Das Projekt
WAS IST MUN?
MUN – das steht für Model United Nations. Dahinter verbirgt sich ein Planspiel, welches den Teilnehmern die Arbeit und Funktionsweisen der Vereinten Nationen näher bringen soll. Bereits 1922 zu Zeiten des Völkerbundes (Vorgängerorganisation der VN) entstand die Idee, jungen Menschen durch eine solche Simulation die Komplexität internationaler Beziehungen zu vermitteln. Seitdem gewinnen solche simulierten Konferenzen (seit 1946 unter dem Namen „MUN“) stetig an Popularität. Sie finden heute bereits in 35 Ländern der Welt statt. Alleine in Deutschland werden jährlich über 10 große MUN-Simulationen für Studenten veranstaltet. Auch an Schulen erfreut sich das Konzept zunehmender Beliebtheit.
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WIE LÄUFT EINE MUN-SIMULATION AB?
Die Teilnehmer (je nach Konferenzgröße handelt es sich dabei um Gruppen oder Einzelpersonen) vertreten beim MUN einen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen. Bei internationalen Planspielen wird darauf geachtet, dass die Teilnehmer nicht ihr Herkunftsland repräsentieren – so ist ein Blick über den nationalen „Tellerrand“ garantiert.
Für die überzeugende Vertretung eines Landes ist eine intensive Einarbeitung in seine Politik, Geschichte, Wirtschaft und Kultur unabdingbar. Um die politischen Positionen im Laufe der Simulation möglichst wirklichkeitsgetreu darlegen zu können, bedarf es einer guten, eigenständigen Vorbereitung – ein Prozess, der die Arbeits- und Lernfähigkeitder Teilnehmer in positivster Weise beeinflusst.
Die Abläufe einer MUN-Simulation ähneln den realen Funktionsweisen der Vereinten Nationen sehr. Die Teilnehmer treffen in den verschiedenen Organen und Komitees der VN (Generalversammlung, Sicherheitsrat, Menschenrechtskommission etc.) zusammen und befassen sich mit aktuellen Problemen der Weltpolitik. Es werden Reden gehalten, Berichte verfasst und Resolutionen entworfen – die Original-Geschäftsordnung der VN (die „rules of procedure“) bilden hierbei den formellen Rahmen, an den sich jeder Teilnehmer halten muss. Aber auch die informellen Gespräche zwischen den Delegierten abseits der offiziellen Verhandlungen sollen zum Lerneffekt einer MUN beitragen. Man sucht Interessenspartner, bildet Koalitionen, verhandelt Positionen – frei nach der MUN-Grundidee „Politik erleben und mitmachen“.