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Konzert zum 25. Geburtstag von Allegro

Sinnbild der Vielfalt: Die Musik der Renaissance als Utopie
Psalmkompisitionen von Giovanni Gabrieli

Die venezianische Mehrchörigkeit ist in ihrer vielstimmigen Architektur ein besonderes Symbol der "Einheit durch Vielfalt": Jede einzelne Chorstimme entfaltet sich zu linearem Reichtum und ist gleichzeitig Teil einer visionären Klangwelt, in der alle Stimmen zu einem einzigen homogenen Gefüge verschmelzen. So haben auch die Väter Israels ihr Gebet verstanden: Die Anrufung Gottes im Kollektiv, im Dialog von Beter und Gemeinde, aber auch des einzelnen Beter in seiner Verantwortung vor Gott. Aus diesem Urverständnis des Psalters heraus wird in den Kompositionen des 16. Jahrhunderts die Entwicklung des Menschen zu individueller Freiheit musikalisch in prunkvolle dialogische Formen gebettet.

Die raumgreifenden Kompositionen der Renaissance basieren auf einem jahrhundertealten römisch-katholischen Liturgie-Verständnis, das uns heutzutage fremd ist. Die tiefere Bedeutung der verschiedenen Positionen der Chöre im Raum können wir nur noch schwerlich nachvollziehen und sind dennoch fasziniert von der allumfassenden Klanglichkeit des 16. Jahrhunderts. Mit italienischer Musik von Giovanni Gabrieli (und Zeitgenossen) laden wir herzlich dazu ein, das Motto des Dt. Musikrates im musikalischen Idealbild der Renaissance zu erleben.

Wir freuen uns besonders, dass unsere Freunde aus Sigulda/ Lettland und die neuekantorei.bremen an diesen Konzerten dabei waren!


Aufführungen07.10 2010 Ev. Kirche Brinkum
08.10.2010 Kirche unser LIeben Frauen  Bremen
MitwirkendeSparni, Sigulda/ Lettland
Liga Adamsone - Einstudierung
  neue kantorei.bremen
Karin Gastell - Einstudierung
Bremer Blechbläserensemble an Unser Lieben Frauen
Heinz Rohde - Einstudierung
Jörg Jacobi und Klaus Westermann
Orgel
LeitungKarin Gastell

::N A V I G A T O R

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