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Wir haben Seinen Stern aufgehen sehen - Online-Basteln mit Cornelia

Du möchtest einen dreidimensionalen Stern basteln? Nur aus Papier? Mit 20 Spitzen? Na, dann pass mal auf!

Zutaten für einen 3D-Stern

Du brauchst dafür:
  • 30 Blatt Papier (quadratisch, ich nehme 9 cm Kantenlänge, da es das als Notizblockformat in unserem Schreibwarenladen gibt. Wenn es viel kleiner wird, dürfte es bald fummelig werden, aber viel größer ist auch nicht gut, weil der Stern an Stabilität verliert. Qualität des Papiers: Normales, also irgendwas zwischen 60 und 100 g/m²).
  • eine freie Fläche, ca. 30 mal 30 cm - zum Falten; mehr schadet nicht.
  • gutes Licht zum Arbeiten.
  • Geduld, und davon ein bisschen.
  • Zeit. Mein erster Stern ist nie fertig geworden, den zweiten hab ich mit meiner Schwester zusammen gefaltet - wir haben zwei Stunden gebraucht. Aber je mehr Übung man hat, desto fixer geht es.
  • ein Mindestmaß an Fingerfertigkeit. Aber keine Angst, ich hab's ja auch geschafft, und sonst bin ich doch mit meinen Händen nicht wirklich geschickt.

Hast Du das alles? Na, dann kann's ja losgehen!

Auf in den Kampf!

Schritt 1: Das einzelne Blatt

Man nehme also das erste Blatt zur Hand und lege es vor sich auf die Faltfläche.

Blatt Papier, quadratisch.

Dieses Blatt faltet man einmal quer.

Blatt Papier, in der Mitte gefaltet.

Man faltet es wieder auf.

Blatt Papier, quadratisch, aufgefaltet.

Die untere rechte (!) Ecke wird bis an den Mittelfalz hochgefaltet.

Blatt Papier, quadratisch, aufgefaltet, untere rechte Ecke hochgeklappt.

Das wiederholt man mit der gegenüberliegenden Ecke.

Blatt Papier, quadratisch, zwei Ecken gefaltet.

Dann dreht man das ganze um.

Blatt Papier, gefaltet, umgedreht.

Eine von den umgeknickten Ecken wird jetzt wiederum an den Mittelfalz gefaltet.

Blatt Papier, quadratisch, schon ziemlich gefaltet.

Das wiederholt man auf der gegenüberliegenden Seite.

Blatt Papier, noch gefalteter.

Dann dreht man das ganze wieder um.

Blatt Papier, quadratisch, wieder umgedreht.

Jetzt wird's ein wenig kompliziert zu erklären: Der rechte Papierteil wird nach vorne heruntergeklappt, und zwar an der Linie von der unteren rechten Ecke zur von hinten nach vorne herumgeklappten Ecke. Hä? Bahnhof? Ich hoffe, das Bild sagt mehr als 1000 Worte. Auch, wenn es leicht ungünstig war, zum Vorführen ausgerechnet das gelbe Papier zu nehmen.

Blatt Papier, nicht mehr wirklich quadratisch.

Gut? Ja, dann wird das wie immer an der gegenüberliegenden Seite wiederholt.

Blatt Papier, unkenntliche Form.

Und dann drehen wir es natürlich wieder um.

Blatt Papier, mal wieder umgedreht.

Jetzt werden nur noch die überstehenden Dinger da nach vorne gefaltet.

Blatt Papier, rautenförmig eingefaltet.

Und das ganze dann in der Mitte zusammengeklappt.

Blatt Papier, jetzt mal in dreieckig.

Schritt 2: Das Zusammensetzen

So, das machen wir jetzt zunächst mit noch zwei Blättern, damit wir drei haben.
Wenn wir drei haben, dann kommt ein Schock, denn ein Teil der Arbeit war wohl vergeblich: Wir falten bei jedem einen Teil wieder auf! Und zwar jeweils bei einem der zusammenhängenden Dreicke, so dass wir eine "Teilpyramide" erhalten.

Teilpyramide.

Ich bitte um die werte Aufmerksamkeit: Da ich vielfach zu hören bekam, dass das Zusammensetzen der Sterne wohl nicht so ganz verständlich ist, habe ich mich entschieden, das noch ein wenig weiter auszuführen, als es bisher der Fall war. Antje Berger hat mir einige Bilder zur Verfügung gestellt, sodass ich mich nicht selbst erneut ans Knipsen machen muss (es sind die mit dem weißen Papier). Vielen herzlichen Dank dafür!

Wir nehmen zwei Teilpyramiden, so dass die noch zusammengefalteten Dreiecke einen Winkel von 90° Bilden.

Winkel. nochmal Winkel.

Wir stecken die Teilpyramiden ineinander, und zwar so, dass die äußere in der Außentasche der inneren steckt. (Erwähnte ich schon, dass meine Erklärungen eher lausig ausfallen?)

Teilpyramiden, zusammengesteckt.

Und die dritte wird auf die gleiche Weise im 90°-Winkel zur zweiten reingesteckt.

drei Teilpyramiden ...

Jetzt wird's ein wenig Fummelkram: Die überzählige Lasche von der ersten muss in die Tasche der dritten Teilpyramide, so dass wir eine dreiseitige Pyramide bekommen. Devise: Mit Gewalt geht alles!

Dreiseitige Pyramide = Ein Zacken.

So, der erste Zacken vom Stern ist ferig. Jetzt falte erstmal ein paar neue Blätter zurecht, die Du unten an die noch abstehenden Enden anbauen kannst, alles in der gleichen Art und Weise.

"In der gleichen Art und Weise" bedeutet: Eines der überstehenden Enden am stumpfen Ende des Zackens auffalten, ...

Der Anbau.

... ein neues Teil ansetzen ...

Weiter geht der Anbau.

... und ein drittes ...

Nur noch zusammenfügen.

... und wieder (wie schon beim ersten Zacken) die "überzählige" Lasche in die Tasche des ersten Teils (also dessen, der direkt am ersten Zacken "dranhängt") hineingesteckt werden. Zwei Zacken.

... und schon haben wir den zweiten Zacken drangebaut.

Wichtig ist jetzt nur noch eines: Es haben immer fünf Zacken ein gemeinsames Zentrum, um das sie sich anordnen.

Das heißt, wenn vier Spitzen fertig sind, werden die zwei losen Enden verbunden und mit nur noch einem neuen Teil zur fünften Spitze zusammengesetzt. So sieht das danach aus: Fünf Zacken.

Der Rest geht quasi wie von selbst. Alles kein Problem, oder?

Schritt 3: Geschafft!

So, jetzt ist es also geschafft: Der Stern ist fertig. War doch gar nicht schwer, oder?

Fertig!

Ich hoffe, es hat Spaß gemacht. Zum Schluss nur noch ein ernster Hinweis: Sterne falten kann süchtig machen!

Viele Sterne

Ich danke Matthias, der mir beigebracht hat, solche schönen Sterne zu falten.

© by Cornelia Klaebe 2001, 2003-2006