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Geschichte
des N48ers
Der N48er, er verbindet Mitte mit Tiergarten, Schöneberg, Steglitz
und Zehlendorf. Sowie - seit 2002 - als N58er und als N48er auch Prenzlauer
Berg, Pankow und Buch.
Kurz gesagt, eine Fahrt mit dem N48er ist ein Querschnitt durch alle sozialen
und kulturellen Orte der Bundeshauptstadt.
Die Geschichte des "N48ers" beginnt im Jahre 1951. Damals verkehrte
unter der Bezeichnung 2E nachts eine Buslinie vom Schlesischen Tor über
Bülowstr. bis zum Betriebshof an der Zehlendorfer Winfriedstr.
Bus 2E / U Schlesischer Tor <>
Winfriedstr.
Am 1. Oktober 1954 wurde die Tageslinie 48 (von Potsdamer Brücke
bis Rathaus Zehlendorf) eingerichtet. Nachts verkehrte seit diesem Tag
auch die Einsatzlinie 48E auf der Strecke Schlesisches Tor <> Bülowstr
<> Rathaus Zehlendorf.
Bus 48E
/ U Schlesischer Tor <> Rathaus Zehlendorf
Am 1. Januar 1955 endeten die Busse des 48E dann an der Fischerhüttenstr.
in Zehlendorf (heutiger Endpunkt des 148er an der Busseallee). Drei Jahre
später, am 1. Juni 1958 wurde die Linie auf die Strecke Bülowstr.
<> Fischerhüttenstr. verkürzt. In den 60er und 70er Jahren
gab es dann keine großen Veränderungen mehr, außer das
die Strecke begradigt wurde und nicht mehr den Umweg über den Schöneberger
Straßenbahnbetriebshof an der Belziger Str. fuhr.
Ab Winfriedstr.
verkehrte dann auch der 3E zum S-Bf. Nikolassee und weiter bis zum Stölpchensee
in Wannsee (Linienführung über U Oskar-Helene-Heim, U Krumme
Lanke, ab Spanische Allee weiter wie der heutige 118er, Nachtliniennetz
von 1971).
Ab dem 1. Mai 1983 wurde die Besuchregelung für Westberliner in die
DDR ausgeweitet. So durfte man damals bis 2 Uhr nachts den Ostteil der
Stadt besuchen. Aus diesem Grunde verkehrte der 48E bis 2 Uhr im Norden
bis zur Grenzübergangsstelle Invalidenstr.
Bus 48E
/ (Invalidenstr. <>) Bülowstr. <> Fischerhüttenstr.
Bus 3E / Winfriedstr. <> Stölpchensee
Damit der Fahrgast Tages- und Nachtlinien besser auseinander halten kann,
erhielten die Nachtlinien ab dem 1. Oktober 1984 den Nummernzusatz "N".
Aus der Linie 48E wurde der 48N.
Am 1. Mai 1987 wurde das Nachtliniennetz in Westberlin umgestaltet. Damals
konzentrierte sich das Nachtgeschehen am Bahnhof Zoo. Deshalb verkehrte
auch der 48N von nun an zum Zoo. Ein Jahr später wurde der 48N auf
Grund des gestiegenen Bedarfs dann zum S-Bf. Nikolassee verlängert
(Abfahrtstafel von 1990).
Bus 48N / S Zoologischer Garten
<> S Nikolassee
Die
Nummer "N48" gibt es seit dem 2. Juni 1991. Damals wurden allen
Berliner Buslinien neue Nummern vergeben. (Dank an Herrn Uwe Kerl
/ Berliner Verkehrsblätter)
Seit 29. März 2002 fährt der N48er zum Hackeschen Markt statt
zum Zoo, da sich die "Vergnügungsmeilen" seit einigen Jahren
dorthin verlagert hatten.
Bus N48 / S Hackescher Markt <>
S Nikolassee
Seit Anfang 2003 verkehrt der N48er als N58er ab Hackescher Markt weiter
bis zum S-Bf. Buch. Ab dem 14. Dezember 2003 wird der N48 dann einheitlich
nummeriert bis S-Bf. Buch fahren und ist dann die längste Nachtbuslinie
Berlins. (Dank an Herrn Putzke und Herrn Freytag / Traditionsbus e.V.)
Bus N48 / S Buch <>
S Nikolassee
Vom
Hackeschen Markt bis nach Nikolassee fährt man heute eine gute Stunde,
von dort aus hat man Anschluss an den N16er nach Wannsee und Potsdam.
Ich habe bestimmt schon, wenn man es hochrechnen würde, Monate in
diesen Bussen dieser Linie zugebracht. Der erste N48er fährt um 0:30
am Hackeschen Markt Richtung Zehlendorf, der letzte um 5:30. Der N48er,
der um 3:00 am Hackeschen Markt losfährt, endet an der Zehlendorfer
Busseallee und nimmt von dort aus den ersten Tagbetrieb der Linie 148
auf und fährt zurück zum Alex. Zwischen 4.00 und 5.30 fahren
die Busse ab Nikolassee nur bis zum Betriebshof Winfriedstr.
Den genauen Fahrplan des N48er gibt es hier
als PDF. Wer mit dem New Yorker N48er fahren will, der braucht diesen
Fahrplan.

7.Dezember 03, mit freundlicher Unterstützung durch die Berliner
Verkehrsblätter, Herrn Uwe Kerl, sowie Herrn Ralf Putzke und Herrn
Stefan Freytag vom Berliner Traditionsbus e.V. |