Feuerbach niedergeknüppelt
24. November 2006

Knüppel auf´n Sack!

So liebe Musikfreunde,
der halbjährliche Wahnsinn hat wieder einmal die Runde gemacht, und wo hätte der besser in Szene gesetzt werden können, als im Feuerbacher Rondell, das im Volksmund auch "Camp" genannt wird?

Die Ehre gaben sich an diesem Abend drei aufstrebende Nachwuchskapellen aus dem Stuttgarter Ballungsraum, mit so klangvollen Namen wie One Pint Please, Läberknecht und Breschdleng. Das Motto des Abends lautete "Knüppel aufn Sack" und so zogen gegen 20.30 Uhr Ortszeit O.P.P. selbigen zuerst heraus, um den insgesamt rund 160 angereisten Fans ordentlich eins überzuziehen. Ihrem Anspruch nach "Asshole Punk-Rock für die Dame" wurden die fünf auch prompt gerecht, zockten ihre Songs souverän herunter, von einigen amüsanten "Abstimmungsproblemchen" zwischen Sänger und restlicher Kombo einmal abgesehen. Leider fehlte dem Publikum zu diesem Zeitpunkt noch die nötige Courage oder der entsprechende Alkoholpegel, um sich völlig hemmungslos auf erste Tanzeskapaden einzulassen.

Die zweite Band des Abends hieß Läberknecht - und wer schon einmal Zeuge des ausgefallenen Bühnenprogramms der sechs Jungs aus Stuttgart war, wusste schon im Vorfeld was auf ihn zukommen würde. Das heißt ganz genau eigentlich nicht - denn wie man es von den sechs Bühnenkaspern kennt, waren sie auch diesmal wieder für die ein oder andere Überraschung gut. Der Einlauf als "Notebusters" etwa mit Sauger und Blinklicht, die weißen Overalls, der Bananenpenis, das Trinkerle, das Feuerwerk, - alles Elemente die den Mob schließlich zum toben brachten. Musikalische Neukreationen kamen in Form der Eröffnungshymne "Läberknecht" und der Halftime-Show "Beer-Machine", bei der ein Kasten Bier in fünf Sekunden vernichtet wurde. So schön gepogt und abgesprungen wurde eigentlich noch nie! Und so kamen einem die 45 Minuten Spielzeit unendlich kurz vor.

Den Abschluss des schwäbischen Potpourris besorgte Breschdleng, die etwas andere Musikkapelle aus Baggana. Mit ihren geradlinigigen ur-schwäbischen Thekenhits brachten auch sie die Hardcore-Fraktion in der vorderen Reihe zum kochen, so dass der ein oder andere um kurz vor zwölf den Tanzsaal mit blauen Flecken , aber einem breiten Grinsen im Gesicht verließ. Alles in allem also ein gelungener bunter Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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