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Gyrokopter

2011

Filigrane Technik - doch nicht mit einem noch weit komplexeren Hubschrauber - Rotor zu vergleichen.

Eine ausführliche sachlich detaillierte Beschreibung finden Sie unter der URL: www.gyrotec.de und einen Filmbeitrag

Gyrokopter, auch Gyroplane, zu deutsch Tragschrauber, sind die jüngsten UL-Flugzeuge.

Für den Laien sieht ein Gyrokopter auf den ersten Blick wie ein Hubschrauber aus. Er besitzt einen Rotor. Befremdend ist aber der Heckpropeller.

Tatsächlich ist der Gyrokopter  ein eigenständiges Fluggerät, eher noch mit einem Flugzeug mit beweglichen Flügeln zuzuordnen.

 Sehr vereinfacht lässt sich sagen: Der Rotor erzeugt den Auftrieb; er wird aber, nicht wie bei Helikoptern, von einem Motor angetrieben. Er dreht sich passiv, also ausschließlich wenn das Gerät durch die Luft bewegt wird. Dazu dient als Vorwärtstrieb, wie bei einem Flugzeug,  der Propeller. Er erzeugt den Schub.

 Dazu ist viel Leistung nötig. So wird ein Aggregat von wenigstens 70 PS verwendet: Rotax 912 S(100 PS) oder Hirth-Zweitakter (70 PS). Auch der Rotax 914 Turbo mit 114 PS kommt zum Einsatz.

Gyrokopter 10

Gyrokopter 09

Billig ist ein Gyrokopter in der Anschaffung nicht. Für einen Doppelsitzer (Einzelsitzer sind die Ausnahme) muss man ab 50.000 Euro rechnen - ohne Sonderausstattung wie Funk, GPS ...

Auch mit Vollverkleidung sind Geräte auf dem Markt. Der Pilot ist damit nicht mehr Wind und Kälte ausgesetzt. 

Alltagstauglich nennt man so was - oder verweichlicht, je nach Standpunkt.

 

Ausbildung

Die Ausbildung auf Gyrokoptern erweist sich als recht anspruchsvoll. Dementsprechend umfangreich ist die praktische Schulung. Die Theorie ist im Prinzip gleich mit Trike und Dreiachser, ist natürlich in den Fächern Technik und Verhalten in besonderen Fällen auf den Tragschrauber abgestimmt.

*   Eine Gesamtflugzeit von 30 Flugstunden auf Gyrokoptern.Davon können bis zu 10 Flugstunden durch Flugzeit als Führer von motorgetriebenen Luftfahrzeugen (z. B. Dreiachser oder Segelflugzeugen ersetzt werden, wobei für diese Bewerber in der Gesamtflugzeit mindestens fünf Flugstunden im Alleinflug und ein Überlandstreckenflug von mindestens 50 km enthalten sein müssen.

*  150 Starts und Landungen

*  10 Flugstunden mit Fluglehrer vor dem ersten Alleinflug, das können bei wenig Talent natürlich mehr sein.

*  Starts und Landungen auf verschiedenen Flugplätzen, Außenlandeübungen mit Fluglehrer.

Mindestens zwei Überlandflüge mit Fluglehrer über jeweils eine Gesamtstrecke von mindestens 100 Kilometer mit einer Zwischenlandung, eine theoretische und praktische Einweisung zur Beherrschung des Tragschraubers in besonderen Flugzuständen und in Notfällen gemäß Flughandbuch.

Die praktische Prüfung wird von einem Prüfungsrat des DULV oder DAeC abgenommen.

Kosten: Kommt man als Anfänger (Fußgänger genannt) muss man mit 7000 € rechnen.

Verlängerung der Lizenz