Der Sonnenaufgang
© by Aisling (Aisling@gmx.net), 2005

 

Es ist eine Nachwehe zu Schattensprünge und ich war einfach in einer melancholischen Stimmung.
 

Wie viele Stunden ich auf der Wiese saß, wusste ich nicht. Es war noch dunkel, nichts deutet darauf hin, dass sich so bald etwas ändern würde.

Doch die Vögel wussten es anders. Sie wurden munter und fingen an, ihr Lied zu singen.

Und als ob es ein Befehl war, erwachte die Sonne aus ihrem Schlaf und erhob sich über den Horizont.

Zuerst hellte sich der Himmel auf, dann schickte die Sonne ihre ersten Strahlen aus. Der unterste Streifen des Horizonts färbte sich von einem hellen Rosa zu einem kräftigen rot. Und dann erhob sich ein gelber Ball in den Himmel.

Hell, leuchtend und prächtig. Alles um mich herum wurde im Licht gebadet und bekam Farbe.

Die Wiese unter mir verwandelte sich von schmutziggrau in ein sattes Grün. Der Wald zu meiner Rechten war auf einmal dunkelgrün. Und die Dächer der Häuser, die noch vor wenigen Minuten weit entfernt als dunkle Schatten zu sehen waren, wurden rot.

Doch in meinem Herzen ist es immer noch dunkel, denn du bist gegangen. Du hast mich einfach so verlassen und ich weiß nicht, wie es weitergehen soll.

Der Sonne ist es egal, sie zieht immer ihre Bahnen und auch morgen wird es einen Sonnenaufgang geben, egal, wie dunkel es in meinem Herzen ist.

 
Ende