Mit der Hoffnung, so weit wie möglich zu kommen, starte ich bei trockenem und angenehm temperiertem Wetter am 1. Juli morgens um 6:00 Uhr in Hambug/Horn meinen 1.000 km Audax-Radmarathon inmitten 19 Rennradfahrern als einzige Frau. Als es in die Elbmarsch geht und das Tempo angezogen wird, bleibe ich absichtlich mit meinem eigenen Tempo zurück. Außer mir läßt sich noch ein junger, großer Mann zurückfallen. Das ist meine Chance, dachte ich so bei mir: In seinen Windschatten hängst Du dich. Der Gedankenblitz wird von mir sofort in die Tat umgesetzt. Ich melde mich von hinten bei meinem Vordermann und teile ihm mit, daß ich mich in seinen Windschatten gehängt habe. Er meint: Das kannst Du ruhig. Der ist immer sehr beliebt. Er heißt Thomas. So fliegen wir durch die Landschaft. Die Sonne scheint. Hinter Winsen/Luhe glauben wir, unseren Augen nicht zu trauen: Vor uns kommen von links unsere schnellen Jungs von einer Nebenstraße auf den vorgeschriebenen Weg gebogen. Sie sehen und hören uns aber nicht. Dieser Anblick läßt mein Herz schneller schlagen. Es tut mir gut zu sehen, daß sie sich mit unserem großen Oberhäuptling an der Spitze auch mal verfahren haben. Zwei rote Ampeln halten uns so sehr auf, daß wir zu ihnen nicht mehr aufschließen können. Und nach einiger Zeit sind sie für immer aus unserem Blickfeld verschwunden. Bald merke ich, daß Thomas Begleitung mitgebracht hat: seinen Bruder nebst Freundin in einem roten Auto. Sie tauchen von Zeit zu Zeit auf, um zu sehen, ob wir uns auch auf der richtigen Route befinden und ob Thomas vielleicht einen Wunsch hat.

Weiter geht es über Bispingen nach Bergen (130 km), unserer 1. Kontrollstelle, wo wir um 11:00 Uhr eintreffen. In Bergen kaufen Matthias und Anja Bananen in großer Menge ein, weil wir Sonnabend haben und später kein Obst mehr erhalten können. Die Bananen wollen wir während des Radelns essen. Und wie ich das während des Fahrens machen kann, zeigt mir Thomas. Bis Winsen/Aller können wir noch gut mit schiebendem Seitenwind fahren. Aber dann ist es aus. Unsere Streckenführung schreibt uns einen Weg vor, der gen Westen über Schwarmstedt Landesbergen Bahrenborstel nach Wagenfelde führt. Und von dort kommt uns der starke Wind direkt von vorn entgegen. Aber Thomas ist stark und ich fliege in seinem Windschatten mit ihm durch die Landschaft. In der Gaststätte Wiedemann in Wagenfelde können wir vorbestellten Milchreis mit Kirschen essen. Ich schlage zu wie ein Scheunendrescher. Das schmeckt mir ausgezeichnet!

Kurz darauf füllen wir unsere Wasserflaschen noch auf, schwingen uns auf unsere Drahtesel und radeln über Damme am Dümmer See vorbei nach Fürstenau (323 km), unserer 2. Kontrollstelle. Hier bekommen wir die ersten Berge zu spüren. Die Uhr zeigt 20:30 Uhr. In der Pizza-Pennerino lassen wir uns Spaghetti mit Tomatensoße geben. Matthias und Anja brauchen sich nicht um Kohlehydrate zu kümmern und essen deshalb andere Speisen. Fürstenau ist unser westlichster Punkt. Von nun an geht es gen Süden. Wir freuen uns schon auf die Fahrt gen Osten, weil wir dann logischerweise Schiebewind haben müssen. Leider ist das Gegenteil der Fall. Warum das so ist, ist uns völlig schleierhaft. Auf jeden Fall sind wir ziemlich enttäuscht. Kurz vor Lengerich stehen an einer Kreuzung für die Fahrt geradeaus und rechts ab Hinweisschilder nach Lengerich, auf denen jeweils die km-Angabe von 6 km steht. Uns voraus läuft eine Schnellstraße. Rechts ab geht es aber durch die grüne Landschaft. Es ist schon dunkel geworden. Aber wir entschließen uns, die Schnellstraße zu meiden und auf gleichlanger Strecke durch die Felder nach Lengerich zu radeln. Da haben wir aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Nach geradelten 20 km stellen wir fest, daß wir hier fehlgeleitet worden sind. Es gibt kein Hinweisschild mehr nach Lengerich. Plötzlich kommen wir an eine große Ampelkreuzung, bei der uns ein Hinweisschild links nach Lengerich weist.

Nach weiteren 8 km erreichen wir am Sonntag um 00:40 Uhr die ersehnte Stadt, unseren 3. Kontrollpunkt, Lengerich (372 km). Wir sind völlig demoralisiert und müde. Bald befinden wir uns auf der richtigen Straße nach Bünde, wo alle Randonneure privat eingeladen sind, um dort zu essen und zu schlafen. Eine phantastische Idee ist das von der Familie Rakob! Kaum stehen wir dort auf der Matte, kommt uns Herr Rakob freundlich und gratulierend entgegen, weil wir alles bis hierher geschafft haben. Wir werden ins Haus gebeten und bekommen dampfende Spaghetti mit Soße vorgesetzt. Essen und Trinken stehen für jeden Geschmack auf dem großen, einladenden Tisch. Christian Rakob, der Sohn des Gastgebers, gehört eigentlich zu unserer Gruppe, kann aber an diesem Wochenende nicht starten, weil er in der Uni demnächst eine schwere Klausur schreiben muß. Bald liegen wir oben bei den anderen unserer Gruppe auf je einer Matratze und fallen wie die Toten in einen erholsamen, tiefen, aber kurzen Schlaf. Wir gönnen uns zwei Stunden davon. Nach dem Frühstück, das uns Christian serviert, bedanken wir uns und radeln in den frühen und sonnigen Morgen hinaus Richtung Hameln. Der heutige Tag entpuppt sich als Königsetappe. Ein Berg nach dem anderen wird überwunden.

Über Bad Oeynhausen Porta Westfalica Rinteln erreichen wir unsere 4. Kontrollstelle Hameln (504 km) um 11:39 Uhr. Wir setzen uns draußen essend auf eine Steinkante und ruhen unsere Beine aus. Bis hierher haben wir uns wieder ca. 20 km verfahren. Aber da es das Wetter bis auf den Gegenwind gut mit uns meint, sind wir ganz zufrieden. Der nächste Streckenabschnitt warten mit noch höheren Bergen auf wir rollen durch den Harzausläufer um Bad Gandersheim herum. Zu allem Übel fäng es auch noch zu regnen an! Berge, Regen und Gegenwind das ist langsam ein wenig zu viel. Mit Windschattenfahren liegt auch nichts mehr drin. Denn dann hätte ich dauernd das hochgeschleuderte Wasser von Thomas Hinterrad im Gesicht.

Aber trotzdem treffen wir um 16:10 Uhr bei unserem 5. Kontrollpunkt, dem Hotel Wilhelmsbad in Seesen (595 km) ein. Nur hat es geschlossen. Da Matthias und Anja wieder nach Hause nach Iserlohn fahren müssen, beschließen wir, noch gemeinsam eine warme Mahlzeit einzunehmen. Ein griechisches Restaurant ist die einzige Möglichkeit dazu. Bei Spaghetti und Getränk plaudern wir noch ein wenig. Aber dann müssen wir weiter. Die Zeit läuft uns sonst davon. Zum Abschied knipst Anja noch einige lustige Fotos von uns zwei völlig verschiedenen Radlern. Dann nehmen wir voneinander Abschied. Zum Glück hatte es zu regnen aufgehört. Dafür erhalten wir als Lastenausgleich eine Streckenbeschreibung durch den Harz, und zwar über Lauthental mit einer Steigung von 1518%. Zum Glück haben wir vorher ja gut gegessen. Aber auch das Übel ist nach einiger Zeit überwunden. Auf mäßig welligem Terrain fahren wir über Langelsheim Hornburg Schöppenstedt Richtung Helmstedt. Der Weg wird uns langsam unangenehm. Nicht daß die Straßendecke nicht gut ist, die ist gut, aber wir müssen über eine ganze Menge quer liegender Bergketten. Die Straße nahm einfach kein Ende. Immer wieder erblicken wir vor uns neue Rampen, die erklommen werden müssen. Das ist noch nicht alles. Zu allem Übel wird es auch noch dunkel. Die Nacht fällt herab und hüllt alles ein. Der Gegenwind existiert leider noch immer und dazu fängt es auch noch zu regnen an. Es ist ätzend.

Um 23:20 Uhr erreichen wir endlich Helmstedt (682 km), unsere 6. Kontrollstelle. Zum Glück hat die Tankstelle tatsächlich noch auf. Wir versorgen uns mit Getränken und essen etwas, während draußen ein Platzregen niederrauscht. Als der Regen ein wenig sanfter fällt, schwingen wir uns wieder auf unsere Räder diesmal aber nicht mehr mit viel Schwung und nehmen die neue Richtung Wittingen Wolfsburg unter die Räder. Sie ist gut ausgeschildert. Zum Glück rollt selten ein Auto an uns vorbei, das uns naß spritzt. Auch gibt es keine Berge mehr. Mir ist, als würde ich immer bergab radeln. Bei einer Umleitung in der Wolfsburger Gegend verfahren wir uns restlos. Zum Glück regnet es nicht mehr. Wir befinden uns in einer hohen Luftfeuchtigkeit. Ein Autofahrer, den ich anhalte, weist uns den Weg, wo wir nach langer Zeit ein neues Hinweisschild Richtung Wittingen finden. Auf diese Weise haben wir uns mitten in der Nacht wieder um ca. 80 km verfahren. Es ist zum Mäuse melken! Aber was sollen wir machen, wir wollen so schnell wie möglich nach Hankensbüttel, wo wir schlafen können. Die Landschaft um uns herum schläft. Wir radeln auf einer sehr guten Teerstraße durch ein mooriges Gebiet. Meine Augen wollen nicht mehr offen bleiben. Ich fahre Schlangenlinien auf der Straße. Thomas kann das auch schon von Zeit zu Zeit. Und dann plötzlich liege ich auf dem Grasstreifen neben der Teerstraße. Ich muß wohl auf meinem Rad eingeschlafen sein. Schade, daß ich kein Pferd unter mir hatte. Das hätte mich trotzdem zu meinem Ziel gebracht. Ganz benommen setze ich mich hin, nehme den Sturzhelm und die Regenkappe, die ich darunter gegen den Regen trage, ab und massiere ordentlich meinen Kopf. Mein Getränk bringt meine Gehirnzellen zum Glück wieder in die richtige Reihenfolge. Nach ca. 10 Minuten kann ich mich wieder auf meinen kleinen MÜSING, der kaum etwas abbekommen hat, setzen und radele mit Thomas, der einen ganz schönen Schreck bekommen hat, weiter gen Norden. So gegen 4:00 Uhr in der Morgenfrühe hellt sich der Himmel langsam wieder auf mit zartem Hellblau mit etwas Rosa. Auch hat der Wind nachgelassen. Hübsche Heidehöfe liegen an der Straße. Die Sonne geht auf. Wir warten auf die Kreuzung, von wo wir südlich von Wittingen nach Westen nach Hankensbüttel abzweigen können. Aber leider müssen wir feststellen, daß wir uns auf einer viel östlicheren Straße befinden. So erreichen wir erstmal Wittingen und müssen noch die letzten 10 km nach Hankensbüttel weiterradeln. Diese Enttäuschung legt sich uns aufs Gemüt.

Nur langsam können wir deshalb Hankensbüttel (766 km) am Montag gegen 6:00 Uhr erreichen. Nach einigem Suchen finden wir auch die sehnsüchtig erwartete Jugendherberge, unsere Schlafkontrollstelle. Der Herbergsvater gratuliert uns auch zu unserer Leistung und teilt uns mit, daß noch einer unserer Freunde fehlt. Ob er noch kommt? Wir wissen es auch nicht. Thomas kann in dem Zimmer schlafen, in dem schon die anderen geschlafen haben und schon wieder weg sind, während ich ganz am Ende des Ganges ein großes Zimmer für mich allein erhalte. Wie eine Leiche falle ich ins Bett. Wir haben uns für 3 Stunden Schlaf entschieden. Komisch, daß ich sogar allein aufwache. Nachdem ich mich frischgemacht habe aber die getragenen Sachen des Vortages muß ich in Ermangelung neuer Wäsche wieder anziehen gehe ich in den Eßsaal, wo Thomas schon vor einem Berg herrlicher Eßwaren wartet. Da schlage ich mal wieder kräftig zu. Draußen scheint die Sonne. Es ist warm geworden. Mit Schiebewind sausen wir gut ausgeruht über die kleinen Berge auf der Strecke Steimke Schweimke Nettelkamp nach Uelzen. Es ist eine Wonne! Ich komme mir vor, als würde ich am Pazifik in Amerika auf dem Highway Nr. 101 fahren. Dieser Gedanke macht mich völlig glücklich.

In Uelzen (796 km) erreichen wir unsere 7. Kontrollstelle um 13:30 Uhr. Während ich in einer Apotheke Desinfektionsmittel und Pflaster kaufe und noch von einer Telefonzelle meinem Mann eine Nachricht hinterlassen kann, pflegt sich Thomas im Café bei Kakao. Mit Rückenwind fliegen wir die Straße B 493 Richtung Lüchow dahin. Hinter uns schiebt sich eine schwarze Gewitterwand am Himmel hoch. Wir geben Gas. Doch kurz vor Klein Breese fallen die ersten Regentropfen. Sofort halten wir an, ziehen uns unser Regenzeug über und stellen uns bei schon niederrauschendem Gewitterschauer unter eine dichte Eichenhecke, die uns einigermaßen Schutz gewährt. Vor unseren Füßen bildet sich in ganz kurzer Zeit ein kleiner Bodensee. Die Landschaft verschwindet hinter einer Regenwand. Blitze und Donner wechseln sich ab. Wir warten. Und tatsächlich zieht das Gewitter Richtung Osten ab. Als der Regen nur noch mäßig fällt, setzen wir uns wieder auf unsere Räder und radeln dem Gewitter hinterher. Bald scheint die Sonne wieder und erwärmt die kaltnasse Luft. Wir durchradeln eine schöne, ruhige und flache Gegend mit Kiefernwald rechts und links der Straße.

Um 17:40 Uhr steigen wir bei unserer 8. Kontrolle in Gartow (862 km) beim Haus des Gastes ab. Unsere Überlegung, ob wir uns draußen auf der Terrasse im Sonnenschein oder drinnen im gemütlichen Gastraum unser ersehntes warmes Essen geben lassen, erhält sofort eine klare Entscheidung: draußen auf der Terrasse. Mit unseren schon drei Tage getragenen Fahrradsachen am Körper können wir drinnen nicht sitzen. Das können wir den Gästen nicht antun. Verständlich, nicht wahr? Wir lassen uns das Menü Nr. 1: Spätzle, Pute usw. reichen. Unsere nassen Sachen breiten wir über leeren Tischen und Stühlen im Sonnenschein zum Trocknen aus. Nach einer guten Stunde starten wir wieder, diesmal Richtung Dannenberg. Noch einmal bekommen wir einen Regenschauer ab, bevor wir dieses nasse Loch verlassen und in den Bereich radeln, worüber sich am Himmel keine Wolken befinden, wo uns die Sonne wieder lacht. Aber mit diesem herrlichen Abendwetter erreichen wir auch wieder hügeliges bis bergiges Gebiet.

Unser Weg führt nämlich über Görde durch die Görde nach Dahlenburg (917 km), zu unserer 9. Kontrollstelle, wo wir am Dienstag um 01:44 Uhr eintreffen. Hier ist die Maus versoffen. Für ganz kurze Zeit können wir nämlich nur noch in einem einzigen Lokal etwas zu Trinken bekommen. Kaffee erhalten wir auch nicht mehr, da schon alle Maschinen abgestellt worden sind. So lassen wir unseren Magen mit ordentlich viel Coca-Cola vollaufen, um die Nacht ohne Müdigkeit zu überstehen. Hinter uns wird gleich die Tür abgeschlossen. Meine Orientierung durch diesen Ort ist die nicht beste. Aber Thomas hat alles im Griff. Wir schlagen bald die richtige Straße Richtung Scharnebeck/Schiffshebewerk ein. Unserer Beleuchtung ist auch nicht die hellste. Aber gemeinsam schaffen wir es, durch das finstere Gebiet über Neetze Scharnebeck nach Bardowick zu radeln. Die letzten ca. 7 km bis zur Shell Tankstelle an der B 4 sind für uns ein Genuß: Es geht phantastisch schnell und laufend bergab und das ohne Wind oder vielleicht Schiebewind.

Um 04:38 Uhr erreichen wir unsere 10. Kontrollstelle in Bardowick (950 km), die Shell Tankstelle an der B 4, die während der ganzen Nacht geöffnet hat. Leider müssen wir draußen im lausig kalten Wind stehen, während wir uns Getränke und Kekse einverleiben. Nun haben wir es fast geschafft. Es sind nur noch 58 km, falls wir uns nicht mehr verfahren. Aber das mit dem Verfahren ist sehr leicht möglich. Kurz hinter Bardowick handeln wir uns mal wieder einige zusätzliche Kilometer ein. Und hinter Niedermarschacht erscheint das erste Hinweisschild nach Geesthacht. Unendlich kommt mir in dieser schwarzen Nacht bei einsetzendem Nieselregen und kaltem Seitenwind die Strecke bis zur Elbebrücke vor. Und in der Elbmarsch gibt uns ein einsetzender sehr kalter Gegenwind fast den Rest. Unser Hinterteil fängt immer öfter an, sich unangenehm bemerkbar zu machen. Hin und wieder müssen wir aus dem Sattel gehen und im Wiegetritt eine Strecke fahren, damit der kostbare, aber stark maltretierte Körperteil wieder durchblutet werden kann. Er schreit nach Beendigung der Tour. Mit unserer Geschwindigkeit ist es auch nicht mehr weit her. Mit einem Schnitt in der Elbmarsch von ca. 1012 km/h bummeln wir genervt langsam unserem Ziel entgegen. Mittlerweile hat sich der Himmel wieder gelichtet. Auch sind wir aus dem Nieselregengebiet heraus. Kurz vor Hamburg scheint wieder die Sonne.

Um 5:55 Uhr erreichen wir unser Ziel, unsere 11. und letzte Kontrollstelle in Hamburg/Horn (1.008 km). Wie schon vorher abgemacht, schieben wir von hier aus unser Rad und wandern zur Gesamtschule von Hamburg/Horn, wo zwei Rennfahrer aus München aus unserer Gruppe bei ihrem Wohnwagen auf dem Schulhof stehen. Wir gratulieren uns gegenseitig zu unserer Leistung.

Ich kann es noch kaum fassen, daß ich diese Gewaltstrecke geschafft habe. 75 Stunden hatte ich Zeit, hier einzutreffen. Wir zwei schafften es trotz der vielen Irrwege sogar in 72 Stunden! Irgendwie ist mir alles andere ziemlich gleichgültig. Mein Magen ruft, um etwas anderes zu Essen zu bekommen als bisher und ganz dringend mein Bett!!! Mir fallen schon fast wieder im Stehen die Augen zu.

Nun habe ich mich für Paris-Brest-Paris qualifiziert. Das ist doch etwas, oder?

© Copyright 1995, Hermine Stampa-Rabe (Kiel, 7. Juli 1995) |