Die hier beschriebenen Ausbildungsmethoden entstammen den Anfängen der Ertrunkenensuchausbildung in den 90zigern. Obwohl inzwischen längst überholt wird von vielen Staffeln immer noch auf diese Weise ausgebildet - teils aus Unkenntnis, teils weil nur Übungs- aber keinerlei Einsatzerfahrungen vorliegen.
Bei der Ausbildung wird auch synthetischer Leichengeruch verwendet. Marktführend ist hier die Firma Sigma-Aldrich, bei der verschiedene Geruchskomponenten zu beziehen sind.

Für die Wassersuche eignen sich vorrangig Tabletten mit synthetischem Leichengeruch, da diese relativ wasserbeständig sind und somit auch unter Wasser einsetzbar sind. Allerdings bilden diese Tabletten nur für ca. 30 Minuten ein geeignetes Geruchsbild und lassen sich nur bis zu einer Wassertiefe von 4m einsetzen.

Nach Öffnen der Verpackung wird der synth. Geruch relativ instabil und zudem mit anderen Umweltgerüchen kontaminiert.

Entsprechend hoch ist der Preis dieser synthetischen Geruchsstoffe (15 Tabl. - 39 Euro / 50 Tabl. - 106 Euro). Somit wird die Ausbildung mit dieser Methode auf Dauer sehr teuer.

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Der größte Nachteil der Tabletten besteht darin, daß die Hunde auf ein einziges Geruchsbild, welche nicht variable ist, ausgebildet werden. Wassersuche ist jedoch die Suche nach einem sehr variablen Geruchsbild - je nach Dauer der Liegezeit des Ertrunkenen, Zustand der Leiche.

Um nach einer gewissen Liegezeit der Tabletten im Wasser nachkontrollieren zu können, ob diese noch nach Leiche riechen, müssen sie wieder an die Wasseroberfläche geholt werden. Dies wiederum setzt voraus die Tabletten in geeigneten Gefäßen so im Wasser zu deponieren, daß sie wiedergefunden werden - also mittels einer Schnur oder einer Boje. Dadurch würde entweder ein weiterer Geruch dem Geruchsbild zugefügt (Schnur) oder ein optisches Zeichen gesetzt.

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