Startseite der HP über das "leichte Fliegen"

Luftlandeplatz Weiden       EDQW

Lage:  2 km westlich der Stadt  Weiden - Koordinaten 49 40 47,7 N    12 07 01,7  E -  Bahn: Betonplatten - 520 x 10,5 m - 14 / 32  -  Höhe 405 m -  PLR:  südwestlich,  bei Anflug auf die 09: Schießanlage und Öltanks nicht überfliegen -  Funk   120.250  - Tel.   09 61 - 2 97 80  UL-Landegebühr 5,50 € - offen 09.00 - 18.00 LT außer Montag,  Oktober - März  17.00 bzw. SS -  Avgas, Jet A1 - Tankstelle in 1,5 km Entfernung - Restaurant Pizzeria - eBuch über den "Flugplatz Weiden"


Flugplatz Weiden 11

Blick aus der Platzrunde auf den  Flugplatz Latsch/Weiden - Die Platzrunde führt in weitem Bogen um die Ortschaft Neunkirchen. Für Motorschirme schon mal ein kleiner Tagesausflug. Die Ortschaften Neunkirchen und Frauenricht dürfen keinesfalls überflogen werden. Genauso ist ein Überflug über die Standortschießanlage der Bundeswehr und die Öltanks verboten. Diese befinden sich im Endanflug auf die 14, also im Nordwesten des Platzes.  Achtung: Die PLR grenzt an den Luftraum D von Grafenwöhr.

Sonderregelung nach 18.00 Uhr

Flugbetrieb ist auch nach 18.00 (vor 09.00) Uhr möglich. Dazu stellen die Vereine am Platz und die Flugschule ehrenamtliche Flugleiter. Sie übernehmen bei gutem Flugwetter am Abend eingeschränkt die Aufgaben. PPR!  

An Sonn- und Feiertagen wird nach Erlass der Stadt Weiden generell auf die Landegebühr ein Zuschlag von 25 % erhoben.

Weiden Latsch 2011

Endteil 32: Hier herrscht häufig wegen Südwest- bis Westwind Seitenwind. Die Ortschaft im Bild ist der Ortsteil Weiden-West. Bei guter Sicht ist der Basaltkegel des Parkstein mit der Kapelle schon von weitem zu sehen und stellt eine gute Orientierungshilfe dar. 25 km nordwestlich liegt ein weiterer Basaltkegel mit einem Aussichtsturm: der Rauhe Kulm.

Flugplatz Latsch 2011

Bei NO - O - Wind verwirbelt der Wald unmittelbar neben der Bahn die Luft gewaltig. Unberechenbare Turbulenzen vor dem Aufsetzen auf der 14 hat schon manchen in gehörige Schwierigkeiten gebracht.

Seit 01.April 2011 ist in Latsch ein Rettungshubschrauber stationiert Zur Zeit ist dafür ein mobiler Hangar mit Sanitärcontainern errichtet. Ein neuer Hangar -schon im Bau - nebst Sanitäreinrichtungen sollen bis Herbst 2011 das Provisorium ablösen. Insgesamt ist das eine Investition von über zwei  Millionen.

Der Anflug von Westen (auf die 14) führt über ein ausgedehntes Waldgebiet - den Pressather Forst. Trikes können die Platzrunde etwas abkürzen, damit sie weniger weit über den Wald ohne Notlandemöglichkeit fliegen müssen. Orientierung dazu sind die Hochspannungsleitungen: Immer westlich von ihnen bleiben
 

Der Tower ist während der Sommerzeit von 9.00 - 18.00 Uhr Ortszeit von einem hauptamtlichen Flugleiter besetzt. 

Bemerkenswert: Die UL-Landegebühr ist seit "dem Euro" von 1 auf 5.50 gestiegen! Und ab 01.08.2011 kommt an Sonn- und Feiertagen zusätzlich ein Aufschlag von 25 % dazu.

Mit im Foto die Tankanlage. Es gibt Avgas und Jet.

Die Beton-Bahn ist relativ schmal - ca. 10 m - und nur knapp 600 m lang. Der Rollweg ist Gras und stellenweise holprig.

Ein großzügiger Ausbau scheiterte vor Jahren an einem Bürgerbegehren. Die Weidener sprachen sich deutlich gegen einen Ausbau zu einem Kategorie II Platz aus.

UL-Halle - Hier sind die Trikes untergebracht. Die Trikefliegerei ist aber auch in Weiden stark zurückgegangen. Es sind noch Hallenplätze frei.

Für die untergestellten Dreiachser ist die Halle jedoch weniger geeignet. Zu schmal zum rangieren. 

Zwischen UL-Halle und Tower ist genügend Platz zum Abstellen der Geräte - und nach einem Flugtag zum Feiern.

Geflogen wird in Weiden alles was mit Luftfahrt zu tun und nicht mehr Masse als 2 t  (Heli 5,7 t) hat.

Nächste Übernachtungsmöglichkeit ist eine Gastwirtschaft in Latsch,  5 Min zu Fuß.

Verbindung in die Stadt Weiden

zu Fuß ca. 30 Min., Taxi, Bushaltestelle  0,7 km vom Platz - jede halbe Stunde,  am Sonntag stark ausgedünnter Fahrplan.

Pizzeria Pegasus - eine gut eingeführte Pizzeria direkt am Platz. Leider nur mittags und abends geöffnet, (zw. 14.00 und 17.00 geschlossen),  Montag ist Ruhetag.

Flugschule Martin Ebnet für Gyrokopter (Tragschrauber) Flugschule  Ostbayern für E-Maschinen, Hubschrauber und UL-Dreiachser. Fluglehrer A. Moll: Flugwelt.eu
Sehenswertes: Highlights der Umgebung Burg Leuchtenberg (im Sommer Freilichtspiele),  Altstadt Weiden, Kloster Speinshart (Achtung Luftraum D von Grafenwöhr), Kloster Waldsassen,  Flug nach Marienbad (CZ), Flug nach Karlsbad (CZ)

Weitere Informationen über den Flugplatz und das "drumm-her-rum" können Sie in einem Buch nachlesen. Es ist als ebook erschienen und ist unter www.bookrix.de zu lesen oder kostenlos herunterzuladen. Stichpunkt "Flugplatz Weiden" eingeben!

Nächste Plätze: Rosenthal (NW- 30 km);  Erbendorf (N- 20 km);  Erpetshof (O- 13 km); Schmidgaden (S- 27 km);  Schwandorf (S - 38 km);  Pegnitz (W- 40 km) - Tirschenreuth (O - 25 km)

Letzte Aktualisierung Januar 2012

Die Daten sind nicht für Navigationszwecke geeignet. Informieren Sie sich hierzu im AIP.

Kleine Chronik des Platzes

Die Fliegerei im Raum Weiden begann im Jahr 1931 - mit einem natürlich selbstgebauten Segelflieger. Gestartet wurde von den Neunkirchener Hängen. Nicht eben ideal, zwar vom Westwind angeströmt, aber flach und kurz. Wer vom heutigen Flugplatz zum östlich gelegenen Dorf, liegt innerhalb der Platzrunde!, schaut, kann sich selbst ein Bild davon machen.

Noch im selben Jahr fand man ein besseres Gelände bei Tröglersricht. Der Weiler liegt im Osten von Weiden und man kann heute noch die Westhänge von damals erkennen. Doch bereits im Herbst 1933 erfolgte die (zwangsweise) Auflösung der Fliegergruppe.

Erst 1950 konnte man wieder ans Fliegen, genauer Segelfliegen denken. Der heutige Aeroclub Weiden wurde im November aus der Taufe gehoben. Da die Amerikaner noch keine Flugfreigabe für Deutsche gaben,  wurde zunächst vom Flugplatz in Maierhof (dort befindet sich heute ein Modellflugplatz, den man in der Platzrunde sogar überfliegt) mit Modellflugzeugen "geübt". Aber man hatte ja so wie so noch kein eigenes Segelflugzeug. In unzähligen Arbeitsstunden wurde daran gearbeitet. Im Spätherbst konnte der erste Start erfolgen. Im Mai 1955 konnte endlich ein regulärer Flugbetrieb in Maierhof aufgenommen werden. Windenstart!

Als 1956 das Fluggelände von den Amerikaner aufgegeben und der Grund an den rechtmäßigen Besitzer zurück gegeben wurde, stand man wieder ohne Startgelände da. Die neugegründete Bundeswehr zeigte sich den Fliegern gesonnen; man durfte vom unmittelbar nebenan gelegenen Exerzierplatz in Frauenricht starten.

1962 kündigte die Bundeswehr das Fluggelände. Schon lange vorher hatte man sich nach Alternativen umgesehen. Das Gelände des heutigen Flugplatzes bei Latsch konnte schließlich erworben und verbrieft werden. In Tausenden von freiwilligen Arbeitsstunden wurde die Landebahn und eine Halle errichtet.

1964 wurde Latsch in Betrieb genommen. An Pfingsten begann das Zeitalter des Motorfluges. In den folgenden Jahren konnten weitere Hallen erstellt werden. Der Flugzeugpark nahm stetig zu.

1974 bestellte die Stadt einen hauptamtlichen Flugleiter und unterstrich damit die Bedeutung, die man dem Verkehrslandeplatz zumaß. Weiden lag innerhalb der ADIZ, einer ca. 30 km breiten Flugverbotszone zur Grenze der CSSR (Ostblock). Für Flüge benötigte man immer einen Flugplan. 1978 wurde dazu eine Ausnahme erteilt. Abflüge nach Westen waren damit ohne Genehmigung, d. h. Flugplan möglich.

1984 wurde der neue Tower errichtet.

1985 erhoben sich die ersten Ultraleichten (Trike und Minimum) in den Weidener Himmel.

1990 wurden nochmals zwei Hallen gebaut, davon wird eine heute ausschließlich von Ultraleichten genutzt.

Der geplante Ausbau des Verkehrslandeplatzes zu einem Regionalflugplatz der Kategorie II scheiterte 1994 an einem Bürgerentscheid. So wurde auch von der Stadt Weiden und höheren Luftfahrtstellen keine weiteren Investitionen in den strukturellen Ausbau des Platzes gemacht, kleinere Verbesserungen in die Sicherheit ausgenommen. So ist Latsch heutzutage von der Landebahn, Rollbahnen und Abstellplätzen nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Für Hobbyflieger bietet Latsch aber immer noch hervorragende Bedingungen.

Am 01. April 2010 wurde Christoph 80, der Rettungshubschrauber der DRF, stationiert.