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© by Aisling (Aisling@gmx.net) & Birgitt (magnifica@gmx.net), September 2004
Jeder Autor kennt sie: Die Muse, die einen heimsucht und dazu nötigt, eine Story zu schreiben. So weit, so gut. Aber was ist, wenn man plötzlich nicht nur eine Muse am Hals hat und die Wohnung zu klein wird. Wenn die Methos-Muse sich mit der MacGyver-Muse prügelt, weil sich Bier und Chemikalien im Kühlschrank einfach nicht vertragen? Dabei haben sie ganz selbstverständlich alle anderen Sachen aus dem Kühlschrank entfernt. Hier gibt es einige Empfehlungen, wie man den Musenüberhang beseitigen kann. Bzw. gar nicht erst zulässt, dass sie sich breit machen.
Behandelst du sie freundlich, dann erzählen sie es weiter, und du hast sie alle in deinem Kopf, deiner Wohnung, einfach überall. Wenn du sie dementsprechend mies behandelst, dann brauchst du die anderen Regeln nicht.
Und lass' sie schon mal gar nicht an deine Biervorräte!
Denn wenn du ihnen ein bequemes Plätzchen anbietest, nisten sie sich garantiert bei dir ein.
Wenn du lieb und nett mit ihnen redest, dann könnten sie sich wohlfühlen. Es soll unter den Musen auch Masochisten geben, die das allerdings genießen, dann hast du ein Problem.
Sie müssen sich mit der Tatsache abfinden, dass du auch ein Real Life hast und sie nicht 24 Stunden am Tag Aufmerksamkeit verlangen können.
Sonst schleichen sie sich in deine Träume, und du wachst am nächsten Tag mit tausend neuen Ideen auf, für die du nie die Zeit haben wirst, sie umzusetzen.
Oder schnall sie auf dem Dachgepäckträger fest (besonders im Winter ist es sehr empfehlenswert). Lass sie niemals auf dem Beifahrersitz. Ganz besonders, wenn du kein Laptop mit hast.
Schau' dir Filme und Serie niemals im Halbschlaf an, dann haben es neue Musen besonders leicht. Wenn du wach bist und eine neue Muse versucht, sich anzuschleichen: Wehr sie ab. Sag' ihr klipp und klar, dass sie sich hinten anzustellen hat. Oder besser noch, mach ihr deutlich bewusst, dass es eh' zwecklos ist, weil du in den nächsten zehn Jahren keine Zeit für sie haben wirst.
Besonders bei Filmen und Serien, die du bisher für harmlos gehalten hast. Es ist durchaus möglich, dass du sie plötzlich aus einem anderen Blickwinkel siehst und die Muse dich heimtückisch aus dem Hinterhallt anfällt. Dann solltest du sie wie bei Regel 8 behandeln.
Pass bei dem Besuch von wohlmeinenden' Freunden, die auch musengeplagt sind, auf! Sie wollen, genau wie du, ständig überzählige Musen loswerden. Besonders hartnäckige Freunde verschicken ihre Musen über Telefon, Mail und manchmal sogar via Gedankenübertragung.
Aisling hält es mit ihren Musen folgendermassen. Wenn sie sie anfallen, werden sie gefesselt, geknebelt und auf den Balkon gehängt. Hält die Muse das aus, dann kümmert sich Aisling nach einiger Zeit intensiv um sie, und die Muse wird, solange sie gebraucht wird, gehätschelt und gepflegt. Braucht Aisling sie dann nicht mehr, kommt sie wieder auf dem Balkon. Meistens verziehn' sie sich dann freiwillig. Im Gegensatz zu anderen Autoren, die ihre Musen umbringen müssen, um sie loszuwerden, ist Aisling noch richtig harmlos. Allerdings gibt es auch bei ihr schon mal Musen, die sich vordrängen.
Birgitt z.B. ist allerdings viel zu harmlos. Sie ist nett, liebenswürdig, freundlich und rücksichtsvoll zu ihren Musen. Deshalb hat sie auch zig WIPs auf ihrer Festplatte, weil sich die Musen ständig vordrängeln und sich einen Dreck um die Reihenfolge ihres Eintreffens scheren.
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