Abschlussband des sogenannten Messgewandes der
Heiligen Harlindis und Relindis; 8./9. Jahrhundert
Die Angelsächsischen Stickereien verziert mit brettchengewebten
Bändern, die sich nun in Maaseik befinden, wurden lange Zeit als Handarbeit
zweier lokaler Schwestern, Harlindis und Relindis, angesehen, die das Aldeneik
Kloster gründeten. Die Stickereien weisen auf ein Messgewand hin.
Die broschierten Bänder sind wahrscheinlich in Angelsachsen hergestellt
worden und zu einem späteren Zeitpunkt aufs Kontinent gebracht worden.
Im Original hatte das Band folgende Daten:
Breite: 1,2 cm
Kette: rote Seide und beige Seide/Leinen?
Broschierfaden: Goldlahn
Brettchen: 27 ( 15 im Musterteil, und an jeder Seite 6 Randbrettchen)
Alle Brettchen sind mit jeweils vier Fäden bezogen worden, im Musterteil
jeweils zwei rote und zwei beige Fäden. Somit ist das Band sowohl broschiert
worden, als auch in der köpertechnik gewebt worden.
Aufzug: abwechseln S und Z.
Alle Informationen und die Musteranleitung stammen aus dem Buch Ecclesiastical Pomp & Aristocratic Circumstance
von Nancy Spies.
Im Gegensatz zum original Band, hat das von mir gewebte Band an jeder
Seite nur 5 Randbrettchen und die Brettchen im Musterteil ist der Aufzug
nur in einer Farbe. Das Band ist somit auch nicht in Köpertechnik gewebt.
Aber das Muster ist trotz allem noch gut erkennbar.
Kette: Schappseide,
Broschierfaden: Realseide. Höhe 1,9 cm