Thema des Monats (bisherige Themen)

Menschliches Leistungsvermögen

Es ist Prüfungsfach, ein vor nicht allzu langer Zeit im Zuge der Harmonisierung von EU-Richtlinien neu hinzugekommenes. Wer seinen "Schein" schon verlängert hat, wird solche Fragen gar nicht kennen. Es schadet aber niemanden, wenn man auch über dieses Thema ein wenig Ahnung hat. Selbstüberschätzung ist mit die meiste Unfallursache - gerade wenn es um die eigene Leistungsfähigkeit geht. Welcher ULer ist körperlich topfit? Der Motor nimmt einem ja die Mühe des Thermikkurbelns oder gar des Aufstiegs zum Startplatz ab.

Hier nun ein Dutzend Fragen. Die Antworten finden Sie am Ende.

 

1. Welche Aussage ist richtig?

a. Der Faktor Mensch spielt eine überwiegende Rolle bei Flugunfällen und ist für ca. 80%          derselbigen verantwortlich.

b. Der Faktor Mensch ist als Ursache für Flugunfälle auszuschließen, da Piloten ohnehin regelmäßig fliegerärztlich untersucht werden müssen.

c. Der überwiegende Teil der Flugunfälle ist bedingt durch medizinische Probleme wie Schlaganfälle, Herzinfarkt oder epileptische Anfälle.

d. Der überwiegende Teil der Flugunfälle ist bedingt durch stark eingeschränktes Seh- oder Hörvermögen.

2.      Die meisten fliegerischen Fehlhandlungen entstehen durch

        a. Selbstüberschätzung, Fehlreaktionen, mangelnde Flugvorbereitung, mangelnde Übung.

        b. unklare Anweisungen der Flugsicherung.

        c. überraschende und nicht vorhersehbare Wetteränderungen.

        d. plötzliche Windänderungen im Landeanflug.

 

3. Eine Überbelastung (Stress) kann

a. zu Fehlreaktionen führen.

b. auch dazu führen, dass "der Pilot zum Passagier wird"

c. durch ausreichende Übung, durch genaue Flugvorbereitung, durch voraus denkendes Handeln   sowie körperliche und geistige Gesundheit deutlich reduziert werden.

d. Antwort a), b) und c) sind richtig

 

4. Das menschliche, geistige und körperliche Leistungsvermögen ist unter  anderem abhängig

a. vom Zeitpunkt der letzten fliegerärztlichen Untersuchung.

b. von der jeweiligen Tagesverfassung, welche beeinflusst sein kann  durch die Zeit der Nachtruhe, Zeitdruck am Arbeitsplatz, psychische,   z.B. familiäre Probleme.

c. ob ausreichend Multivitamin- und Nahrungsergänzungsstoffe zugeführt  worden sind.

d. ob der Pilot  schädigenden elektromagnetischen Wellen durch die Instrumente ausgesetzt ist.

5. Wenn man als Pilot einen Fehler macht, sollte man

a. am Besten mit dem Fliegen aufhören und wieder Autofahren.

b. sich Gedanken machen über die Ursache dieses Fehlers und Möglichkeiten, solche Fehler zu vermeiden.

c. keinesfalls irgendjemanden davon erzählen, da es zur Behörde durchdringen und zum Scheinverlust führen könnte.

d. Piloten machen nie Fehler.

6. Fehler, die von anderen Piloten gemacht wurden, sind

        a. geeignet, um aus ihnen zu lernen und zu versuchen, diese Fehler nicht    zu machen.

        b. kein Problem, da sie nicht mir passiert sind.

        c. sollten zum sofortigen Scheinentzug führen.

        d. sind meistens von den Medien aufgebauscht oder frei erfunden.

7. Flugunfälle können von der Flugunfalluntersuchungsstelle untersucht   werden, der Flugunfallbericht wird veröffentlicht:

a. Durch das Lesen dieser Flugunfallberichte ergibt sich die Möglichkeit, aus Fehlern anderer zu lernen und diese zu vermeiden.

b. Die Mitglieder der Flugunfalluntersuchungsstelle müssen regelmäßig Flugunfallberichte publizieren, um durch diese Publikationen einen akademischen Titel erlangen zu können.

c. Diese Veröffentlichung dient dazu, die betreffenden Piloten in Flugschulen, Flugvereinen etc von weiterer fliegerischer Tätigkeit ausschließen zu können.

d. die Flugunfallberichte sind entbehrlich, da es ohnehin keine Fehler mehr gibt, die nicht schon begangen worden sind und entsprechend aufgearbeitet wurden.

8. Um möglichst lange gesund und auch flugtauglich zu bleiben, ist folgendes zweckmäßig:

a. Verkürzung der Intervalle der fliegerärztlichen Untersuchungen.

b. Möglichst wenig Bewegung, damit die Gelenke geschont werden.

c. Regelmäßiges Rauchen, um einen gehörigen Anteil seiner roten Blutkörperchen durch Kohlenmonoxid zu binden und dadurch besser an die Höhe angepasst zu sein.

d. Regelmäßige sportliche Betätigung, gesunde Ernährung und Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt.

9.  Wenn Sie mit Passagieren unterwegs sind, sollten Sie

a. am Beginn Ihres Fluges durch Kunstflugmanöver zeigen, wie gut  Sie sind, damit die Passagiere Vertrauen zu Ihnen fassen.

b. auch mit den Passagieren besprechen, dass während des Starts und der Landung die Kommunikation auf das Allernötigste zu beschränken   ist, um Anweisungen der Flugsicherung nicht zu überhören.

c. Passagiere immer mitnehmen, auch wenn sie einen offensichtlich kranken oder unpässlichen Eindruck erwecken.

d. sich keine Gedanken machen, da Sie ein hervorragender Pilot sind.

10 Durch eine Schwellung der Nasen-Rachenschleimhaut bei einer Erkältung kann es zu Problemen mit dem Druckausgleich kommen, nämlich:

a. Schmerzen und Verletzungen im Ohr, mit Beeinträchtigung des Hörvermögens und des Gleichgewichtssinnes.

b. Es könnte zwar zu Problemen kommen, selbige kann man jedoch durch Schleimhaut abschwellende Nasentropfen verhindern.

c. Es kann dabei zu keinen Problemen kommen, da ich fliegerärztlich untersucht worden bin und für die Dauer der Gültigkeit der fliegerärztlichen Untersuchung keinerlei gesundheitliche Probleme zu erwarten sind.

d. Durch die Drucksteigerung im Mittelohr und Nasen-Rachenraum wird der Abfluss von Tränenflüssigkeit behindert und dadurch das Sehvermögen beeinträchtigt.

11.  Zu Problemen mit Druckunterschieden kann es u.a. auch bei kariösen  Zähnen kommen.

a. Diese Probleme lassen sich durch rechtzeitige Einnahme von Schmerzmitteln vor dem Flug verhindern.

b. Solche Probleme kann man nur durch entsprechende Zahnhygiene und regelmäßige zahnärztliche Untersuchungen verhindern.

c. Diese Probleme treten nur im höheren Lebensalter auf.

12.  Durch welche Maßnahmen kann man sein Hörvermögen erhalten und Lärmschäden vermeiden?

a.   Durch Fliegen mit geringer Motorleistung

b.   Durch Vermeiden von Flügen mit offenem Helmvisier

c.   Durch ein Head-Set bzw. Lärmschutzohrstöpsel

d.   Das Hörvermögen wird durch den ohnehin geringen Lärm innerhalb und außerhalb des Luftfahrzeugs üblicherweise nicht beeinträchtigt.

 

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