Entwicklung

Das erste Schleppfahrzeug ASF 01 wurde 1964 vom FEV Blankenburg geplant und gebaut, vermutlich lag die Fertigung bereits damals in Händen der LEW. Die FEV war zu DDR-Zeiten für die Fahrzeugentwicklung zuständig, neben Baufahrzeugen und Schneeräumern wurde auch das ASF hier entworfen. Die Entwicklung ging u.a. aus dem Wunsch der Treibstoffersparnis hervor. Da bisher für sämtliche Rangiertätigkeiten eine Kleinlok benutzt werden mußte, die natürlich mit Diesel betrieben wurde, wollte man auf die Nutzung von elektrischer Energie umschwenken. Treibstoffe mußten für viel Geld (Devisen) importiert werden, wogegen man Strom relativ günstig aus heimischer Braunkohle erzeugen konnte.

Neben dem Vorserienexemplar des FEV wurden auch Prototypen durch LKM und das RAW Halle entwickelt, deren Produktion jedoch dann zugunsten des Types EL 16 unterblieb.
Das durch LKM im Jahr 1961 entwickelte Fahrzeug ASF 02 erhielt die Fabriknummer 262102 und wurde zuletzt in roter Farbgebung im Bw Zeitz gesichtet. Der endgültige Verbleib ist unbekannt.
Das ASF 03 entstand im RAW HAlle aus einer Kleinlok der BR 101, der letzte bekannte Verbleib ist ebenfalls in roter Farbgebung das AW Wittenberge.

Die Form des ersten Akkuschleppers des LEW ist relativ eckig und das Fahrzeug wirkt auf den ersten Blick größer als die späteren Serienfahrzeuge. Eine Aufarbeitung des Vorserienfahrzeugs fand im Jahre 1977 statt, es konnte danach noch im Juli 1984 in Werdau gesichtet werden. Über den Verbleib der Maschine ist nichts bekannt, sehr warscheinlich wurde mit dem Fahrzeug eines der Jahresschrottsolls erfüllt.

Unter der Typenbezeichnung "EL16" entstanden dann bei der Firma Lokomotivbau-Elektrotechnische Werke (LEW) "Hans Beimler" in Hennigsdorf bei Berlin die Akkuschleppfahrzeuge, kurz "ASF" in mehreren Serien. Man griff auf die Erfahrung im Bau von Grubenakkulokomotiven zurück. Zwischen 1965 und 1991 wurden nach Firmenangaben 514 Stück dieser Fahrzeuge gefertigt, wobei einige Teile mit der Grubenlok des Typs EL8 identisch waren. Wie aus der wiedergegebenen Referenzliste ersichtlich, wurden die Fahrzeuge zwischen 1966 und 1990 ausgeliefert. Nach der "Wende" unterblieb der Weiterbau, eine bereits bestellte Serie wurde storniert.

Der Prototyp ist im sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz erhalten.

Die Seite www.akkuschlepper.de wurde erstellt von Grunar Löfsund.