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Angelfreunde 1866 e.V.
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Weitere Einzelheiten zur Gründung und Entwicklung unseres
Vereins können Sie nun in den Links der folgenden drei
Zeitabschnitte erfahren:
1858-1907
1908-1957
1958-2006
Unsere Chronik von 1898 bis 1907:
1898: Im Februar berichtete der Vorsitzende, dass er an
einer Aussprache im „Fischer-Club“ teilgenommen habe. Dort wurde
gefordert, das Angeln ganz zu verbieten. Er selbst nahm das zum
Anlass, mit scharfen Worten dagegen zu sprechen und die
Interessen der Angler wahrzunehmen. Der 1. Vorsitzende, Kamerad
Wessely, gab nach 12 Jahren die Funktion des Vorsitzenden ab.
Neuer 1. Vorsitzender wurde Kamerad Schmidt.
Für die Fahne wurde mit der Summe von 800,00 Mark eine
Versicherung abgeschlossen.
1899: Im Januar erschien der Redakteur der Deutschen
Fischerei-Zeitung, Herr Carl Paeske in der Versammlung und
meldete seine Mitgliedschaft im Verein an.
Im Februar und im April wurden drei für den Verein bedeutende
und einflussreiche Männer Mitglied. Herr Paeske als
Zeitungsverleger, Herr Timm als Buchdruckereibesitzer und Herr
Dr. med. Horst Brehm als Arzt (Sohn des Zoologen Alfred Brehm).
1900: Es ist das Jahr des verstärkten Einflusses unseres
Vereins auf die Gründung einer Vereinigung aller deutscher
Angler.
Der Verein wurde auf Vorschlag von Kam. Paeske Mitglied im
Brandenburgischen Fischerei-Verein.
Die weiteren Ereignisse des Jahres im Zeitraffer:
8. Februar: Diskussion über den Entwurf zur Änderung des
Fischereigesetzes. Ausgehend von dieser Versammlung sollten
durch Säulenanschlag alle Berliner Angler-Vereine mobil gemacht
werden, um gegen die Gesetzesänderung Front zu machen und die
Gründung eines Deutschen Angler-Bundes zu fordern.
8. März: Es erschienen zur Versammlung Vertreter vom
„Ältesten Stralauer AV“, vom AV „Plötze“, vom AV „Freundschaft“
und von der „Anglerkolonie Grünau.“
Unter dem Motto „Nichtswürdig ist jeder Sportangler, der seine
Ehre nicht verteidigt“ wurde zum gemeinsamen Kampf gegen die
Änderung des Fischereigesetzes aufgerufen.
5. April: In dieser Versammlung unseres Vereins wurde ein
Komitee gewählt, das den Kampf gegen die Änderung des
Fischereigesetzes bündeln und zentral führen sollte. Dieses
Komitee verfasste einen „Aufruf zur Begründung eines allgemeinen
Deutschen Angler-Bundes.“
Der Angelgerätefabrikant Fritz Ziegenspeck wurde an diesem Tag
Mitglied im Verein.
26. April: Es wurde extra eine Generalversammlung
einberufen.
Dr. Horst Brehm gab die inzwischen ausgearbeiteten Statuten des
Deutschen Angler-Bundes bekannt. Die Gründung war für den 31.
Mai 1900 vorgesehen. Unser Verein beschloss, dem Bund
beizutreten.
31. Mai: Gründung des „Deutschen Angler-Bundes.“ (DAB)
Kam. Dr. Brehm wurde I. Vizepräsident und Kam. Carl Paeske
Generalsekretär.
4. Oktober: Kam. Paeske gab im Verein einen Bericht über
die Gründung des DAB, war erfreut über den regen Zuspruch und
gab an, dass der Bund inzwischen 1800 Mitglieder hat. Er gab
weiter bekannt, dass ab dem 15. Oktober der Bund eine eigene
Zeitung mit dem Titel
„Deutsche Angler-Zeitung“ herausgeben wird.
6. Dezember: Kam. Dr. Horst Brehm berichtete in der
Mitgliederversammlung des Vereins über die Fortschritte
innerhalb des DAB.
1903: In der Generalversammlung am 1. März legte der
bisherige 1. Vorsitzende Kam. Schmidt den Vorsitz nieder. Als
neuer 1. Vorsitzender wurde Kam. Schiebler I gewählt.
Zum Bundesfest, das vom 23. bis 25. Mai in Berlin stattfindet,
wurden 3 Kameraden des Vereins delegiert. Sie führten unsere
Fahne mit, die dort präsentiert wurde.
1905: Der DAB wollte die Vereine damit beauflagen, je
Mitglied eine Anglerzeitung zu abonnieren. In der
Mai-Versammlung wurde darüber heftig diskutiert. Manche
Mitglieder sträuben sich dagegen und schlugen auf Grund dieser
Tatsache sogar den Austritt des Vereins aus dem Bund vor. Die
Mitglieder Dr. Horst Brehm und Carl Paeske sprachen dagegen und
Dr. Brehm erläuterte in einem Vortrag die Zusammenhänge, die
diese Maßnahme erforderte und bat noch einmal gründlich darüber
nachzudenken. Es kam zu einer Abstimmung. 6 Mitglieder waren für
und 12 gegen einen Austritt aus dem DAB.
1906: In der Februar-Versammlung wurde das Festkomitee
zur Vorbereitung des 40jährigen Stiftungsfestes mit einer
Tombola gewählt. Termin ist nicht bekannt. In der am 7. März
stattgefundenen Versammlung wurde berichtet, dass das
Stiftungsfest gut und gemütlich verlaufen sei. Es nahmen
insgesamt 190 Personen teil. Vom Präsidenten des DAB und dem
gleichzeitigen Mitglied unseres Vereins, Kam. Dr. Horst Brehm,
kam eine Glückwunschdepesche, die beim Fest verlesen wurde.
1907: In der Januar-Versammlung legte der Kam. Schiebler
I als 1. Vorsitzender nach 3 Jahren Tätigkeit in dieser
Funktion, sein Amt nieder. Neu gewählt wurde mit 18 von 23
Stimmen der Kam. Engelien.
Im Februar wurde der Beschluss gefasst, die internationale
Sportausstellung, die am 20. April in Berlin stattfand, mit
Ausstellungsobjekten zu unterstützen und bei der Gestaltung
selbst mit Hand anzulegen.
Im März wurde das Vereinsmitglied Carl Paeske aus dem Verein
ausgeschlossen, weil er für das Jahr 1906 keinen Beitrag gezahlt
hatte und auch auf eine Mahnung nicht reagierte.
Der Schriftführer brachte zum Ausdruck, dass das Protokollbuch
nunmehr 25 Jahre alt ist. Da nur noch wenige Seiten zur
Verfügung stehen, stellte er den Antrag, ein neues Buch
anzulegen. Dem Antrag wurde zugestimmt.
Hier endet unsere Vereins- Chronik für den Zeitabschnitt 1858
bis 1907.
An den nächsten Zeitabschnitten wird fleißig weiter gearbeitet.
Ein genauer Zeitpunkt der Einarbeitung in unsere Homepage kann
leider nicht genannt werden. Haben Sie deshalb ein wenig Geduld.
07.02.2006 |

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