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Am letzten Tag wurde bereits um 7:00 Uhr gestartet, das Abschiedsbuffet in Helsingör wartete!

Bereits die erste lange Steigung aus Boras heraus zersplitterte das Feld. Kurz vor dem höchsten Punkt setzten sich Stig und ein zweiter, starker Däne ab. Ich blieb hinter ihnen und als sie das bemerkten, warteten sie auf die anderen etwas stärkeren Fahrer. Ich hielt auf der langen Abfahrt mein Tempo bei und führte einige Kilometer. Nur Dieter war mir gefolgt. Ich fuhr mit den schnellen Dänen, denen sich auch Rüdiger, Martin und der Norweger angeschlossen hatten weiter.

Dann riß bei mir der Schaltzug für den hinteren Umwerfer. Ich versuchte zunächst auf dem kleinsten Ritzel weiterzufahren, aber mit dieser Übersetzung waren einige Steigungen nicht zu überwinden. Also bastelte ich. Nach einer Weile gelang es mir, den Umwerfer in die Ritzelmitte zu stellen und mit einem Knoten im gerissenen Schaltzug zu fixieren. Mit den zwei verbliebenen Gängen fuhr ich ehrgeizlos weiter. Ich wollte nur noch ankommen. An der Kontrolle in Hyltebruk traf ich meine Gruppe wieder. Nach der Pause ließ ich sie zunächst fahren, sprintete dann aber entschlossen hinterher und stellte fest, daß das Mitfahren trotz des Handicaps nicht aussichtslos war. Ich hielt mich also ran. Es begann zu regnen und es wurde kalt. Alle froren. Zum Glück fuhren wir gleichmäßig und kamen mit leichtem Rückenwind gut voran. Auf den letzten Kilometern vor Helsingborg wurde die Orientierung schwierig. Wir rätselten immer wieder über den richtigen Kurs, fuhren mal zurück und mußten immer wieder anhalten. Wir holten Thomas ein. Er hatte auf die Übernachtung in Boras verzichtet und war die Nacht durchgefahren. Aber auch er hatte Schwierigkeiten mit der Wegbeschreibung und hatte Stunden mit Suchen und Umherirren vertan. Kurz vor dem Ziel rutschte meine linke Pedale heraus. Ich verlor die Gruppe und irrte noch etwas durch Helsingborg, bevor ich das Ziel fand. Auf dieser Irrfahrt begegnete ich nochmals Thomas, der in übelster Laune zur Fähre fuhr.

Auf dem Schiff nach Helsingör traf ich meine Gruppe wieder. Es gab einige lustige Szenen mit den Duschen im Hafen und den wenigen Pouletten (Münzen) für warmes Wasser, als sich vier halberfrorene Randonneure unter einer Dusche abwechselten.

Beim Abschlußessen erfuhren wir, das einige der anderen Gruppen inzwischen auch angekommen waren.

Wir warteten noch bis nach 24:00 Uhr um zu sehen, wer noch alles angekommen war und fuhren zum Campingplatz.

© Copyright 2000, Harald Ophüls
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