Jeder einzelne Hundeführer muß in der Einsatztaktik geschult sein, da er in einem Einsatz letzten Endes allein - ohne seinen Einsatzleiter arbeitet. Zwar ist dieser auch vor Ort, allerdings am Ufer und nicht mit auf dem Boot. Auf einem stehenden Gewässer können sich schlagartig die Windverhältnisse so ändern, daß eine vollkommen andere Suchtaktik als bei dem vorherigen Team angewandt werden muß. tsch6.jpg (10594 Byte)

 

schluch6.jpg (10072 Byte) Während der Hund sich bei allen anderen Suchen nach Vermissten selbständig an die stärkste Geruchsquelle heran arbeitet ist er bei der Wassersuche vollkommen auf den Hundeführer angewiesen. Die oftmals angewandte Taktik, daß der Hund beim Erreichen der stärksten Geruchsquelle aus dem Boot springt und dann kreisend schwimmend noch näher versucht an die Geruchsquelle zu kommen ist im Einsatz nicht oder nur bedingt praktikabel, da dies u.U. eine sehr starke Gefährdung für den Hund darstellt. Auch eine Schwimmweste für den Hund stellt nur eine bedingte Sicherheit dar. Man sollte nie vergessen, daß an dieser Stelle ein Mensch ertrunken ist. In Überschwemmungsgebieten oder Gewässern mit starken Strömungen, Sogwirkungen an Brücken etc. bedeutet das Springen des Hundes seinen Ertrinkungstod.

Der Hundeführer muß äußere Einflüsse, wie

  • Wind
  • Wetter
  • Strömungen
  • Temperatur

einrechnen um den Ortungspunkt zu bestimmen.

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Diese Faktoren wiederum bestimmen seine Suchtaktik. Die Aufgabe der Hundeführers ist es somit auf Grund dieser Einflüsse dem Bootsführer entsprechende Anweisungen zu geben, wie er das Boot (Geschwindigkeit, Breite und Länge der Suchschläge) zu dirigieren hat und gleichzeitig den Hund zu beobachten um den Punkt der stärksten Geruchsquelle möglichst genau zu finden und zu markieren.

Nachdem dieser Punkt gefunden ist, liegt es am Hundeführer zusätzlich Strömungen und Windverhältnisse einzurechnen. Zu beachten ist dabei, daß auf einem Gewässer der Geruch deutlich weiter transportiert wird durch den Wind als in einer Fläche, in der gleiche Windverhältnisse vorherrschen. Somit liegt der Punkt an dem letztlich die Taucher zum Einsatz kommen meist an einer anderen Stelle als dort wo der Hund anzeigte.

In der Regel wird bei der Wassersuche auf einem stehenden Gewässer eine Gegenwindsuche im Zick-Zack Revier angewandt, was bedeutet, daß dem Hund der Wind (und damit der Geruch) zugetragen wird. Bei der Suche auf einem fließenden Gewässer wird je nach Breite des Gewässers entweder vom Boot aus gesucht (immer gegen die Fließrichtung und unter Berücksichtungen der Windverhältnisse) oder vom Ufer aus. Hier ist dann wieder auf die Windverhältnisse zu achten, wobei meist eine Uferseite nicht von Land aus abgesucht werden kann wegen der Windrichtung, sondern vom Boot aus gemacht werden muß. Bei schmalen Gewässern ist die Suche gegen den Wind meist nur auf einer Uferseite notwendig und sinnvoll.

Zur Einsatztaktik gehört zudem, daß der 2. Hundeführer sich während der Suche möglichst außerhalb aufhält um möglichst unbeeinflusst seine Suche später durchführen zu können.

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