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"Neugierig und offen nehme
ich es so, wie es gerade ist und
gestalte hin zu schwingender Freude,
so intensiv, wie nur irgend
möglich!
Ich gestalte - ich handle - ich spüre - ich genieße!
Alleine, mit meinem Partner und mit anderen zusammen. - Jetzt!"
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Das eine ist so richtig, wie das andere!
Und was ist jetzt richtig für mich ?
siehe auch: Richtig
Jetzt - "Ich lebe jetzt, ... !"
"Ich leben jetzt - in diesem Augenblick!" meint: "In guter
Verbindung mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen der Vergangenheit und meinen
Zielen und Vorstellungen für die Zukunft, kann ich entscheiden, was
jetzt gerade (in diesem Augenblick) für mich am wichtigsten ist und mich
dann genau dem voll und ganz zuwenden: Gestalten - handeln - spüren - und
genießen!"
Vergangenheit und Zukunft sind die Polaritäten, die sich in mir zur
Gegenwart verbinden - wenn ich mich darum bemühe und dafür sorge.
So gesehen ist "Ich lebe jetzt - in diesem Augenblick!"
Ausdruck von Klarheit und Überblick, von Bewußt-sein und Achtsamkeit und hat
mit Nichts-tun oder Einfach-alles-so-lassen nichts, aber auch gar nichts zu tun.
siehe auch: Gegenwart
Jetzt Tod
Vergangenheit
Zukunft2(Zit.9)
Gewohnheit
wird zur Sucht der automatischen Wiederholung, wenn sie mit
"Es immer wieder nur so machen, immer wieder nur so denken
und immer wieder nur so sich verhalten!" das eigene Leben in diese
engen und festgelegten Grenzen zwingt.
siehe auch: Gewohnheiten
Ratschlag - persönliche Meinung - zuhören
aus einem Briefwechsel:
... Ich glaube, dass es ganz wichtig
ist, zwischen einem Ratschlag und einer persönlichen
Meinungsäußerung klar zu unterscheiden.
Ein Ratschlag sagt: "Du solltest ..., da musst du ..., da kannst
du .... usw.". Ratschläge zu erteilen ist zwar menschlich und
wohl in den meisten Fällen gut gemeint, aber sehr gefährlich, weil sie
doch sehr schnell als Besserwisserei und Bevormundung empfunden werden und
dann das Gesprächsklima beeinträchtigen können.
Eine persönliche Meinungsäußerung ist die Beschreibung und das Dazustellen
einer eigenen Erfahrung bzw. einer eigenen Meinung (auch des persönlichen
Glaubens) in diesem Zusammenhang. In einem normalen Gespräch halte ich das
Äußern und Austauschen der gegenseitigen Erfahrungen, gerade auch im
Zusammenhang, wenn einem etwas passiert ist oder einer gerade etwas
bestimmtes plant oder macht, für sehr wichtig. Das Zurückhalten und
Nichtsagen einer persönlichen Meinung empfinde ich eher als
beziehungsschädlich, weil es den Anderen vom Eigenen ausschließt (trennt)
und Gleichgültigkeit bzw. Feigheit vermuten lässt, die eigene Position zu
zeigen, zu erklären und verständlich zu machen. - Meinungsäußerungen
dienen dem Austausch und können auch zusätzliche Orientierungshilfen sein.
Auch Nur-Zuhören, ohne persönliche Meinungsäußerung, mit
Nur-Verstehen und Nur-Anteilnahme hat seinen Platz, allerdings, so meine
ich, weniger in Alltagssituationen und alltäglichen Gesprächen, sondern in
besonderen Situationen (z.B. bei besonderen Leid- und Schmerzerfahrungen).
Wenn ich eine persönliche Meinung äußere und dann mit "Da
brauchst du mir keinen Ratschlag zu erteilen!" abgeschmettert werde,
dann ärgert mich das sehr, weil mir etwas unterstellt wird, was so von mir
nicht kommt. Da wird ganz einfach Besserwisserei und Bevormundung behauptet,
wo sie nicht da ist. Das fördert Zoff!
Selbst zu Eigenem keine persönliche Du-Meinungsäußerung zu
bekommen, ärgert mich ebenfalls sehr, weil damit die persönliche Meinung
und Erfahrung des anderen im Dunkeln bleibt. Das fördert den Abstand und
lässt Interesselosigkeit vermuten.
Ich glaube, dass im Normalfall im offenen Austausch Begegnung, Leben und
Entwicklung liegen. ...
Thema der Woche ab
10.07.09 (10.01.04)
Besser wissen wollen - oder von sich selbst, den eigenen Gedanken,
Gefühlen, Vorstellungen und Erfahrungen erzählen, sie mit-teilen -
oder besondere Freude bzw. besonderes Leid ohne viel Worte nur
mit-fühlen und Anteil nehmen? -
Was tue ich gerade bzw. was will ich gerade tun? - Es ist doch ganz
schön schwierig, das ehrlich auseinander zu halten.
siehe auch:
Ratschläge Zuhören