Brettchenborte mit Blütenranke

Deutschland 12.-13. Jahrhundert
Die Herkunft des Bandes ist unbekannt, es wurde im Jahre 1887 vom Märkischen Museum, Berlin erworben und hat dort die Inventur Nr. 87,739.

Von dem Originalband sind folgende Daten bekannt:
Jedes Brettchen wurde mit vier gleichen Fäden aufgezogen.
Kettfäden: Seide
Farbe: Lachs, beige, dunkelgrün
Broschierfäden: weiße Seide, Goldlahn mit Seidenseele
Schussfaden: Leinen, S-gezwirnt

Da ich nach einer Abbildung aus dem Buch ‚mittelalterliche Seidenstoffe' von Leonie von Wilckens gearbeitet habe, konnte ich die ursprüngliche Brettchenanzahl nicht genau ermitteln. Aufgrund der Feinheit gehe ich von ca. 100 – 120 Brettchen aus.

Nachwebung des Musters:
Technische Daten:
Kettfäden: Seide
Farbe: Grün, Orange, Weiß
Broschierfaden: Seide
Farbe: Orange, Weiß
Schussfaden: Leinen, naturfarben
Anzahl der Brettchen: 37
Bortenbreite: 3 cm
Musterrapport: 575 Zeilen, dann die erste Wiederholung. (Vielen Dank an H.-C. Lehman, der die graphische Umsetzung gemacht hat)
Arbeitszeit: ca. 80 Stunden




Der Gürtel hat eine Gesamtlänge von 185 cm.



Details: Ein Löwe und die verschiedenen Blüten.



Das Symmetrische Mittelmotiv und weiter Blüten.


Ein weiterer Löwe und die Gürtelschnalle mit Beschlag.
Die Gürtelschnalle mit Beschlagblech ist ein Replik eines Fundes aus Limoges (ca. 1250)
Die Schnalle aus Bronze mit Silbereinlagen wurde von Carlo Niato gefertigt, der Beschlag aus vergoldetem Kupfer mit Grubenschmelzeinlagen und Goldstiften wurde von Annette Peukert gefertigt.


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