Porträt Alkmans

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IV. Zusammenfassung 57


Alkmans Chorlieder bildeten ein festes Repertoire in einer Reihe von Kulten, welche meistens die Einweihung gemein hatten; ihre tiefere Bedeutung bleibt uns heute jedoch in Anbetracht unserer geringen Kenntnisse verborgen. Sie wurden nicht für eine bestimmte Gelegenheit gedichtet, sondern für eine ständige Wiederaufführung. Namen und Handlung haben dabei eine rein symbolische beziehungsweise reflexive Bedeutung und Funktion. Das im Kult integrierte Chorlied inszenierte die Polis nach innen und nach außen. Dass dabei der Dichter selbst mehr in den Hintergrund gedrängt wurde, ist offensichtlich und es erklärt, warum wir von der Person des frühesten griechischen Melikers so gut wie gar nichts wissen.
Trotzdem oder auch deswegen hat Sparta ihm dankbar den Dienst gelohnt, den er ihm erwies. Am Dromos, der Sportbahn für die Jugend, errichtete man ihm ein Denkmal neben dem Heroon der Hippokoontiden, deren Heldentod er im für uns bedeutendsten seiner Lieder besingt.




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[57] vgl. u. a. Fränkel – S. 191



© Matthias K. Bothe 2004




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