Ein sehr wichtiger Punkt bei der Ausbildung des Hundeführers ist das Erlernen des Umgangs mit belastendem Stress.

Wie bei keiner anderen Suche reagiert der Hund so sensibel auf Stimmungen und Stress des Hundeführers. Sehr schnell kommt es dann zu Fehlanzeigen.

Der ideale Hundeführer wird bei der Suche sehr ruhig sein und fast teilnahmslos wirken.

Allerdings sind dem Hundeführer bei solchen Suchen auch die Möglichkeiten der Stresskompensation nicht so gegeben wie bei anderen Einsätzen. Er kann körperlich nicht aktiv sein und ist meist extrem belastet.

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Nicht ungewöhnlich ist es, daß Angehörige oder Freunde des Ertrunkenen vor Ort sind und vollkommen irrational reagieren - bis hin zur Aggression gegen die Einsatzkräfte. Sind keine Notfallseelsorger vor Ort muß der Hundeführer sich u.U. auch damit auseinander setzen. Zudem sind die Opfer solcher Unglücke sehr oft Kinder, meist Kleinkinder, - eine weitere Belastung für den Hundeführer.

Kommt es zu einer Bergung von Opfern die schon lange Zeit im Wasser waren (meist ist noch ein Hundeführer an Bord des Bootes während des Tauchereinsatzes) so sind die Bilder einer Wasserleiche meist ebenfalls recht belastend.

Da die Arbeit der Wassersuchhunde noch recht unbekannt ist, besteht auch bei den anderen Einsatzkräften ein berechtigter Zweifel am Können der Hunde. Auch dies setzt den Hundeführer unter Stress, unter einen gewissen Erfolgsdruck.

Die Medienpräsenz ist beim Einsatz von Wassersuchhunden leider auch recht häufig.

All dies muß der Hundeführer verarbeiten können. Ansonsten wird er keine zuverlässige Suche mit seinem Hund durchführen können.

Trotzdem kommt es sehr oft vor, daß der Einsatz für den Hundeführer erst einmal unbefriedigend war. Nicht selten wird das Opfer trotz Anzeige der Hunde nicht sofort gefunden, oft erst nach mehreren Tauchgängen. Der Hundeführer wird somit des öfteren wieder nach Hause fahren müssen, ohne das eine Bergung erfolgt ist. Diesen Stress nimmt er in den Folgeeinsatz wieder mit. Auf Grund der Strömungsverhältnisse kann dann allerdings der Ertrunkene inzwischen an einem ganz anderen Punkt sein als am Vortag.

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