Aphorismendomino
eine Anregung zum Nachmachen!
Zum Hintergrund:
Helga Schäferling (Donauwörth) und Helmut Peters (Herten) haben das Aphorismendomino "erfunden". Bei der Vorbereitung auf den gemeinsamen Aphorismenband "denken zwischen gedanken - nicht ohne hintergedanken" (erschienen im Athena-Verlag 2004) haben sich die beiden per Mail und Telefon gegenseitig zum "weiter denken" animiert. Mittlerweile hat sich der Kreis der "Domino"ikaner auf 5 Schreibende erhöht. Das erfordert natürlich Regeln und Disziplin. In Anlehnung an das richtige Dominospiel muss beim "Aphorismendomino" der neue Aphorismus mit einem letzten Teil - Halbsatz oder Wort(e) - beginnen.
Während wir am Anfang etwas nachlässig waren was die "Anschlüsse" angeht, achten wir heute auf den Punkt genau darauf, dass der Anschluss passt - was nicht immer ganz einfach ist! Aber alle Beteiligten haben den Ehrgeiz, das Domino fehlerfrei und logisch fortzuführen. Außerdem trainiert es das kreative Formulieren und veranlasst uns, für eine gelungene Fortführung bei Bedarf auch "um die Ecke zu denken". Gegenseitige Unterstützung darf natürlich sein, wenn es zwischendurch einmal "hakt". Denn bei uns gibt es eine festgelegte Reihenfolge in Bezug auf die Fortführung des Dominos - es geht in unserer Runde also nicht darum, wer der Schnellste ist oder die "bessere" Idee hat.
Begonnen hat das Ganze im Jahr 2004, in der hier genannten Zusammensetzung gibt es die DominAnt(inn)en seit 2008:
Beispielserie:
Helga Schäferling
Sich selbst verfolgen zu müssen ist ein innerer Zwang, der enormen Energieaufwand erfordert. Ist man doch Verfolgter und Verfolger in einer Person.
Helmut Peters
Verfolgter und Verfolger in einer Person zu sein, macht auf Dauer wahnsinnig.
Wilfried Besser
Auf Dauer wahnsinnig werden muss jeder Mensch, dessen einziger Ansprechpartner
ein Bildschirm ist.
Claudia Brefeld
Ein Bildschirm ist der Fluchtweg aus den eigenen vier Wänden
Uli Dittmar
Aus den eigenen 4 Wänden zu entkommen ist manchem ein lebenslängliches Unterfangen.
Helga Schäferling
Lebenslängliches Unterfangen ist für die Eintagsfliege eine relativ kurze Angelegenheit.
Helmut Peters
Eine relativ kurze Angelegenheit dauert umso länger, je schwerer man sich damit tut.
Wilfried Besser
Je schwerer man sich damit tut ans Ziel zu gelangen, desto süßer schmecken die Früchte des Erfolgs.
Claudia Brefeld
Die Früchte des Erfolgs nähern sich nach der Ernte rasant dem Verfallsdatum.
Uli Dittmar
Rasant dem Verfallsdatum entgegen strebt wer die Kurve nicht mehr rechtzeitig kriegt.
Beispielserie:
Helmut Peters
Die Masche, mit der Feiglinge gestrickt sind, ist so grob, dass Mutige problemlos durch die Maschen schlüpfen können.
Wilfried Besser
Problemlos durch die Maschen schlüpfen können die kleinen Fische und sind damit den fetten Haien in entscheidenden Momenten überlegen.
Claudia Brefeld
In entscheidenden Momenten überlegen wir nicht, dann unterliegt unser Handeln der Prägung unseres Herzens.
Uli Dittmar
Der Prägung unseres Herzens entspringt die Sprache, die wir im Alltag zu sprechen pflegen.
Helga Schäferling
Die Sprache, die wir im Alltag zu sprechen pflegen, lässt oftmals einen gepflegten Wortschatz vermissen.
Helmut Peters
Einen gepflegten Wortschatz vermissen lassen vor allem die, die dessen besonders mächtig sind!
Wilfried Besser
Mächtig sind die scheinbar Machtlosen, wenn sie sich gemeinsam gegen ihre Unterdrückung zur Wehr setzen.
Claudia Brefeld
Zur Wehr setzen wir uns gegen jede Kritik und nehmen sofort die entgegengesetzte Perspektive ein - nicht so bei Schmeicheleien.
Uli Dittmar
Bei Schmeicheleien wächst die Bereitschaft, die größten Lügen zu glauben.
Helga Schäferling
Die größten Lügen zu glauben - mit dieser Dummheit der Verbraucher rechnet die Werbung, und der Erfolg gibt ihr Recht.