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Worte
zeigen nur die Richtung, nicht den Inhalt!
Worte
sind wie Schubladen in einem großen Schrank mit vielleicht
tausend oder mehr Schubladen. Dieser Schubladenschrank heißt Sprache.

Jeder stellt sich seinen inneren Schubladenschrank zusammen und
bestimmt selbst, welche Schubladen darin vorkommen und wie groß sie sind.
In die Schubladen, die außen mit den jeweiligen Worten beschriftet
sind, werden dazu gehörige höchst-persönliche Eindrücke,
Gefühle, Gedanken, Bilder, Sehnsüchte usw. gelegt und aufbewahrt.
Wenn wir miteinander sprechen, benützen wir meist nur die äußeren
Schubladenbezeichnungen (Worte), ohne vom Inneren, also dem persönlich
dazu Eingesammelten, viel zu erwähnen.
Doch wenn mehr Nähe, Kennen-lernen, Verstehen und
Anteil-nehmen, also
mehr Dichte im Miteinander erwünscht ist, geht das nur, wenn jeder beim
Erzählen auch Schubladen öffnet und von seinen darin aufbewahrten
höchst-persönlichen Inhalten erzählt (z.B. Gespräch nicht nur über
Partnerschaft = außen, sondern nun auch von Partnerschaft, was
sie mir bedeutet, wie genau ich sie leben und was ich dazu beitragen will,
was ich im einzelnen schon erlebt habe usw. = innen).
Einfühlsame und interessierte Fragen können anregen, mehr vom
persönlichen Inhalt zu erzählen (z.B. Welche Bedeutung hat das für
dich? - Wie genau stellst du dir das vor? - Wie möchtest du das in die
Tat umsetzen?).
Worte weisen also in eine (äußerlich festgelegte) Richtung. Sie haben
immer höchst-persönliche Inhalte, die für jeden anders sind und so
lange mit ihrer persönlichen Bedeutung unverständlich bleiben,
bis die Schubladen geöffnet und entsprechende Teile erzählt und erklärt
werden.
Worte sind wichtig!
Welche Inhalte haben sie für dich ?
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Wenn ein Finger auf den
Mond zeigt,
schaut der Narr auf den Finger.
von: Andy Oakes
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aus: Drachenaugen |
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