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Trike

windig, aber mit echtem Fluggefühl

Cosmos Trike 10 Vereinstrike 09

Trikes sind gewichtskraftgesteuerte Ultraleichtflugzeuge.

Auch in Trikes werden anstelle des Zweitaktmotors immer mehr Viertakter eingebaut. Grund ist die höhere Zuverlässigkeit und der wesentlich geringere Spritverbrauch. Nachteile allerdings sind das höhere Gewicht und der deutlich höhere Preis. Von links die Motoren von BMW, HKS und Rotax

Das Fahrwerk von Trikes besteht aus drei Rädern. Daher der Name! Als Motor wurde in den meisten Modellen ein Rotax Zweitakter verwendet, vorwiegend vom Typ 582. Dessen Leistung liegt bei 64 PS.  Die Spannbreite der Motoren reicht vom 20 PS Einzylinder bis zum 100 PS Vierzylinder-Viertaktmotor. 

Die maximale Abflugmasse darf 450 kg (mit Rettungsgerät 472,5 kg) nicht überschreiten. 

Die Preise liegen zwischen 25.000- und 35.000 €, mit Spitzen bei über 50 T für Doppelsitzer. Trikes als Einsitzer sind einfacher gebaut und um einiges günstiger. Siehe dazu die Klasse der Trikes unter 120 kg.

 Trikefliegen hat in den letzten Jahren stark abgenommen. Viele potentielle UL-Piloten fliegen lieber gleich mit sog. Dreiachsern. Am Markt sind deshalb Gebrauchtgeräte günstig zu haben. Ab 5000 € bekommt man schon was Vernünftiges.

Trikes mit Verkleidung verringern den Luftwiderstand und bieten mehr "Wetter-Schutz"  für den Piloten. 

Trotzdem sind Trikes aerodynamisch gesehen eine "Katastrophe". Das schlägt sich besonders im  Benzinverbrauch bei höheren Geschwindigkeiten nieder.

Sinnvoll erscheint mir die Einteilung der Trikes in zwei Klassen.

Trikes bis zu einer Leermasse von 120 kg

Diese ausschließlich Einsitzertrikes können unter einfacheren und billigeren Voraussetzungen geflogen werden. Näheres siehe hierzu in der Übersicht über diese Art von Ultraleichten.

Trikes über 120 kg Leermasse

Praktisch alle sind hier Doppelsitzer, entsprechend robust gebaut und stärker motorisiert.

Diese Seite befasst sich ausschließlich mit diesen Typen.

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Enduro Trike

Trike mit Verkleidung

Eine Verkleidung erhöht die Aerodynamik des Trikes erheblich - und dessen Preis. Mit kleinen Flächen erreichen sie Spitzen um 160 km/h.

Der Benzinverbrauch ist entsprechend hoch: zwischen 14 und 17 Liter pro Flugstunde.

Als Motor kommt häufig der Zweizylinder- Zweitakter 582 von Rotax zum Einsatz. Er besitzt Doppelzündung und eine Leistung von 45 kW (64 PS). Viertaktmotoren sind aber immer mehr im Kommen. Im Einsatz sind der aus dem Motorradbau stammende BMW Boxer und in der hauptsache der  Viertaktmotor von Rotax 912 mit 80 bzw. 100 PS. Die Preise liegen damit aber deutlich höher, ganz abgesehen vom Gewicht. Der Spritverbrauch ist  allerdings weitaus günstiger.

Enduro

Älteres Doppelsitzer-Trike mit Rotax 582 und gutmütiger, langsamer Fläche, Spitze etwa 90.

Silent Racer

Silent Glider nennt sich dieses vollverkleidete Ultraleicht mit einem Starrflügler als Fläche und Einziehfahrwerk. Es ist damit segelflugtauglich. Dieses UL fällt noch unter die 120 kg Kategorie.

Gestartet wird von für UL´s zugelassenen Flugplätzen. Das reicht vom Regionalflughafen bis zum kleinen Segelflugplatz. Es gibt auch - häufig von Privatpersonen - betriebene reine UL-Plätze.

Für Passagierflüge benötigt der Pilot - er sitzt immer vorne -  eine Zusatzlizenz. Mit einem Fluglehrer macht man einen Überprüfungsflug. Die Lizenz wird in einem Beiblatt in die Pilotenlizenz eingetragen.

Mit einer speziellen Schleppkupplung können mit Trikes Hängegleiter in die Höhe geschleppt werden. F-Schlepp.

Der Schlepppilot braucht dazu eine Zusatzausbildung (Zusatzlizenz). Auch der HG-Pilot muss natürlich eine Extraausbildung machen.

Vorteile des Trikefliegens

* echtes Fluggefühl, man sitzt beim Fliegen praktisch im Freien   

* relativ günstig, Neupreis ab ca.  25.000 Euro, Einzelsitzer ab 14.000,-   

* ausgereifte Technik

 

Nachteile des Trikefliegens                       

* man ist Wind, Wetter und Kälte ausgesetzt       

* relativ langsam, 80 - 100 km/h. Trikes mit Spitzen bis 160 km/h      sind teure, spritfressende Exemplare                           

* laut, wg. Wind- und Motorengeräusch - Ein gutes Headsset mit   Integralhelm ist daher unerlässlich.

Ausbildung   für Trike, - Dreichachser - Gyrokopter        ----         Verlängerung der Lizenz

 

Die Gewissensfrage 

Warum mache ich den Schein?



Bevor Sie Geld in eine teure Ausbildung investieren, überlegen Sie sich gründlich, wozu mache ich diesen Pilotenschein. 

Nach Erkenntnissen erfahrener Fluglehrer - jedoch nicht wissenschaftlich belegt - kommen die Flugschüler aus folgenden Gründen:

° Der Flugschüler will es dem dominanten Vater mal zeigen, dass er auch was zustande bringt, etwas, was sein alter Herr nicht kann. Geld ist dabei Nebensache.

° Der Flugschüler will es mal seinem Chef, der ihn drei Mal am Tag "Arschloch" nennt, und sich endlich beweisen, dass er auch was kann.

° Der Flugschüler will mit der Pilotenlizenz seiner Freundin imponieren und auch seinen Freunden zeigen, was für ein toller Kerl er ist.

° Hoffentlich gehören Sie zu den 10 %, welche die Ausbildung machen, weil sie wirklich fliegen, die Welt von oben bestaunen und die Technik beherrschen wollen.

Wenn ja, dann sollten Sie unbedingt das Fliegen lernen, egal auf welchem Flugzeugmuster. Dann lohnt es sich, denn Sie werden so auch noch in 10 Jahren an der Fliegerei Spaß haben.


Ausbildung für die Sportklasse bis 120 kg 
Sie unterscheidet sich in der Theorie und Praxis nicht wesentlich von der allgemeinen UL-Ausbildung. Ein großer Vorteil: Man braucht kein Medical. Man schult mit Fluglehrer auf Doppelsitzer, Alleinflüge macht man dann auf einem 120 kg-Gerät und natürlich auch die Prüfung. Schwierig nur, welche Flugschule hat beide Gerätearten.?

Theorie: 60 Std. Unterricht und schriftliche Prüfung (multiple choice) in: Navigation, Luftrecht, Meteorologie, Technik, Flugfunk, Verhalten in besonderen Fällen, menschliches Leistungsvermögen

Praxis: 25 Std. Flugausbildung und Prüfung, davon mind. 5 Std. Alleinflug, mind. 5 Überlandflüge,

Beginnen kann man mit der Ausbildung mit 16 Jahren, die Lizenz wird erst mit 17 ausgestellt.

Eine Menge Papierkram: Ausbildungsmeldung der Flugschule, 2 Passbilder, Nachweis über Sofortmaßnahmen am Unfallort bzw. Kopie des Führerscheins, sofern dieser nach 1965 ausgestellt wurde, Erklärung über schwebende Strafverfahren gemäß § 24 Abs. 3 LuftVZO, polizeiliches Führungszeugnis (Belegart 'N').

Kosten: Theoriekurs ab 600,-   bis 800,-(je nach Flugschule); Flugstunde ab 100,- Prüfungsgebühr 80,-; Insgesamt soll man realistisch mit mind. 4000,- Euro kalkulieren. Fahrtkosten zum Flugplatz, Übernachtung... nicht eingerechnet. Besitzt man bereits irgendeine Fluglizenz ermäßigt sich die Ausbildung. Einzelheiten darüber sind unter www.dulv.de zu bekommen.

Die überwiegende Zahl der Modelle sind Doppelsitzer, also für zwei Personen zugelassen. Gestartet wird von für UL´s zugelassenen Flugplätzen.  Für Passagierflüge benötigt man eine Zusatzlizenz. 

Mit einer speziellen Schleppkupplung können mit Trikes andere Luftfahrzeuge in die Höhe schleppen. In der BRD zugelassen ist der Schlepp von Hängegleitern. Der Schlepppilot braucht dazu eine Zusatzausbildung (Zusatzlizenz). Auch der HG-Pilot muss natürlich eine Extraausbildung machen.

Auch Doppelsitzer-Trikes können abgebaut und einige Typen sogar in einem größeren Kombi transportiert werden. In der Praxis jedoch stellt sich dies als zeitraubende Schwerarbeit heraus, die häufig einen Helfer erfordert. Trikes sollten in einer Flugzeughalle untergebracht sein. Pro Monat muss man ab 50 (bis 140 €) Euro Standgebühr rechnen.
Bei Einsitzertrikes ist es etwas einfacher. Siehe hierzu Info.