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Gewohnheiten
gute Vorsätze und eigenes Schwach-sein
Wenn ich meinen Alltag so betrachte, so entdecke ich
eine Menge Wiederholungen, die immer wieder auftauchen. Die Art, aus dem
Bett zu steigen, das Heiß- und Kaltduschen am Morgen, der ständig
gleichbleibende Weg ins Geschäft usw., usw., um nur einige zu nennen.
Vieles wiederholt sich also - oder treffender ausgedrückt: "Ich
wiederhole tagaus, tagein vieles in der gleichen Art!"
So bilden sich Gewohnheiten - gute und schlechte,
wohl-tuende und auch belastende. - Häufig automatisieren sich diese,
werden also ständig und unverändert wiederholt, ohne aktuell nochmals
darüber nachzudenken, ob diese Praxis von gestern auch für die heutige
Situation wirklich die 'bestmögliche' Lösung ist - und auch
ohne die spürbaren Folgen weiters zu beachten und mit dem eigenen
Verhalten in Zusammenhang zu bringen.
Für mich sind Gewohnheiten dann bereichernd, wenn ich
sie, auch wenn täglich wiederholt, wie neu - also bewusst - anwende und
das, was ich dabei spüre, auch beachte und genieße. Zum Beispiel dient
das Heiß- und Kaltduschen natürlich auch der Reinigung, aber darüber
hinaus beschert es mir ein prickelndes Körpergefühl. Hinterher dann mit
einem harten Handtuch den ganzen Körper abrubbeln - und ich fühle mich
wie neu geboren. Darauf möchte ich nicht verzichten.
Du wendest Gewohnheiten also 'bewusst' an. So
sind sie für dich bereits erprobte, zusätzlich Wahlmöglichkeiten
deines Verhaltens. - Du entscheidest dich nur dann dafür, wenn sie für
die jeweilige Situation passen und gleichzeitig für dich die
bestmögliche Lösung versprechen.
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Richtig! Ich versuche Gewohnheiten nicht deshalb
unbesehen anzuwenden, weil ich es gestern und vorgestern auch so gemacht
habe (automatisch), weil ich das Gefühl habe, zu müssen oder nicht
anders zu können (Zwang) oder weil ich mir selbst gegenüber behaupte, es
gar nicht anders zu wollen (Bequemlichkeit, Angst vor Neuem, Schwäche). |
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Wenn ich im Zweifel bin, ob ich in Gewohnheiten fest hänge oder nach wie vor frei entscheiden kann, versuche ich, es
anders zu machen. Ich trinke dann z.B. abends für ein paar Tage nicht das
gewohnte Gläschen Bier, gehe auf anderen Wegen zur Arbeiten und genehmige
mir auch mal ein paar Verrücktheiten. Ich verlasse dann also bewusst gewohnte Geleise. |
Ich beobachte bei mir, dass mir Gewohnheiten, die ich
mir so zulege, zunächst Freude machen und gut tun, z.B. eine schöne
Arbeit, mit der ich meine Brötchen verdiene - oder auch ein Hobby, das
mich interessiert - oder gelegentliche Wirtshausbesuche - oder
Fernsehabende. Dann mache ich mehr in dieser Richtung - dann noch mehr -
und dann kippt es unversehens ins Gegenteil. Ich arbeite dann also mehr,
als mir gut tut - oder ich verbringe zu viel Zeit vor dem Fernseher, statt
mich zu bewegen oder mit der Familie das Gespräch zu pflegen. - Du kennst
das bestimmt auch!
Und ob! - Anderes bleibt auf der Strecke! - Ich werde
einseitig! - "Ich tue des Guten zuviel!"
Aber manchmal gewöhne ich mich auch an Dinge, die ich
eigentlich nie wollte, aber trotzdem immer wieder so gemacht habe.
Das schleicht sich ein, ohne dass man es richtig merkt.
Und wenn man es dann merkt, dann sitzt man häufig schon in der Falle und
kommt nicht mehr ohne weiteres von diesen Gewohnheiten los.
Das geht mir schon auch so! - Und ich glaube, dass das
jedem immer wieder passiert.
Plötzlich wird also bewusst, dass sich ein bestimmtes
Verhalten ständig wiederholt, egal, ob das nun gut tut oder nicht. - Und
bemerkbar macht sich das dann häufig, weil es eben nicht mehr gut tut,
sondern Ärger, Schmerzen und Erkrankungen mit sich bringt.
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Doch die Gewohnheiten, dieses eigene Verhalten, das sich
im Lebens-Alltag feste Geleise gegraben hat, sind nun da. Auch wenn sich
die Erkenntnis durchsetzt
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"Da gibt es Teile in meinem Alltag und in meinem
Leben, wo nicht mehr ICH der Chef bin, sondern der Chef ist die,
vielleicht schon zum Zwang oder zur Sucht gewordene Gewohnheit, so kann es nicht weitergehen!",
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so ist doch Veränderung und damit Verbesserung nicht
von Heute auf Morgen, sondern nur in kleinen und ausdauernden Schritten zu
erreichen. Das verlangt nicht nur wünschenswerte neue Ziele und
klare eigene Entscheidungen, sondern es kostet dann auch immer wieder die
'Überwindung zum Besseren', so paradox das klingt. - Und
das ist anstrengend!
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Wie es sein sollte - oder besser, wie ich sein und mich
verhalten (können) möchte, das wird innerlich schnell klar: "Ich
möchte weniger essen, trinken oder rauchen! - Ich möchte freundlicher zu
meinen Kollegen sein! - Ich möchte täglich mindestens eine Stunde an die
frische Luft gehen! - Ich möchte künftig für mehr Zeit im
partnerschaftlichen Miteinander sorgen, auch für mehr Höhepunkte! Ich
möchte .... ! - Ich möchte .... !"
Der Wille und die Worte sind stark, aber das Fleisch
ist schwach!
Und genau das ist 'auch' ein wichtiger Teil der Realität
eines jeden!
Veränderung kostet Überwindung, ist anstrengend und
macht zudem in vielen Fällen auch noch Angst. "Wird es so werden,
wie ich mir das wünsche? Wird es sich lohnen?" - Aber - es ist immer
ein Risiko. Niemand vermag solche Fragen vorher zu beantworten. Es
verlangt das Sich-einlassen, Neues lernen und Veränderung ausprobieren.
Doch es ist immer ein Gewinn, auch wenn es im einzelnen vielleicht zu
Ergebnissen führt, an die ursprünglich gar nicht gedacht war. - Ich
bewege mich also - und es geht (hoffentlich) vorwärts!
Das Leben und damit der eigene Alltag erstarrt nicht
mehr in eingefahrenen Gewohnheiten, Sicherheiten und Bequemlichkeiten.
Jeder nächste Schritt darf ja auch für sich neu
bedacht und entschieden werden. Der eigene Weg wird also niemals gerade
sein, sondern er wird Kurven, Richtungsveränderungen, Höhen und Tiefen
haben.
Und er wird 'auf die eigenen Ziele zu'
gerichtet sein! - Doch auch die Ziele dürfen sich verändern, während
man unterwegs ist. Da mag z.B. ein Ziel gelautet haben: "Ich will
keine Überstunden mehr machen, sondern mich an die reguläre Arbeitszeit
von 35 Stunden die Woche halten!" - und dann verändert es sich im
Laufe der Zeit in: "Jetzt möchte ich nur noch 3 Tag a 6 Stunden
arbeiten, um mehr Freiraum für anderes zu haben, das mir auch wichtig ist
und zu meinem Leben gehört!" - Entwicklung passiert beim Gehen!
Doch - der erste Schritt, das Sich-in-Bewegung-setzen
ist schwer - und später dann auch das Dranbleiben! - Zur Anstrengung
für das Neue, also für die erwünschte Veränderung, kommt besonders am
Anfang auch noch die 'Schwäche für die bisherigen
Gewohnheiten'.
Genau dieses eigene Schwach-sein wird vielfach
unterschätzt oder überhaupt nicht berücksichtigt. Die Folgen sind dann
Niederlagen wie: "Ich habe es nicht geschafft!" - Natürlich ist
das menschlich! Und natürlich kann jetzt der nächste Versuch kommen. - Doch wenn er nicht mit neuen Ideen angereichert und vor
allem auch das eigene Schwach-sein mit einkalkuliert wird, dann münden
sich wiederholende, erfolglose Versuche nur allzu leicht in
selbst-zerstörerischen Schutz-Behauptungen, wie: "Ich kann das
nicht! - Ich schaffe das nie!" - Und das ist der sichere Weg in
bisher gewohntem Denken und Handeln zu erstarren.
Häufig ist man stolz auf die eigenen Stärken und
schämt sich dann gleichzeitig der auch vorhandenen Schwächen. Das ist
schlimm, weil damit ein eigener innerer Teil als nichtsnutzig und schlecht
abgewertet wird. Schwach-sein ist etwas Notwendiges und
Selbstverständliches. Und nur derjenige, der schwach ist, kann auch stark
sein!
Beide Seiten sind also wichtig für das Ganz-sein eines
Menschen! Das, was in der einen Situation eine Stärke ist, erweist sich
in der nächsten Situation plötzlich als Schwäche. Und das, was in
dieser Situation als Schwäche erscheint, wird in jener Situation
plötzlich zur Stärke.
Entscheidend ist, sich selbst, wie immer man sich
gerade erlebt, anzunehmen - mit Stärken und Schwächen. Und dann mit den
eigenen Schwächen besser leben zu lernen!
Jetzt sind wir wieder bei der Veränderung
eingefahrener Gewohnheiten, also bei erwünschten Verbesserungen oder den
'guten Vorsätzen'! - Schöne Vorsätze sind wichtig! - Doch zu
mir gehört auch mein Schwach-sein.
Das bringt mich - ganz natürlich - in die erhebliche
Gefahr, dass ich bei nächster Gelegenheit meine guten Vorsätze samt und
sonders wieder über Bord werfe und in meine alten und belastenden Muster
zurückrutsche - obwohl ich das ja eigentlich gar nicht will.
Mir ist das auch immer wieder so gegangen. Besonders
schlimm war das, als ich versuchte, das Rauchen aufzugeben. Morgens habe
ich mich angewidert entschlossen, nun aufzuhören und um
10 Uhr vormittags habe ich mich gierend und in ersten Entzugserscheinungen
windend schon wieder um-entschlossen, heute eben noch nicht aufzuhören.
Und schon bin ich zum Zigarettenautomaten gespurtet. - Dann hielt ich es
auch einen halben Tag, dann zwei Tage aus - und so gingen wohl an die
fünfzig Versuche ins Land, bis ich den endgültigen Absprung schaffte.
Welche Möglichkeiten gibt es nun, diese Realität des
eigenen Schwach-seins bei der Verwirklichung neuer und guter Vorsätze mit
zu berücksichtigen und damit die Gefahr des
In-alte-Muster-zurückrutschens zu verringern?
Indem man zusätzliche Sicherheiten einbaut, das eigene
Vorhaben also ab-sichert!
Was bedeutet 'ab-sichern', da kann ich mir im
Moment nichts darunter vorstellen?
Wenn ich als unerfahrener Tal-Bewohner auf einer
schwierigen Bergtour mitgehe, dann nimmt mich der Bergführer ans Seil.
Das gibt mir das Gefühl zusätzlicher Sicherheit - und im Notfall hilft
es. - Im Auto gibt es Sicherheits- oder Knautschzonen. - Ver-Sicherungen
für Krankheit, Rente, Unfall usw. sind selbstverständlich. Sogar der
Kochtopf hat ein Sicherheitsventil - für den Fall des Falles.
Sichern bedeutet also 'vor-sorgen', dass ein
denkbares Unglück, wenn es denn tatsächlich geschehen sollte,
aufgefangen und in den belastenden Folgen abgemildert wird.
Richtig! - Und das gilt jetzt auch für den
höchst-persönlichen Bereich der guten Vorsätze.
Und wie sorge ich vor, dass ich nicht wieder zum Opfer
meiner eigenen Schwäche werde?
Ein paar Beispiele:
-
Ich stärke mein Selbstvertrauen, indem ich mir immer
wieder sage: "Ich will das - und ich schaffe das!"
-
Ich stärke meinen Ehrgeiz, indem ich andern von den
beabsichtigten Veränderungen erzähle und mir damit selbst den Rückweg verbaue.
("Wie
würde das denn ausschauen? - Die Blöße eines Rückfalles will ich mir natürlich
ersparen!")
-
Ich bitte andere - Freunde, kompetente Fachleute
(Therapeuten, Ärzte, Geistliche) usw. - um Hilfe.
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Ein besonders interessanter und alltagstauglicher Weg
des Absicherns von guten Vorsätzen ist es, mir für ein neues Vorhaben einen
'Paten' zu suchen, einen Menschen also, der mich in der
schwierigen Zeit des Übergangs begleitet, mit dem ich reden kann, der mir
Mut zuspricht, mich fördert und wenn notwendig auch fordert.
Das klingt interessant! - Hast du das selbst schon
ausprobiert und wie ist das dann im einzelnen gelaufen?
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Ein einschneidendes Erlebnis, das mich mit dem 'Absichern der eigenen guten Vorsätze' in Kontakt gebracht hat,
war das Aufhören mit dem Rauchen.
Ich habe es immer und immer wieder probiert - ich habe
das vorher ja schon erwähnt - und bin immer wieder schwach und
rückfällig geworden. Bis ich eines Tages in einer Runde von Kollegen
saß und verkündete, dass ich natürlich aufhören könne, aber das eben
im Moment nicht wolle.
Daraufhin ein Kollege: "Na, na?"
Empört antwortet ich: "Wetten dass? Drei Kisten
Sekt!"
Und der Kollege ging dagegen und sagte: "Gilt -
und zwar ab sofort!"
Oh, welch ein Wehklagen habe ich da angestimmt. Ich
wollte zumindest die eine Schachtel Zigaretten, die ich noch hatte, fertig
rauchen dürfen. Aber: "Nein, entweder sofort - oder
nicht!"
Also - sofort! - Wir haben für die Wette eine Laufzeit
von zwei Jahren vereinbart.
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Und ich habe es geschafft! - Nach einer Woche wusste ich,
dass ich über dem Berg bin. - Nach zwei Jahren habe ich nicht den
Gewinn von drei Kisten Sekt kassiert, sondern - im Gegenteil - diesem Kollegen
als "Dankeschön für die Hilfe" eine Riesenflasche Sekt vor die
Türe gestellt. - Seitdem habe ich keine Zigarette mehr angerührt - und
das ist nun schon 15 Jahre her. Ich will ja nicht erneut in diese Sucht
zurückfallen!
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Diese Wette hat mir also sehr geholfen - und von da an
habe ich auch begonnen, gute Vorsätze bewusster abzusichern.
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Ich hing zum Beispiel auch stundenlang vor dem
Fernseher und schaltete von einem Programm ins nächste. Am darauf folgenden Tag war ich dann wütend auf mich selbst. - Ich wollte von
dieser Fernsehsucht wegkommen. Da verbannte ich den Fernseher in den
Keller und holte ihn nur dann wieder herauf, als ich unbedingt sehen
wollte. Am nächsten Morgen trug ich ihn dann wieder in den Keller. Das
war mühsam und lästig, aber es half. Nach 1 1/2 Jahren konnte ich den
Fernseher abmelden und seitdem steht er 'ungestört' im Keller
und ich habe an den Abenden mehr freie Zeit für Inhalte, die mir
wichtiger sind und mehr Spaß machen.
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Unter anderem besuche ich da auch Kurse bei der
Volkshochschule, dem Freien Musikzentrum und Sportvereinen. Doch auch hier
ist das Absichern ganz wichtig! - Im Stadium der Planung bin ich von den
verschiedenen Kurs-Inhalten immer ganz begeistert - und es ist gut, dass ich
mich dann verbindlich anmelde und die Kursgebühren bezahle. Denn wenn es
dann um die regelmäßige Teilnahme geht, melden sich Faulheit und
Bequemlichkeit immer wieder. Da hilft es mir dann, wenn ich mir sage:
"Habe ich bezahlt, dann will ich auch etwas davon haben!" - So
geht es leichter, mich zu dem, was ich ja eigentlich will und was mir auch
Freude macht, immer wieder zu überwinden.
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Und so könnte ich noch viele Beispiele nennen!
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'Absichern meiner guten Vorsätze' ist heute
eine wichtige Erfolgs-Strategie, meinen Alltag mit eingefahrenen
Gewohnheiten und Verhaltensmustern ständig zu verbessern. Ich schaffe es
so leichter und mit mehr Spaß, in Bewegung zu bleiben und 'mich' weiter zu entwickeln.
Und nur darum geht es ja eigentlich!
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Toll! Das klingt überzeugend! - So geht es bestimmt
leichter, erwünschte Ziele zu erreichen und nicht mehr nur in
eingefahrenen Gewohnheiten stecken zu bleiben! - Bei nächster Gelegenheit
probiere ich das auch! -
Und vielleicht komme ich dann zu dir und bitte dich
darum, mein Pate zu sein!
"Ausprobieren!"
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Der Mensch tut
wenig aus Vernunft,
viel aus Leidenschaft und
das meiste aus Gewohnheit.
(Unbekannt)
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| "...Immer
wenn wir uns selbst betrügen und davor zurückschrecken, uns in
Bewegung zu setzen, wenn wir unsere Ruhe haben und nichts
riskieren wollen, dann verzichten wir auf das wirkliche Leben und
auf das Glück. Denn das Glück geht nicht und kommt wieder,
sondern will ein Leben lang erobert sein, das kostet Mühe und
Schweiß und deshalb ersetzen wir es durch Gewohnheit. - Ja, die
Gewohnheit. ...." |
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(Luigi
Guicciardi / aus: 'Ein Wiegenlied für Commissario Cataldo') |
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