BVR, hohe Manövrierfähigkeit, gute Rundumsicht, relativ günstiger Preis, vielseitige Einsatzmöglichkeiten, ect) führte dazu das die F16 als eines der besten Militärflugzeuge angesehen wird und seid über 30 Jahren im Einsatz ist.

Ab 1978 wurde die F16 auch in den Nato Staaten Belgien, Niederlande, Dänemark und Norwegens eingesetzt. Anläßlich des "Tigermeets" (Übungstreffen von verschiedener Nato Fluggeschwader) 1985 erschien diese Belgische F16 des 31 Luftgeschwaders mit dieser Lackierung, die sie nur 2 Tage lang trug.

Abmessungen:
Flügelspannweite: 9.8 meter
Länge: 14.8 meter
Höhe: 4.8 meters

Gewicht:
Maximales Startgewicht: 16.875 kg

Leistung:
Triebwerk: P&W F100 Turbofan
Maximalgeschwindigkeit : Mach 2
Maximalreichweite: 1389 km





SK





Copyright Informationen:

Eigene Bilder + Texte : Sascha Kohlmann
Cover + Gußform des Modells: Revell



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