Verkehrskonferenz zur Anbindung des Flughafens München

Wiesheu: "ÖV darf nicht leiden"

Abgedruckt in der PRO BAHN-Post März 2000

Am Freitag, dem 18. Februar fand auf Einladung des bayerischen Verkehrsministers Otto Wiesheu eine Verkehrskonferenz statt.

Auf dieser Konferenz hat Wiesheu weitgehend "Klartext" geredet. So hat er den Ausbau der Bahnstrecke München -- Mühldorf gefordert -- ein Vorhaben, auf das der Vertreter der Bundesregierung, Ministerialdirigent Lohrberg, mit keinem Wort einging. Ebenso betonte Wiesheu, daß die Anbindung des Flughafens an die Stadt München nicht nur eine schnelle Reisemöglichkeit zum Hauptbahnhof bedeutet, sondern viele Fahrgäste zu Zielen unterwegs fahren wollen. Eine reine Verbindung Hauptbahnhof -- Flughafen werde jedenfalls nicht mit ÖV-Geldern gefördert, sondern müsse gegebenenfalls anderweitig finanziert werden. Weitere Forderung des Verkehrsministers war, daß der Ausbau der "normalen" Öffentlichen Verkehrsmittel unter der verbesserten Flughafenanbindung nicht leiden dürfe. Explizit als wichtiger im Vergleich zur Flughafenanbindung wurde die Ertüchtigung des S-Bahn-Tunnels und eine 2. Stammstrecke erwähnt.

Für die Verbindung zwischen Nordostbayern und dem Flughafen soll jetzt ein vergleichendes Raumordnungsverfahren stattfinden. Darin soll nicht nur die Marzlinger Spange, sondern auch die Pullinger Spange und die "Neufahrner Kurve" untersucht werden. Mit der Verbindungskurve zur existierenden Neufahrner Spange wird nun erfreulicherweise ein PRO BAHN-Vorschlag mit in die Prüfung einbezogen.

Andi Barth

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