www.am-golf.de

André
        Müller

 

Homepage André Müller Unterricht Kurse Fitting Trainingstipp
Platzerlaubnis Shop Golfreisen Golfclub Anfahrt Kontakt
Video-Analyse         Newsletter

 

P

R

O

`S

 

T

I

P

P

 

 

Pro´s Tipp Nr.1 :  Wintertraining

1. Warum ist Training im Winter wichtig?

 

Im Gegensatz zu Tennis und vielen anderen Sportarten, die im Winter in einer Halle ausgeübt werden können, ist dies beim Golf nicht möglich. Golf ist, wie zum Beispiel Skifahren, eine Saisonsportart. Die Golfsaison dauert je nach Witterungsbedingungen ca. 6 bis 9 Monate. Die verbleibenden 3 bis 6 Monate ist Winterpause. Wir hier auf dem Jakobsberg sind in der glücklichen Lage, eine sehr lange Saison zu haben. Dafür sorgen ein recht mildes Klima und die sehr trockenen Bodenbedingungen.

 

Die nachfolgende Grafik verdeutlicht die Entwicklung von zwei gleichstarken Spielern mit und ohne Wintertraining.

 

 

Bei Spieler A ist während der Wintermonate eine deutliche Verschlechterung zu erkennen. Spieler B dagegen schafft es, seine Spielstärke durch das Wintertraining auf einem konstanten Niveau zu halten. Er hat so zu Beginn der neuen Saison eine deutlich verbesserte Ausgangsposition, welche sich in einer erneuten Verbesserung des Handicaps auszahlt.

 

An Hand der Grafik lässt sich gut erkennen, wie wichtig das Wintertraining für den Golfspieler ist. Wird während der Wintermonate eine komplette Pause eingelegt, so sinkt die im Sommer hart erarbeitete Spielstärke im Winter stark ab. In der folgenden Saison sind dann oft 2 bis 3 Monate nötig, um die alte Spielstärke wieder zu erreichen. Hat man dies geschafft oder sich sogar ein bisschen verbessert, neigt sich die Saison meist schon wieder dem Ende entgegen. Erneut geht die mühsam erworbene Spielstärke im Winter wieder verloren. Eine wesentliche Verbesserung des Handicaps ist so nur sehr schwer zu erreichen.

 

Um aus diesem Kreislauf herauszukommen ist es nicht hilfreich, im Sommer mehr oder härter zu trainieren. Das Problem liegt im Winter. Durch gezieltes und effektives Training im Winter ist es möglich, die im Sommer erarbeitete Spielstärke auf gleichem Niveau zu halten oder sogar zu verbessern. Der Start in die neue Saison beginnt so auf einem viel höheren Niveau und macht außerdem mehr Spaß. Eine erneute Verbesserung des Handicaps ist so zumindest leichter.

 

 

2. Wie könnte ein Wintertraining aussehen? Welche Inhalte sollte ein Wintertraining haben?

 

Auf Grund der schlechten Witterungsbedingungen ist es im Winter oft unmöglich im Freien zu trainieren. Das Putting-Grün bietet schlechte Bedingungen und ist wegen Frost und Schnee oft ganz geschlossen. Das Pitching-Grün ist nass und matschig und ebenfalls oft geschlossen. Außerdem ist es kalt, windig und es regnet oder schneit. Bleibt zum Üben lediglich die überdachte Driving-Range, die Indoor-Anlage oder das heimische Wohnzimmer. Dies ist jedoch für ein Wintertraining vollkommen ausreichend.

 

2.1 Putten:

Eine Schlagtechnik, die im Winter sehr gut trainiert werden kann, ist Putten. Griff, Haltung, Zielen und eine kompensationsfreie Pendelbewegung sind mit ganz einfachen Hilfsmitteln und ohne großen Aufwand zu Hause ganz leicht zu verbessern. Und Putten ist mit ca. 43% aller Schläge beim Golf nicht ganz unwichtig.

 

Bilder und Grafiken mit eingezeichneten Linien sind eine gute Unterstützung für das Training zu Hause.

- Der Körper ist parallel zum Ziel ausgerichtet: Füße, Knie, Hüfte, Schultern und Unterarme.

- Die Augen sind direkt 

über dem Ball.

- Die Hände sind direkt 

unter den Schultern.

- Der Putter verläuft in 

Verlängerung der Unterarme.

- Das Gewicht ist gleich- mäßig verteilt.

- Der Ball liegt im linken 

Drittel des Standes.

- Die Hände sind auf Höhe 

des Balles oder leicht davor.

- Es gibt viele gute und funktionelle Griffe.

- Der "Reverse-Overlap" ist eine Griffhaltung, die ein gutes Gefühl vermittelt und auch von Tour-Pros häufig verwendet wird.

Putten Sie von einem Spiegel und üben Sie die richtige Haltung:

- Die Augen über dem Ball

- Die Schultern parallel zur 

Ziellinie ausgerichtet.

 

Putten Sie zwischen zwei Schlägern und üben Sie die richtige Schwungbahn.

- Gerade zurück und gerade nach vorne durch.

Putten Sie zwischen aufgestellten Tees und Sie verbessern

 Schwungbahn und Treffen im Sweetspot.

Kleben Sie Tees auf Ihren 

Putter, um besser im 

Sweetspot zu treffen.

Nutzen Sie ein einfaches Dreieck, um Ihr Zielen zu verbessern.

Ein Tape auf dem Putter zeigt, wo Sie den Ball treffen.

Alle Übungen können auf einem Teppich oder auch auf einer Putting-Matte durchgeführt werden.

2.2 Der Golfschwung

Auch der Golfschwung kann und sollte im Winter trainiert werden. Oftmals ist es sogar besser, komplizierte Schwungänderungen im Winter durchzuführen. In dieser Zeit ist es leichter, sich an eine neue Haltung oder Bewegung zu gewöhnen, da Sie nicht viel auf dem Platz spielen und sich auf keine Turniere konzentrieren müssen. Natürlich kann der Golfschwung nicht komplett zu Hause trainiert werden. Sie sollten auch mind. 1 mal pro Woche für ca. 1 bis 2 Std. Bälle schlagen. Dies kann entweder auf der Driving Range oder auch in einer Indoor-Anlage sein. Eine Indoor-Anlage mit Videounterstützung, wie sie auf dem Jakobsberg zur Verfügung steht, ist natürlich die beste Möglichkeit. Zusätzlich sollten Sie auch zu Hause einige Übungen machen, um das Training zu unterstützen. Griff, Haltung und auch der Start können problemlos zu Hause geübt werden. Mit ein wenig mehr Platz können sogar volle Probeschwünge gemacht werden.

 

Bilder und Grafiken mit eingezeichneten Linien sind eine gute Unterstützung für das 

Training. Sie dienen als Vorlagen und bieten einen guten Vergleich zwischen 

alt und neu oder zwischen falsch und richtig.

Auch ein richtiger Griff ist eine wichtige Voraussetzung.

 

 

Hier ist der Rücken zu stark gekrümmt. Ein guter Golf- schwung ist schwierig und Rückenprobleme sind vorprogrammiert.

Üben Sie eine gute Ansprechhaltung, sie ist eine wichtige Grundlage für einen guten Golfschwung.

Hier sind beide Hände zu weit auseinander gedreht, ein Winkeln der Handgelenke wird erschwert und die Flugrichtung des Balles wird beeinflusst.

Der linke Arm ist zu stark gebeugt, Körperspannung und Radius gehen verloren. Der zu geringe Winkel der Hand- gelenke führt zu weniger Geschwindigkeit und einem kürzeren Ballflug.

 

Hier ist der linke Arm gerader 

und die Handgelenke sind genug

abgewinkelt. Körperspannung,

Radius und Geschwindigkeit

bleiben erhalten.

Bei einem guten Griff sind beide Hände zueinander gedreht. Der linke Daumen wird durch die rechte Hand verdeckt. Es sind 2 Knöchel der linken Hand und das Logo des Handschuhs gut sichtbar.

Viele Übungen können zu Hause durchgeführt werden. Oft ist nicht einmal ein Schläger notwendig. Auch ein kleiner alter Kinderschläger ist oft ausreichend. Dies sind natürlich nur einige Korrekturmöglichkeiten. Jeder macht andere Fehler. Der eine sliced, der andere hookt die Bälle und der nächste toppt oder schlägt zu früh in den Boden. Deshalb ist es natürlich sehr wichtig, die eigenen Fehler und Schwachstellen genau zu kennen. Da dies alleine sehr schwierig ist, sollten Sie in regelmäßigen Abständen die Hilfe eines Golflehrers nutzen. Er kann Ihnen Ihre Fehler besser aufzeigen und Ihnen gezielte Übungen zur Beseitigung nennen. So wird Ihr Training effektiver und es ist leichter, den Golfschwung zu verbessern und die Fehler zu beseitigen.

 

 

2.3 Körperliche Fitness

Genau so wie sich die golferischen Fähigkeiten in einer Winterpause verschlechtern, verringert sich auch die Ausdauer. Jeder merkt dies schnell, wenn man im Frühjahr die ersten 18 Löcher spielt und ab Loch 12 oder 13 das Laufen immer schwerer fällt. Darunter leidet natürlich auch die Konzentration und somit das gesamte Golfspiel. Es ist also auch ratsam, in den Wintermonaten einiges für die körperliche Fitness zu tun. Dies verbessert nicht nur das Golfspiel, sondern ist vor allem gesund. Sie können laufen, joggen, walken, spazieren gehen, Rad fahren, Gymnastik-, Dehn- oder Kräftigungsübungen machen, zu Hause, im Freien oder auch in einem Fitnessstudio. Dauer und Belastung sollte natürlich ihrem Alter und Trainingszustand angepasst sein.

 

 

 

3. Wann und wie lange sollte man trainieren?

"Übung macht ja bekanntlich den Meister" und je öfter Sie üben, desto besser ist es. Beachten Sie jedoch immer, dass die Qualität, also das richtige Ausführen der Übungen immer an erster Stelle steht und Sie sich nicht überanstrengen. Auf dem Golfplatz sollten Sie mind. 1 mal in der Woche für ca. 1 bis 2 Std. Bälle schlagen. Zu Hause sollten Sie dieses Training ca. 3 bis 4 mal pro Woche je 10 bis 20 Minuten durch gezielte Übungen ergänzen. Sie können im Büro in der Mittagspause oder auch zu Hause üben. Morgens, mittags oder auch abends während der Werbeunterbrechung im Fernsehen. Ein bisschen Zeit wird wohl jeder von uns finden

 

 

Wahrscheinlich will keiner von Ihnen ein Tour-Pro werden und Tiger Woods Konkurrenz machen. Vielmehr steht bei den meisten der Spaß im Vordergrund. Sie müssen im Winter natürlich nicht 5 Tage in der Woche auf dem Golfplatz sein. Ich denke, das würde für die meisten auch den zeitlichen Rahmen sprengen. Aber einmal in der Woche schafft sicherlich jeder. Zusätzlich einige Übungen zu Hause würden vollkommen ausreichen, um im Winter im Schwung zu bleiben und besser und vor allem mit mehr Spaß in die nächste Saison starten zu können.

 

Vielleicht nutzen Sie dies als Anstoß, um auch im Winter ab und an einen Golfschläger in die Hand zu nehmen.

 

Viel Spaß beim Training!

 

Für Fragen und Anregungen nutzen Sie bitte die Seite  KONTAKT!

 

  

  © 2002-2010 Andre Mueller/impressum