Ouezanne, 08.01.2006

hallo, versuche mich mal wieder auf einer arabisch franzoesischen tastatur. Sind in ouezanne. Alles bestens, tolle stimmung. Da insbesondere hans wartet, will ich versuchen mich kurz zu fassen. Die anreise lief bis nancy allerbest, waren bereits um 19:00 in luxemburg mit tanken fertig. Ab dijon, bis hinter valence (noerdl. Orange) extrem heftiger schneefall bei eben unter null. Das gesamte programm von geschlossener schnee- bis eisdecke mit heftig schlingerndem anhaenger. Joe und ich wechselten uns alle 1 ½ h ab und schafften es irgendwiee die fuhre heil gen sueden zu kutschieren. Um 8:30h waren wir in perpignan zum einkaufen und kaffeetrinken. Weiter gings den tag noch bis zum bekannten hotel peresil (dort, wo wir beide letztes jahr niemanden antrafen) bei cuevas de almanzora. Dort koennen wir das gespann beliebig lange kostenlos stehen lassen :-))

abends noch ordentlich einen genommen. Am samstag morgen zunaechst bei trockenheit, spaeter bei regen die motos aufgeroedelt und ca. 11 h losgekommen. Einkauf-/tankstop in vera im regen, dann richtung algeciras. Als ich ein grosses wolkenloch sah und mein gps eine wunderbar gewundene strecke grob in unserer richtung zeigte, bog ich ab. Super fruehsport fuer unsere motos und uns, der in super toller 20 km stein piste seinen hoehepunkt fand. Smile! Dann im trockenen nach almeria. Um 16:00 die grosse enttaeuschung, fuerchterliches gewusel im terminal, kein platz auf der und den naechsten faehren, in marokko ist hammelfest. Kurz beratschlagt, dann entschlossen, mit den motos nach algeciras zu fahren. Waren harte 360 km, die wir um 16:30 unter die raeder nahmen. Erst regen und hagel, dann recht kuehl. Heftig gebissen und um 22:00 im hotel roccio fest gemacht. Der abend war dann nicht so lang, habe die jungs aus 'meinem zimmer nr. 8' gegen mitternacht rausgeschmissen.

Heute morgen um 7:45 angefangen zu roedeln (-3 grad), um 9:30 los, 11 h faehre voellig problemlos erwischt. Die zollabfertigung dauerte etwa 45 minuten, obwohl nichts los war :-( dann bei strahlendem sonneschein und temperaturen zwischen 17 – 14 grad nach ouezanne. Hans ist ganz voll der vielen eindruecke. Der hammer war eine ortsdurchfahrt von ca 2 km, die uns etwa eine stunde kostete. In einem 5000 einwohnerdorf war grosser hammelmarkt, der verkehr aus eseln, autos, bussen, menschen, gezerrten hammeln und ziegen war unvorstellbar und bedeutete annaehernd stillstand, aber zu sehen gabs ganz viel ....

joe und hans stehen draussen und warten, wir wollen gleich tajine essen, daher will ich zum ende kommen. Uns geht‘s jedenfalls richtig gut. Wir planen grobe richtung missour, entweder ueber azrou oder guercif...



errachidia 13.01.06

wir sind von ouezanne bei schoenstem wetter an der barrage miara vorbei ueber die piste gebuegelt. Dann ueber nebenwege diagonal nach suedosten, ziel taza. Nachmittags wurde es kalt, nachts frost. Hatten das gleiche kalte zimmer, wie im vorjahr. Am naechsten morgen gings bei 3 grad nach guercif. Hier kauften wir ein, tranken kaffee bzw. Tee und assen spontan ein gebratenes huhn. War total legger, schoen gewuerzt und ganz knusprige haut. Kam gut, so als fruehstueck, bei den temperaturen. Hinter guercif bogen wir ab auf die hauptstrasse gen sueden. Geplante abstecker ueber pisten liessen wir aus, da nur eisig kalt und hoffnung, je weiter suedlich desto waermer... in ouad ouhlal besuchten wir kemals famlie. Die haben sich ganz fuerchterlich gefreut, insbesondere die mama. Kemal studiert in fez und war zu hause wg. Des hammelfests ab mittwoch (dieses fest geht drei tage bis eine woche, waehrend dieser zeit erlahmt das oeffentliche leben, fast alles ist dicht, da alle marokkaner bei ihren familien sind). wir wurden natuerlich eingeladen,´am naechsten tag mit zu feiern.... also noch mal kann ich da nicht auftauchen, ohne dort zu uebernachten. Nadja war nicht zu hause, sie arbeitete als verkaeuferin in einem shop, dafuer haben wir karim, die juengere schwester kennengelernt; koennte ein zwilling von nadja sein...

nach zwei stunden kamen wir wieder los und ritten die 50 km bis missour ab. Im zimmer wars zwar warmer als in taza, aber 10 grad waermen nicht wirklich. Gestern frueh suchten wir lange nach einer meoeglichkeit uns zu verpflegen (hammel...) und verliessen missour bei 3.5 grad. Um den 1907 m hohen pass ueber den atlas suedlich midelt zu umgehen fuhren wir gen suedosten um uns 100 km weiter oestlich ueber den atlas zu schrauben. Temperaturen erwaehn ich garnicht mehr. Zumindest hatten wir am vormittag eine std. Sonne und zwar just, als wir ab 1500 m hoehe in den schnee kamen. Der lag 5 cm hoch auf der strasse. Da hammelfest, kein verkehr, ich durfte die erste spur ueber den 1706 m hohen pass in den schnee legen. Leider kamen wir kurze zeit spaeter in nebel und wolken.

Am fruehen mittag kamen wir in eine kleine stadt und fanden genau eine geoeffnete teestube. Wir wurden vom wirt zum hammelessen eingeladen. War auesserst lecker und tat unseren maegen gut... danach gings auf eine piste, die vor 8 tagen der rallye dakar gedient hatte, zum glueck koennen wir drei enduro fahren... ;-)

bei der abfahrt eines kleinen passes trennte joe sich kurzfristig von seiner twin. Von abfahrt kann eigentlich nicht die rede sein, wenn der weg aus 30 bis 80 cm hohen stufen besteht... wir schafften noch ein paar kilometer, dann hatte sich joes werkzeugrolle, die er vor dem motorschutz montiert hatte, in wohlgefallen aufgeloest. Das entfernen der reste und suchen nach verlorenen teilen dauerte so lange, dass ich entschied in einer verlassenen palmenoase zu zelten, da bis sonnenuntergang nur noch 40 minuten und errachidia noch 100 km entfernt. Also bauten wir bei mittlerweile sonne und 5 grad schnell unsere zelte auf und fanden zum glueck ausreichend feuerholz, das uns bis 21:30 waermte. Nachts gab es einige minusgrade – meine ausruestung ist perfekt ! - . heute morgen schien die sonne eine gute halbe stunde, so dass unsere zelte bei 0 grad etwas trocknen konnten. Der vormittag gab immer wieder einzelnen sonnenstrahlen die chance, die erde zu erreichen, so dass wir spontan weitere 44 km piste unter die raeder nahmen und am spaeten mittag bei rich auf die hauptstrasse durch den george du ziz einbogen, leider nur noch wolken bei 3-5 grad. Im voellig toten (hammelf...) errachidia warteten wir bei nun satten 10 grad, bis jemand kam, um das hotel fuer uns auf zu schliessen. Heizung ist nicht in betrieb :-( , warmes wasser soll es abends geben :-) zum glueck oeffnen jetzt allmaehlich diverse laeden, so dass es nicht mehr ganz so trostlos ist. Hoffentlich macht der alk-laden auch noch auf, darauf haben wir uns verlassen.....

nun habe ich die tastatur genug gequaelt und sie mich. Uebers wetter rede ich nicht mehr, uns geht‘s jedenfalls gut. Wollen versuchen, gleich tajine zu bekommen, wahrscheinlich mit hammel ;-)

morgen wollen wir in den ergchebbi. Habe gerade sms bekommen, dass schon eine woche um ist. Haben wir garnicht bemerkt.....



zagora, 19.01


viel ist passiert, seit ich mich das letzte mal aus errachidia gemeldet habe. Wir haben dort zwei naechte verbracht, die stadt war ziemlich tot wegen des hammelfests. Am samstag frueh sind wir bei 9 grad gen sueden gestartet. Kurze etappe, da tagesziel die duenen des ergchebbi. Dort erfuellte sich mein seit langem gehegter traum. Direkt rein in die duenen und in einem kleinen kessel unser lager aufgeschlagen; war es zufall, dass diese nacht vollmond war ? ;-)

nachdem unsere zelte standen und die motos unbepackt auf uns warteten ging‘s in die duenen. Joe brach nach umfaller und einsanden mit seiner ihm zu schweren twin nach sehr kurzer zeit ab. So konnte er wenigstens filmen, wie hans und ich uns bis zur erschoepfung vergnuegten. Immer steiler, immer hoeher, immer mehr umfaller, einbuddler, wie die kinder... ich schaffte diesmal immerhin eine 50 m duene. Irgendwann waren wir stehend k.o., zurueck zu den zelten und als festmahl bratkartoffeln.

Nach ungezaehlten sonnenuntergangsfotos und -video noch ein paar schluck wein, dann ging der volle mond ueber den duenen auf. Ich spare mir jede beschreibung, waere eh viel zu kitschig.....

nachts war es um die 0 grad kalt, am naechsten morgen weckte uns die sonne und brachte immerhin 17 grad tagestemperatur. Wir fuhren, nachdem hans und ich mit unseren motos 1 ½ h fruehsport in den duenen gemacht hatten, zunaechst zum leider ausgetrockneten flamingosee, danach zielgerichtet ziellos, landschaft geniessend, zunaechst nach westen, dann in noerdlicher richtung. Liessen uns einfach so treiben und hatten viel spass dabei. Natuerlich schlugen wir unser lager wieder im millionen sterne hotel auf und es waren noch viel mehr, bis ein roter voller mond besitz vom himmel ergriff. Wir hatten ein prima feuer und liessen einen wunderschoenen tag mit langsam zur neige gehenden weinvorraeten ausklingen.


Am 16. januar sollte es gem. Langfrist-prognose eigentlich in ganz marokko heftig regnen. Aber davon war vormittags nicht viel zu sehen, ausserdem sind wir doch ganz im sueden, wo es ohnehin nur alle paar monate mal einen schauer gibt... morgenroutine mit einheimischen

kindern, selbst ein beinloses kind kam im rollstuhl durch die wueste. Wie immer bekamen sie keine bonbons oder kulis von uns, dafuer aber zu essen und die haben wahrlich hunger. Hans, unser weltenbummler, ist ganz schockiert ueber die armut, die wir hier taeglich sehen. Er kann sich nicht erinnern, so etwas jemals gesehen zu haben, mit ausnahme von anatolien, vielleicht.


Wir brachen also unser lager ab und fuhren nach rissani, um alle vorraete aufzufuellen und zu entscheiden, ob wir wegen des drohenden regens nun hierbleiben oder unsere 250 km groesstenteils offroadetappe nach zagora starten sollten. Im norden war alles dunkel, klar da ist ja auch der hohe atlas, im sueden nur blauer himmel. Also los, wird schon schiefgehen. Ab mecissi gings 90 km auf piste gen suedosten, diese piste war drei mal so sandig und weich, wie im vorjahr, also hintern nach hinten und gas! Gegen 16 uhr, wir hatten gerade den ersten salzsee suedlich hiremlia passiert, fand ich einen ansprechenden lagerplatz.

Routiniert wureden die zelte aufgebaut, hans sammelte feuerholz, ich kochte wasser, dann sollte es abendbrot geben. Wir kamen leider weder zum feuer, noch zu unserer schon eingespielten abendroutine. Der himmel wurde rundum schwarz, es fing an zu wehen und nach kurzem einregnen schuettete es aus kuebeln. Ich nutze ein kurzes atemholen des unwetters

und versorgte die beiden mit brot, kaese und wein. Wir hatten uns schliesslich jeder in sein zelt verkrochen. Kommunikation von zelt zu zelt war nicht moeglich, da der regen bei 6-8 windstaerken auf die zelte prasselte. Mit etwas ungutem gefuehl schlief ich irgendwann ein, ohne mich allerdings gross auszupluennen, falls denn nachts alarm sein sollte. Und der kam. Hans weckte mich um 20 vor 12, da ein baechlein ca.

5 min von seinem zelt entfernt war. Im sturm schafften wir beide sein zelt an eine zwei meter hoeher gelegene stelle. Joe, den wir natuerlich auch alarmierten, besonders, weil er an der tiefsten stelle zeltete, hatte keine lust aufzustehen und wollte das ganze aussitzen bzw. Ausliegen. Denkste, er schippte spaeter in der nacht mehr als ein mal. Wir schliefen alle sehr wenig und unruhig, da das unwetter keine auszeit nahm. Ich fasse mich kurz, der naechste tag ging so weiter. Es klarte erst ab mittag mal kurz auf, um dann doch gleich wieder erneut zu regnen, immerhin liess der sturm nach. Mit mondaufgang um 20:35 h war

der spuk vorbei. Der 18. januar empfing uns mit aufgehender sonne bei blauem himmel und 0 grad. Geburtstagsvideobotschaft fuer uli, dann klamotten trocknen und losroedeln.

Wohin? Zurueck durch den aufgeweichten salzsee, der nun mit wasserpfuetzen gespickt war, oder weiter gen zagora, unserem eigentlichen ziel, wissend, dass wir ueber die schwemmtonebene des lac maider muessen. Wir entschieden uns fuer letztere moeglichkeit. Nach solchen regenfaellen wird einem dann auch der begriff schwemmton klar. Wir kamen arg an unsere grenzen, joe leider etwas weiter, als es ihn hinhaute, da das vorderrad seiner twin vom schlamm blockiert war. Leider prellte er sich den linken knoechel doch arg. Ironie: tags zuvor hatte er noch erzaehlt, dass er neue cross stiefel braeuchte. Nun gut wir meisterten

den lac und bretterten dann weitere 140 km auf durchweichter piste gen zagora. Irgendwann war nur noch der wunsch: hotelzimmer und warmes abendessen in zagora.

Hier relaxen wir nun, joe pflegt seinen fuss und wird sicherlich noch ein paar tage hier bleiben und es sich gut gehen lassen, hans und ich haben vorhin die vorraete ergaenzt, die arg geschundenen motos gepflegt und werden morgen richtung atlantik ueber pisten aufbrechen. Mit joe treffen wir uns dann, wenn er wieder richtig fit ist.



24.01 in agadir


hans und ich sind am freitag aus zagora gestartet. Zunaechst gings ueber asphaltierte (zur not fahren wir soetwas auch mal) strasse gen sueden nach m‘hamid. Es wurde immer waermer, beim kaffeestop um 13:00 h hatten wir bereits 22 grad. Dann ab in die duenen. Anfangs extrem heftig, da tief verspurte piste. Hier werden nicht wenige touris mit allradlern in die wueste gekarrt. Im fech-fech mit bis zu 50 cm tiefen spurrillen kamen hans und ich auf den naechsten 8-10 km mit unseren bepackten motos arg ins schwitzen. Dann zog es uns gen sueden. Hier hangelten wir uns von duenenfeld zu duenenfeld. Wir folgten diversen spuren, durchquerten ein ganzes duenengebiet und bauten um 17 h unsere zelte mitten im nirgendwo bei 25 grad in einem duenental auf. Einen schoeneren zeltplatz kann man nicht finden, zumal wir auch noch genuegend feuerholz fanden und uns millionen sterne das in den schlafsack krabbeln schwer machten.


Am naechsten morgen arbeiteten wir uns (mit gps ist die orientierung wenigstens kein problem) gen norden zu der oase vor, in der ich vor drei jahren mit gebrochenem schluesselbein stundenlang auf hilfe gewartet hatte. Ein kurzer abstecher zur damaligen unfallstelle war obligatorisch, dann gings mit viel speed ueber steinpisten und den salzsee des lac d‘iriki gen westen. Die letzten 45 km forderten uns alles ab, da die damals ohnehin schon sehr steinige piste nun mit schwerem geraet neu geschoben war und wir wie auf kugeln fuhren, da der untergrund alles andere als verdichtet war. Gegen 16:30 h waren wir in foum zguid, tranken kaffee, tee und o-saft, ergaenzten unsere bestaende und beeilten uns einige kilometer noerdlich an einer piste unsere zelte vor einbruch der dunkelheit aufzubauen. Nach sonnenuntergang wurde es leider sehr schnell kalt, feuerholz hatten wir keines gefunden, so dass wir uns um 19 h bereits in die zelte fluechteten. Hans schlief 10 minuten spaeter bereits – dieser tag hatte uns auf 138 pistenkilometern doch sehr gefordert...


der sonntag begruesste uns mit strahlendem sonnenschein und einer sich im oued verlierenden piste. Nach 1-2 km auf fussballgrossen losen runden steinen suchte ich einen ausweg cross-country. Das war die loesung: wir kamen nach 2 km auf eine „schotter-autobahn“. Das passte dann fuer eine sonntags ausfahrt doch gleich viel besser;-) ich trocknete bei einem stop erst einmal meine verschwitzten klamotten in der 22 grad warmen sonne. Hans leider nicht, nun ist er erkaeltet :-(

an diesem tag machten wir noch einige strassenkilometer, um abends in der naehe des pisteneinstiegs nach tan-tan unsere zelte aufzubauen. Ein wunderschoener lagerplatz an einem oued mit unglaublichen mengen feuerholz. Joe hatte schon am samstag aus zagora gesimst, dass ab dienstag das wetter in ganz marokko schlecht wird, uli bestaetigte in ausfuehrlichen aktuellen wetter-smsen diesen trend :-(

also entschieden hans und ich bei einem super feuer in der (mit 15 grad um 22:00 h) waermsten nacht dieser reise, tan-tan ad acta zu legen und am montag richtung agadir aufzubrechen. Um uns diese entscheidung zu erleichtern und diese sternenklare nacht noch besser zu geniessen kuemmerten wir uns ordentlich um die weinvorraete, die wir ja nun nicht mehr brauchten ;-)


am montag morgen zeigte sich die sonne nur noch diffus zwischen den wolken. Das sollte sich uebrigens den ganzen tag nicht aendern. Wir brachen auf, um agadir ueber tafraoute anzusteuern. Natuerlich gings erst mal auf eine piste. In einem 800-1000 m breiten canyon beginnend fuehrte die piste gen norden. Der canyon wurde auf den naechsten 35 km immer schmaler und wir gewannen an hoehe. Im oberen teil war es paradiesich schoen. Gut, dass wir mittlerweile auch auf grossen und kleinen losen steinen fahren koennen. Die landschaft war einfach unbeschreiblich schoen, grosse teile fuhren wir im flussbett, durch kleinste doerfer mit freundlich winkenden menschen, durch palmengaerten und wir sahen sogar -was hier sehr selten vorkommt- etwas wildlife. Nach 40 km war der canyon noch 100 m breit und und von 500 m hohen felswaenden gerahmt. Es folgte der absolute pisten-hammer: eine 1.5 – 2.5 m breite arg laedierte trasse fuehrte mit kleinsten kehren auf den naechsten zwei, drei kilometern auf‘s hochplateau. Die durchschnittliche steigung betrug 20%, stellenweise jedoch deutlich mehr! Die blicke vom fahrbahnrand in die tiefe waren nur fuer schwindelfreie empfehlenswert... 20 km spaeter endete die piste. Kaffee, tee und tankstop in tafraoute und weiter gings den restlichen tag durch schoenste landschaft, die immer gruener und fruchtbarer wurde. Leider mussten wir uns sehr sputen, da wir vor dunkelheit unbedingt unser hotel in agadir erreichen wollten. Das klappte auch, wir ueberlebten sogar den feierabendverkehr.... um 18:03 stellten wir vor dem hotel petite suede unsere motos ab. Wiedersehensfreude mit joe, der eine stunde vorher angekommen war. Die dusche tat nach drei sehr schoenen, aber auch teils sehr anstrengenden offroadtagen wirklich gut.


Unsere reise ist hier leider quasi beendet, da alle wetterprognosen fuer die naechsten tage nur grauselig sind, und so lange koennen wir nicht warten, schliesslich wollen wir am 1. februar wochenende wieder zu hause sein.


Bisher haben wir aber wirklich viel spass auf 2000 km asphalt (oder manchmal was man so nennt) und ueber 800 pisten- und offroad kilometern gehabt.


Jetzt versuchen wir uns die gut 1200 km bis nador so trocken wie moeglich zwischen den wolken durchzuschleichen....