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              Angelfreunde 1866 e.V.


 
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Chronik

1858-1867

1868-1877
1878-1887
1888-1897
1898-1907
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 



Angelfreunde 1866 e.V.

Aussicht auf das Wasser

 

Weitere Einzelheiten zur Gründung und Entwicklung unseres Vereins können Sie nun in den Links der folgenden drei Zeitabschnitte erfahren:

1858-1907
1908-1957
1958-2006

Unsere Chronik von 1898 bis 1907:

1898: Im Februar berichtete der Vorsitzende, dass er an einer Aussprache im „Fischer-Club“ teilgenommen habe. Dort wurde gefordert, das Angeln ganz zu verbieten. Er selbst nahm das zum Anlass, mit scharfen Worten dagegen zu sprechen und die Interessen der Angler wahrzunehmen. Der 1. Vorsitzende, Kamerad Wessely, gab nach 12 Jahren die Funktion des Vorsitzenden ab. Neuer 1. Vorsitzender wurde Kamerad Schmidt.
Für die Fahne wurde mit der Summe von 800,00 Mark eine Versicherung abgeschlossen.

1899: Im Januar erschien der Redakteur der Deutschen Fischerei-Zeitung, Herr Carl Paeske in der Versammlung und meldete seine Mitgliedschaft im Verein an.
Im Februar und im April wurden drei für den Verein bedeutende und einflussreiche Männer Mitglied. Herr Paeske als Zeitungsverleger, Herr Timm als Buchdruckereibesitzer und Herr Dr. med. Horst Brehm als Arzt (Sohn des Zoologen Alfred Brehm).

1900: Es ist das Jahr des verstärkten Einflusses unseres Vereins auf die Gründung einer Vereinigung aller deutscher Angler.
Der Verein wurde auf Vorschlag von Kam. Paeske Mitglied im Brandenburgischen Fischerei-Verein.

Die weiteren Ereignisse des Jahres im Zeitraffer:
8. Februar: Diskussion über den Entwurf zur Änderung des Fischereigesetzes. Ausgehend von dieser Versammlung sollten durch Säulenanschlag alle Berliner Angler-Vereine mobil gemacht werden, um gegen die Gesetzesänderung Front zu machen und die Gründung eines Deutschen Angler-Bundes zu fordern.

8. März: Es erschienen zur Versammlung Vertreter vom „Ältesten Stralauer AV“, vom AV „Plötze“, vom AV „Freundschaft“ und von der „Anglerkolonie Grünau.“
Unter dem Motto „Nichtswürdig ist jeder Sportangler, der seine Ehre nicht verteidigt“ wurde zum gemeinsamen Kampf gegen die Änderung des Fischereigesetzes aufgerufen.

5. April: In dieser Versammlung unseres Vereins wurde ein Komitee gewählt, das den Kampf gegen die Änderung des Fischereigesetzes bündeln und zentral führen sollte. Dieses Komitee verfasste einen „Aufruf zur Begründung eines allgemeinen Deutschen Angler-Bundes.“
Der Angelgerätefabrikant Fritz Ziegenspeck wurde an diesem Tag Mitglied im Verein.

26. April: Es wurde extra eine Generalversammlung einberufen.
Dr. Horst Brehm gab die inzwischen ausgearbeiteten Statuten des Deutschen Angler-Bundes bekannt. Die Gründung war für den 31. Mai 1900 vorgesehen. Unser Verein beschloss, dem Bund beizutreten.

31. Mai: Gründung des „Deutschen Angler-Bundes.“ (DAB)
Kam. Dr. Brehm wurde I. Vizepräsident und Kam. Carl Paeske Generalsekretär.

4. Oktober: Kam. Paeske gab im Verein einen Bericht über die Gründung des DAB, war erfreut über den regen Zuspruch und gab an, dass der Bund inzwischen 1800 Mitglieder hat. Er gab weiter bekannt, dass ab dem 15. Oktober der Bund eine eigene Zeitung mit dem Titel
„Deutsche Angler-Zeitung“ herausgeben wird.

6. Dezember: Kam. Dr. Horst Brehm berichtete in der Mitgliederversammlung des Vereins über die Fortschritte innerhalb des DAB.

1903: In der Generalversammlung am 1. März legte der bisherige 1. Vorsitzende Kam. Schmidt den Vorsitz nieder. Als neuer 1. Vorsitzender wurde Kam. Schiebler I gewählt.
Zum Bundesfest, das vom 23. bis 25. Mai in Berlin stattfindet, wurden 3 Kameraden des Vereins delegiert. Sie führten unsere Fahne mit, die dort präsentiert wurde.

1905: Der DAB wollte die Vereine damit beauflagen, je Mitglied eine Anglerzeitung zu abonnieren. In der Mai-Versammlung wurde darüber heftig diskutiert. Manche Mitglieder sträuben sich dagegen und schlugen auf Grund dieser Tatsache sogar den Austritt des Vereins aus dem Bund vor. Die Mitglieder Dr. Horst Brehm und Carl Paeske sprachen dagegen und Dr. Brehm erläuterte in einem Vortrag die Zusammenhänge, die diese Maßnahme erforderte und bat noch einmal gründlich darüber nachzudenken. Es kam zu einer Abstimmung. 6 Mitglieder waren für und 12 gegen einen Austritt aus dem DAB.

1906: In der Februar-Versammlung wurde das Festkomitee zur Vorbereitung des 40jährigen Stiftungsfestes mit einer Tombola gewählt. Termin ist nicht bekannt. In der am 7. März stattgefundenen Versammlung wurde berichtet, dass das Stiftungsfest gut und gemütlich verlaufen sei. Es nahmen insgesamt 190 Personen teil. Vom Präsidenten des DAB und dem gleichzeitigen Mitglied unseres Vereins, Kam. Dr. Horst Brehm, kam eine Glückwunschdepesche, die beim Fest verlesen wurde.

1907: In der Januar-Versammlung legte der Kam. Schiebler I als 1. Vorsitzender nach 3 Jahren Tätigkeit in dieser Funktion, sein Amt nieder. Neu gewählt wurde mit 18 von 23 Stimmen der Kam. Engelien.
Im Februar wurde der Beschluss gefasst, die internationale Sportausstellung, die am 20. April in Berlin stattfand, mit Ausstellungsobjekten zu unterstützen und bei der Gestaltung selbst mit Hand anzulegen.
Im März wurde das Vereinsmitglied Carl Paeske aus dem Verein ausgeschlossen, weil er für das Jahr 1906 keinen Beitrag gezahlt hatte und auch auf eine Mahnung nicht reagierte.
Der Schriftführer brachte zum Ausdruck, dass das Protokollbuch nunmehr 25 Jahre alt ist. Da nur noch wenige Seiten zur Verfügung stehen, stellte er den Antrag, ein neues Buch anzulegen. Dem Antrag wurde zugestimmt.


Hier endet unsere Vereins- Chronik für den Zeitabschnitt 1858 bis 1907.
An den nächsten Zeitabschnitten wird fleißig weiter gearbeitet. Ein genauer Zeitpunkt der Einarbeitung in unsere Homepage kann leider nicht genannt werden. Haben Sie deshalb ein wenig Geduld.
 

07.02.2006

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Update: 07.02.2006 - © by Martina Emmerling - Start: Oktober 2005 -

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