Ein weiterer nicht unerheblicher Faktor sind die jeweiligen Strömungen.

 

Bei einem fließenden Gewässer sind diese Einflüsse offensichtlich, in einem stehenden Gewässer jedoch nur begrenzt wahrnehmbar.

 

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Mit Hilfe von Uranid können im Übungsbetrieb Versuche vorgenommen werden, um die Ausbreitung des Geruch, bedingt durch unterschiedliche Strömungen, für den Hundeführer sichtbar zu machen. Uranid bewirkt selbst ein kleinen Mengen eine starke Blaufärbung des Wassers und ist ökologisch vollkommen bedenkenlos. Allerdings ist Uranid nicht gerade billig. Da wir Menschen jedoch immer auf unsere Augen angewiesen bleiben werden und damit die Geruchsausbreitung (Uranidfärbung) nur bedingt sehen können ist es auch hilfreich in entsprechendem Abstand zum Ortungspunkt an der Wasseroberfläche Wasserproben zu entnehmen, die optisch keine Blaufärbung mehr aufweisen, und sie anschließend im Labor analysieren zu lassen. Dies kann durchaus einmal kostengünstig als Versuch bei Schluklassen oder Studenten durchgeführt werden.

Der gravierende Nachteil für den Hundeführer jedoch ist darin gegeben, daß er selber diese Strömungen weder kennt noch nachvollziehen kann. Er ist immer auf die Aussagen von Ortskundigen angewiesen - welche dann immer rein subjektiv sind. So ist zwar das Wissen um eventuell vorhandene Strömungen wichtig aber nur begrenzt kalkulierbar.

Wichtiger sind hier die Einschätzungen von Zu- oder Abflüssen im Gewässer oder die Strömungsgeschwindigkeit in fließenden Gewässern, sowie Sogwirkungen in Überflutungsgebieten. Hier sind insbesondere enge Durchflüsse (Röhren, überflutete Brücken, etc.) relevant, bedingt durch eine erhöhte Durchflussgeschwindigkeit.

Auch bei Wehren bedingt durch Wasserwalzen und Sogwirkungen müssen diese Strömungen einkalkuliert werden - hier vor allem auch wegen der Gefährdung der Hunde und Einsatzkräfte.

Nochmals sei beim Punkt Strömungen darauf hingewiesen, daß diese eine extreme Gefährdung für die Hunde darstellen wenn diese schwimmen eingesetzt werden (manche RHS machen dies immer noch). Wir selber lassen die Hunde grundsätzlich niemals ins Wasser springen bei einer Suche. Zwar sind die Hunde gute Schwimmer und zusätzlich immer auch mit einer Schwimmweste gesichert - aber es kann sehr schnell gehen, daß ein Hund von einer starkern Strömung erfasst wird (Überschwemmungen) in einen Sog gerät und nicht mehr rechtzeitig ins Boot gezogen werden kann.

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